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  • Quito
  • UIO, GYE
  • Visum bei Ankunft
  • Spanisch
  • Ganzjährig
  • € 1,00 = $ 1.18

Ecuador mag der perfekte Einstieg für Südamerika-Neulinge sein. Ein Land, das alles zu bieten scheint: die höchsten Andengipfel, tiefsten Amazonas-Regenwald, urige Andenmärkte, sonnenverwöhnte Strände und malerische Kolonialstädte mit großen Plazas, alten Kirchen, ehrwürdigen Herrenhäusern und Klöstern aus dem 17. Jahrhundert – ein Ort fotogener als der andere. Ganz zu schweigen von einer Vulkankette, die ihresgleichen sucht, voller atemberaubender Landschaften und faszinierender Tierwelt. Eigentlich ist die unglaubliche Natur Ecuadors nicht zu toppen, wären da nicht die Ecuadorianer selbst: gutherzig, großzügig und vor allem stolz. Auf ein Land, das langsam aber bedacht große Schritte in die Zukunft macht.

Ankunft

Mit dem Flugzeug:

Gleich mehrere Fluggesellschaften bieten Flüge nach Ecuador aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an – allerdings nicht nonstop, sondern mit mindestens einmaligem Umsteigen mit einer Flugzeit ab 14 Stunden.

Die meisten Verbindungen beinhalten einen Stopp in Miami, Houston oder einer südamerikanischen Hauptstadt, oder aber an einem europäischen Drehkreuz wie Paris oder Amsterdam.

Die spanische Fluggesellschaft Iberia (IB) bietet von verschiedenen Flughäfen Zubringerflüge nach Madrid an. Ebenso Lufthansa (LH), Swiss (LX) bzw. Austrian (OS). Von dort geht es nonstop weiter nach Quito (UIO) oder via Bogota nach Guayaquil (GYE). Auch die chilenische LATAM Airlines (LA) verbindet Frankfurt mit Madrid und fliegt von dort nonstop weiter nach Quito und Guayaquil.

Air Europa (UX) fliegt von Frankfurt via Madrid nach Lima und von dort geht es mit TAME (EQ) weiter nach Quito oder Guayaquil.

American Airlines (AA) fliegt nonstop von Frankfurt nach Dallas und von dort weiter nach Quito. Alternativ geht es mit British Airways (BA) via London und Miami oder Dallas nach Quito. Auch verbindet American Airlines Frankfurt via Charlotte und Miami oder via London und Miami mit Guayaquil.

Die Lufthansa verbindet Frankfurt mit Bogota, von wo aus Avianca (AV) – durchgeführt von AeroGal (2K) – nach Quito und Guayaquil fliegt. Alternativ gibt es Flugverbindungen mit Lufthansa nach Panama City und von dort weiter mit Copa Airlines (CM) nach Quito und Guayaquil oder via Houston und weiter mit United Airlines (UA).

Die niederländische KLM (KL) bietet Zubringer nach Amsterdam von diversen Flughäfen und verbindet Amsterdam nonstop mit Quito bzw. Guayaquil. Rückflüge von Quito entweder mit Delta Air Lines (DL) via Atlanta oder via Guayaquil und Amsterdam wieder nach Frankfurt.

Ebenso bietet die französische Air France (AF) Zubringerflüge von europäischen Flughäfen nach Paris und von dort Direktflüge nach Bogotá und weiter mit Avianca nach Quito oder Guayaquil oder via Panama City und weiter mit Copa Airlines nach Quito oder Guayaquil.

Auch Delta Air Lines verbindet Frankfurt via Atlanta mit Quito.

Mit dem Auto:

Ecuador ist aus mehreren mittelamerikanischen Ländern gut mit dem Bus zu erreichen. Wer mit dem eigenen Auto oder Bus unterwegs ist, sollte bedenken, dass die Panamericana ab Panama unterbrochen ist und erst wieder in Kolumbien beginnt. Die gut 200 Kilometer dazwischen sind so gut wie unbefahrbarer Regenwald, wird auch Darien Gap genannt und ist berühmt-berüchtigt für Drogenschmuggel. Aus Südamerika hingegen kann man Ecuador problemlos mit dem Überlandbus oder einem eigenen Fahrzeug erreichen.

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Visum

Einreisebestimmungen für Deutsche Staatsangehörige:

Für touristische Aufenthalte in Ecuador bis zu 90 Tage pro Jahr müssen deutsche Staatsangehörige vor Reiseantritt kein Visum einholen. Vom 1. Tag der ersten Einreise an wird das Jahr für den Aufenthaltszeitraum von 90 Tagen gerechnet. Achtung: Es gilt nicht das Kalenderjahr.

Einreisebestimmungen für Österreichische Staatsangehörige:

Ebenso besteht für österreichische Staatsangehörige keine Visumpflicht in Ecuador. Der Reisepass muss bei Einreise noch 90 Tage gültig sein.

Einreisebestimmungen für Schweizer Staatsangehörige:

Auch mit einem Schweizer Reisepass können Aufenthalte bis zu 90 Tage ohne Visum getätigt werden.

Über die Einreisebestimmungen für andere Nationalitäten gibt das Konsulat von Ecuador im jeweiligen Heimatland Auskunft.

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Sprache

Die meisten Ecuadorianer sprechen Spanisch, was auch die Amtssprache in Ecuador darstellt. Darüber hinaus existieren sage und schreibe dreiundzwanzig indigene Sprachen. Darunter ist eine der neun Quechua Sprachen, welche von rund 2,5 Millionen Menschen in Ecuador gesprochen werden.

Andere vorkoloniale indigene Sprachen, die heute noch in Ecuador gesprochen werden, sind: A’ingae, Achuar-Shiwiar, Awapit, Cha’palaachi, Paicoca und Shuar Chicham, Tsa’fiki und Wao Tededeo.

Obwohl Englisch in größeren Städten meist verstanden wird, kommt man damit auf dem Land oft nicht weit. Im Gegenteil: Besonders abseits der touristischen Pfade, außerhalb von Hotels und Restaurants sind die Englischkenntnisse meist sehr eingeschränkt. Daher gilt: Grundkenntnisse in Spanisch sind sehr hilfreich.

Hallo – Hola

Aus Wiedersehen – Adiós

Wie geht’s? – ¿Cómo estás?

Gut, danke – Bien, gracias

Bitte – Por favor

Danke – Gracias

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Beste Reisezeit

So etwas wie die beste Reisezeit für Ecuador ist schwer festzulegen. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Mikroklimata. Ecuador ist also grundsätzlich ein Ganzjahres-Reiseziel. Denn selbst Regenzeit muss nicht bedeuten, dass es jeden Tag ununterbrochen regnet.

Die Lage am Äquator führt in Ecuador zu großen Temperaturschwankungen. Tatsächlich unterscheidet man aus klimatischer Sicht nicht zwischen vier Jahreszeiten, sondern lediglich zweien mit mehr oder weniger Niederschlag. So kommt es vor allem im Hochland zu starken Temperaturschwankungen mit sonnigen Morgenstunden und regenreichen Nachmittagen.

Im Amazonasbecken hingegen, wie im im nördlichen Küstentiefland, ist es feucht heiß, während an der Küste die Regenmengen von Norden nach Süden abnehmen.

Allgemein sind die trockensten Monate von Juni bis November, wobei das beste Badewetter von Dezember bis Mai vorzufinden ist. Ganz anders auf den Galapagosinseln: Hier ist es in der ersten Jahreshälfte meist sehr sonnig mit einer Wassertemperatur von 23 Grad und nur wenigen tropischen Regenschauern. In der zweiten Jahreshälfte hingegen herrscht Trockenzeit.

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Währung

Die offizielle Landeswährung in Ecuador ist der US-Dollar – und das schon seit dem Jahr 2000, als er den Sucre ersetzte. Allerdings sind neben den Dollarmünzen auch Centavo-Münzen im Umlauf, welche oft als Wechselgeld ausgegeben werden und im Wert dem Dollar-Cent entsprechen.

Je nachdem, wie der Dollarkurs gerade steht, ist es sinnvoll, bereits im Heimatland Dollar zu kaufen, da die Tauschkurse in Ecuador in der Regel schlechter sind als in Europa. Es empfiehlt sich außerdem der Erwerb von US-Dollars in kleinen Scheinen bis US$ 20, da vielerorts nicht genügend Wechselgeld vorhanden ist.

Kreditkarten:

MasterCard, Visa und Diners Club werden in großen Geschäften, Restaurants und Hotels meist angenommen.

Geldautomaten & EC-Karten:

Die Bargeldabhebung mit deutschen EC-Karten funktioniert zurzeit in Ecuador nicht.

Geldwechsel:

Bargeld kann bei Banken und Wechselstuben, sogenannten Casas de cambio, gewechselt werden. Dabei ist zu beachten, dass der Geldwechsel außerhalb der größeren Städte schwierig sein kann.

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Unterkunft

Hotels der Luxusklasse, internationale Hotelketten, Hostels, kleine einheimische Pensionen – besonders in Quito oder Guayaquil ist das Angebot an Hotels und anderen Unterkünften ungemein groß. In der Hauptsaison sollten immer mindestens eine Woche im Voraus gebucht werden. Im Vergleich mit europäischen Preisen sind die Hotels in Ecuador recht preisgünstig. Wie in Ecuador üblich, werden in Spitzen- und Mittelklassehotels 5% Steuern und 10% Bedienung berechnet, in kleineren Hotels häufig nur fünf Prozent.

Camping:

Camping in Ecuador ist ebenso möglich. Allerdings ist die Auswahl an Campingplätzen im ganzen Land eher mau. Und alle, die zu empfehlen wären, werden nicht von Einheimischen, sondern von amerikanischen und europäischen Firmen geleitet.

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Sicherheit

Kriminalität:

Was Kriminalität angeht, gilt Ecuador als relativ sicheres Reiseland. Trotzdem sollte man vor allem in Quito, Quayaquil und Cuenca besonders wachsam sein, nicht Opfer von Diebstählen und Raubüberfällen zu werden. Wertsachen wie Kameras und Mobiltelefone, Schmuck und Uhren sollten daher nicht offen am Körper getragen werden oder bestenfalls in der Unterkunft gelassen werden. Auch ist es besser, vor allem abends in der Gruppe unterwegs zu sein. Von Gegenwehr bei Raubüberfällen ist aufgrund der Gewaltbereitschaft der Täter in jedem Fall abzuraten.

Besonders achtsam sollte man bei Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien sein. Auch bei Überlandfahrten in den Provinzen Esmeraldas, Orellana, Napo und der Küstengegend in und um die Stadt Esmeraldas sowie bei Besuchen der Stadt Santo Domingo ist wegen des gestiegenen Risikos von Überfällen erhöhte Vorsicht geboten. Das Auswärtige Amt empfiehlt, vor einer Reise in diese Gebiete die aktuelle Sicherheitslage abzuklären.

Beliebte Maschen von Kriminellen sind Kreditkartenbetrug, Ablenkungsmanöver aller Art (Achtung vor vorgetäuschten Pannen), Raub nach Verabreichung von bewusstseinsmindernder Drogen (Das eigene Getränk sollte man stets im Auge behalten), sowie Überfälle durch falsche Taxifahrer. Generell gilt: Nur gelbe Taxis mit orangefarbenem Nummernschild und Registriernummer des Wagens an der Seite sind autorisierte Taxis.

Im Notfall erreicht man die Polizei rund um die Uhr unter der Rufnummer 911.

Aktuelle Sicherheitshinweise bietet das Auswärtige Amt. Für Reisende aus Österreich und der Schweiz bietet das BMEIA bzw. das EDA die aktuellsten Informationen.

Naturkatastrophen und Vulkanische Aktivität:

Ecuador liegt in einer Erdbebenzone und hat mehrere aktive Vulkane. Am 16.04.2016 gab es ein schweres Erdbeben in der Küstenregion zwischen Esmeraldas und Manta, das mehr als 663 Todesopfer forderte. Insbesondere diese Region ist immer wieder von Nachbeben betroffen. Aber auch der Vulkan Cotopaxi, der Vulkan Tungurahua sowie der Vulkan Reventador stehen unter ständiger Beobachtung. Reisende sollten sich daher stets zeitnah über die aktuelle Lage in den betroffenen Regionen informieren. Zum Beispiel auf der Internetseite des Instituto Geofísico – Escuela Politécnica Nacional.

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Transport

Flugzeug:

Um in Ecuador von A nach B zu kommen, ist das Flugzeug ein gern gesehenes Transportmittel. Die wichtigsten Flughäfen sind Quito, Guayaquil, Cuenca, Coca, Manta, Ambato, Esmeraldas und Latacunga.

TAME (EQ) ist Ecuadors nationale Fluggesellschaft. Sie verkehrt regelmäßig zwischen Quito und Guayaquil sowie zwischen Quito und Tena.

LAN Perú (LP) bietet Inlandflüge von Quito und Guayaquil nach Galápagos, ebenso wie von Quito nach Guayaquil und von Quito und Guayaquil nach Cuenca, Hauptstadt der Provinz Azuay.

LAN Ecuador (XL) verbindet per Direktflug täglich Quito mit Guayaquil und LAN Airlines (LA) verbindet Quito mit Manta.

Zusätzlich fliegen diverse, kleinere Fluggesellschaften die Küste sowie die östlichen Regionen von Ecuador an.

Füge auf die Galápagosinseln:

Von Quito und Guayaquil gibt es tägliche Flugverbindungen zur der Insel Baltra, die zum Galápagos-Archipel gehört.

Flughafen in die Stadt:

Vom internationalen Flughafen Quito (UIO), etwa acht Kilometer nördlich der Stadt, fahren Busse und Taxis in das Stadtzentrum. Der Flughafen Guayaquil (GYE) hingegen liegt fünf Kilometer von der Innenstadt entfernt und bietet sowohl Busse, als auch Taxis in die Stadt.

Straßennetz:

Ecuador verfügt über ein ordentliches Straßennetz, wobei die Straßenbedingungen allerdings oft nicht zumutbar sind. Risse und Schlaglöcher sind keine Seltenheit. Viele Straßen haben unter Überschwemmungen oder Erdbeben gelitten und wurden nur zum Teil renoviert. Gut asphaltierte Straßen gibt es hingegen zwischen Quito und Guayaquil sowie zwischen Quito und Latacunga, Riobamba und Ambato.

Bei der Wahl des Verkehrsmittels sollte allerdings berücksichtigt werden, dass Ecuador eine sehr hohe Unfallrate aufweist. Häufig werden grundlegende Sicherheitsvorkehrungen kaum oder gar nicht eingehalten.

Bus:

Quito und Guayaquil bieten ein gutes Netz von Linienbussen und Minibussen mit einheitlichen Fahrpreisen.

Wie in vielen Städten Südamerikas stellen Überlandbusse oft die beste Option für Fortbewegung zwischen zwei Städten dar. Gerade auf den Asphaltstraßen sind die Busverbindungen oft gut und für südamerikanische Verhältnisse sogar recht zuverlässig. Es lohnt sich, auf einigen Hauptstrecken wie zwischen Quito und anderen größeren Städten des Landes einen Sitzplatz zu reservieren, um nicht leer auszugehen. Die Busse starten in Quito von zwei Busbahnhöfen: Carcelén im Norden und Quitumbe im Süden.

Allerdings ist zu beachten, dass insbesondere Busse sehr häufig in schwere Unfälle verwickelt sind. Daher sollten besonders Fahrten in der Nacht vermieden werden.

Zug:

In Ecuador sollen alte Zugstrecken nach und nach wieder aktiviert werden. Bisher funktionieren die Teilstrecken Quito – Latacunga, Riobamba – Urbina, Riobamba – Colta, Alausi – Sibambe, Ibarra – Salinas, Duran – Bucay und El Tambo – Coyoctor.

Berühmt-berüchtigt ist die Verbindung entlang der atemberaubenden Teufelsnase (Nariz del Diablo) von Alausí nach Sibambe, wo der runderneuerte Zug auf einer atemberaubenden Strecke in Serpentinen durch die Berge und an tiefen Schluchten entlang fährt. Der historische Zug Tren Crucero (www.trenecuador.com) verbindet Quito in vier Tagen Fahrt mit Guayaquil. Doch es gibt auch andere Zugverbindungen wie zwischen El Tambo und Baños del Inca, zwischen Ibarra und Salinas oder zwischen Riobamba und Urbina.

Taxi:

Taxifahren ist in Ecuador preisgünstig, vor allem wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist. Vor allem in den größeren Städten wird zumindest tagsüber ein Taximeter benutzt. Nachts gilt es den Fahrpreis im Vorhinein mit dem Fahrer auszuhandeln.

Mietwagen:

Es ist möglich Ecuador mit dem Mietwagen zu erkunden. Einen Mietwagen ausleihen kann man bei den internationale Mietwagenfirmen wie Avis und Sunny Cars.

Schiffe:

Nur sehr wenige Kreuzfahrtschiffe steuern Guayaquil an, die Stadt mit dem bedeutendste Hafen von Ecuador. Außerdem verfügen auch Puerto Bolivar, Esmeraldas und Manta über strategisch wichtige Häfen. Weiter im Amazonasgebiet gibt es mehrere befahrbare Flüsse, oft jedoch nur mit einem Einbaum. Schiffe zu den Galapagosinseln vom Festland aus gibt es hingegen kaum, die meisten Reisenden fliegen auf das Insel-Archipel und schippern mit dort ankernden Schiffen zwischen den Inseln umher.

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Religion

Gemäß einer Volkszählung im Jahr 2012 definieren sich 83 % der Bevölkerung als katholisch, 10 % als evangelisch und 5 % als Atheisten. Darüber zählten sich andere Befragte zu den Zeugen Jehovas (1 %), zu den Mormonen (0,4 %), dem Buddhismus (0,3 %) und der Spiritismus (0,1 %).

Die katholische Kirche Ecuadors gilt als eine der konservativsten Konfessionen Lateinamerikas und hat besonders in ländlichen Gebieten großen Einfluss auf die Bevölkerung.

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Gesundheit

Medizinische Versorgung:

Die medizinische Versorgung in den größeren Städten wie Quito und Guayaquil ist mit Europa vergleichbar. Im ländlichen Ecuador hingegen, ist die Versorgung oft nicht ausreichend – sowohl aus medizinischer, hygienischer als aus technischer Sicht.

Impfungen:

Das Auswärtige Amt empfiehlt für Reisen nach Ecuador einen Impfschutz gegen Tetanus, Hepatitis A, Diphtherie, bei längeren Aufenthalten (mehr als 4 Wochen und/oder besonderer Exposition) auch einen Impfschutz gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut. Sind Reisen in Provinzen der Amazonasregion (Morona, Orellana, Pastaza, Napo, Zamora und Sucumbíos) oder in andere Gebiete im Osten der Anden geplant, wird auch eine Impfung gegen Gelbfieber empfohlen. In Quito, Guayaquil und auf den Galapagos-Inseln besteht kein Gelbfieberrisiko. Allerdings wurde in der Vergangenheit die Gelbfieberimpfung zum Teil auch schon vor der Weiterreise nach Ecuador von Fluggesellschaften in Nachbarländern kontrolliert.

Höhenkrankheit:

Besonders in den ersten Tagen nach der Ankunft in Quito kann es aufgrund der Höhe von 2.800 Metern und dem damit verbundenen geringen Sauerstoffgehalt zu verschiedenen Ausprägungen der Höhenkrankheit kommen. Vor allem wird untrainierten Bergsteigern empfohlen, sich vor der Gipfelbesteigung einige Tage zu akklimatisieren. Auch ist vor der Reise nach Ecuador eine sachkundige Beratung zu empfehlen.

Denguefieber:

Denguefieber ist in Ecuador endemisch und wird von einer Mückenart übertragen, die vor allem tagaktiv ist. Vereinzelt treten im Krankheitsverlauf schwere Gesundheitsschäden, auch mit Todesfolge auf. In den Provinzen Guayas, Loja und Esmeraldas sind Dengue-Ausbrüche beschrieben.

Malaria:

Malaria stellt immer noch ein gesundheitliches Problem in Ecuador dar, vor allem in ländlichen Regionen, die tiefer als 1.500 m liegen. Für die Übertragung ist nachtaktive Anopheles-Mücke verantwortlich. Bleibt Malaria unbehandelt, kann sie bei nicht-immunen Europäern auch tödlich verlaufen. Vorsicht: Malaria kann auch Wochen und sogar Monate nach dem Mückenstich ausbrechen, weshalb man bei Fieber auch nach der Rückkehr aus Ecuador einen Arzt aufsuchen sollte.

Je nach Reiseroute sind Malariaprophylaxe zu empfehlen. Hier sollte man sich rechtzeitig vor der Reise nach Ecuador von einem erfahrenen Tropen- oder Reisemediziner beraten lassen.

Zika Virus:

In einigen Regionen von Ecuador wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet. Diese stellt nur eine Gefahr für ungeborene Kinder dar, weshalb sich besonders Schwangere und Frauen, die schwanger werden wollen, vor Stichen schützen sollten. Klinisch verläuft diese ähnlich wie Dengue-Fieber, allerdings gibt es weder eine Impfung, noch eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie. Nähere Informationen gibt das Auswärtige Amt.

HIV/AIDS:

Es besteht das Risiko einer lebensgefährlichen Infizierung mit HIV/AIDS bei sexuellen Kontakten sowie bei Drogengebrauch.

Leitungswasser:

Leitungswasser in Ecuador sollte man nicht trinken. Besser man trinkt Wasser aus Flaschen oder desinfiziert und kocht das Wasser ab. Auch zum Zähneputzen und Geschirrspülen empfiehlt sich Trinkwasser. Nahrungsmittel sollten stets geschält, gekocht und desinfiziert werden.

Für aktuelle Gesundheitshinweise und spezielle Informationen zu Impfungen und medikamentösen Vorbereitungen, empfiehlt sich die Seite des Robert-Koch-Instituts. 

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Essen & Trinken

So abwechslungsreich wie das Land ist auch die Küche Ecuadors. So hat jede Region ihre eigenen Spezialitäten, mal mit spanischen, indigenen oder auch afrikanischen Einflüssen.

Cuy picante – Gegrilltes Meerschweinchen:

Das wohl berühmteste Gericht der ecuadorianischen Anden ist Cuy. Dabei handelt es sich um gegrilltes Meerschweinchen, eine echte Spezialität, deren Ursprung bis in die Inka-Zeit zurückgeht. Gute Orte, um gegrillte Meerschweinchen zu essen sind Cuenca, Loja und Ambato.

Fritada – Frittiertes Schweinefleisch:

Noch eine Spezialität der Anden ist Fritada. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um Frittiertes, nämlich Schweinefleisch, welches meist mit Llapingachos (aus Kartoffeln), Choclo (einer Maisart) und Avocado serviert wird.

Mais – Eine Grundzutat:

A propos Mais: Besonders im Hochland der Anden von Ecuador ist Mais die Basis für fast jedes Gericht. Ob gekocht, geröstet, als Maismehl oder Popcorn.

Ceviche – Frisch aus dem Meer:

Vor allem aus den Küsten ist ein Gericht nicht wegzudenken: Ceviche. Das sind Meeresfrüchte wie Muscheln, Krabben, Tintenfischringe oder Fisch, der in Zitronensaft mit Zwiebeln und Kräutern mariniert wird. Ceviche wird traditionell kalt und zusammen mit Popcorn serviert.

Suppen – von Brühe bis Eintopf

Im Hochland erfreuen sich Suppen aller Art großer Beliebtheit: von Caldos (Brühe), über Sopas (dickere Brühe mit diversen Zutaten), bis hin zu Locros (cremige Suppe). Aber auch Eintöpfe kommen auf den Teller: von Sancochos (Simplem Eintopf) bis Secos (Eintopf mit Reis). Ebenfalls beliebt ist Locro de papa, eine Kartoffelsuppe mit Käse und Avocado.

Yuca und Piranhas – Oriente auf der Zunge:

Die Gerichte aus Oriente sind so gut wie nur vor Ort zu finden. Viel gearbeitet wird in der Küche des Regenwaldes mit Yuca (Maniok) und Kochbananen. Auch das Pan de Yucca, ein Brot aus dem Mehl der Yuca-Wurzel (Maniok) ist überall zu finden. Oft werden Fische wie Tilapia (Barsch) oder Carachama (Wels) serviert. Piranhas sind bei den Einheimischen sehr beliebt, das Fischen von Piranhas jedoch seit ein paar Jahren per Gesetz verboten. Ferner kommt das Fleisch von Schildkröten, Gürteltieren und Affen auf dem Teller.

Chicha – das Indiogetränk

Für europäische Gaumen sehr gewöhnungsbedürftig ist Chicha, ein fermentiertes Getränk, das in den Anden aus Mais und im Amazonasgebiet aus Yucca (Maniok) hergestellt wird. Dabei kann der Alkoholgehalt je nach Dauer der Fermentation stark variieren. Früher wurde Chica im Regenwald von Ecuador traditionell von Frauen hergestellt, die das Yuca kauten und in einen Topf spuckten. Erst durch die Spucke wurde das Yuca fermentiert.

Kaffee – der Exportschlager Ecuadors

Kaffee wird weiterhin im großen Stile angebaut und exportiert. Oft findet man hingegen besonders in ländlichen Gebieten nur Instant-Kaffee vor.

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Auf einen Blick

Ob Trekkingtour im Hochland der Anden, Expedition in den Regenwald oder historische und kulturelle Entdeckungstour in Quito und Co.: Ecuador hat für jeden Reisenden etwas zu bieten.

Quito:

Quito ist die Hauptstadt von Ecuador und gilt als eine der schönsten Hauptstädte Südamerikas. Kein Wunder also, dass sie die Liste der Ecuador Sehenswürdigkeiten unter anderem anführt. Sie ist lediglich 22 Kilometer vom Äquator entfernt. Direkt an den Hängen des Vulkans Pichincha mit seinen Zwillingsgipfeln Ruca und Guagua gelegen, schmückt den alten Stadtkern mit seinen engen Gassen sehr vielfältige Architektur wie alte Kirchen und liebevoll restaurierte Häuser. Mittelpunkt des historischen Zentrums ist die Plaza Major mit der Kathedrale, dem Rathaus, dem Bischofspalast und dem Regierungsgebäude. Auch das San-Francisco-Nonnenkloster und die prunkvolle Jesuitenkirche La Compañia sind einen Besuch wert. Im Jahr 1979 wurde Quito aufgrund seiner Fülle an kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Cotopaxi National Park:

Ein Besuch des Cotopaxi Nationalpark lohnt sich sowohl zum Wandern und Reiten, als auch zum Trekking und Bergsteigen auf dem 5.897 Meter hohen Vulkan Cotopaxi – dem höchsten aktiven Vulkan der Erde. Ob eine Gipfelbesteigung gerade erlaubt ist, sollte man zuvor bei den Behörden erfragen.

Galápagosinseln:

Ein Abstecher zu den Galápagosinseln ist für viele ein absoluter Traum und die Nummer eins unter den Ecuador Sehenswürdigkeiten. Das felsige Insel-Archipel liegt etwa 1.000 km westlich des Festlandes von Ecuador und ist vor allem für seinen Nationalpark und das Meeresschutzgebiet der Inseln bekannt, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Die Inselgruppe ist seit Charles Darwins wissenschaftlicher Reise im 19. Jahrhundert als Heimat urzeitlicher Tier- und Pflanzenarten bekannt und steht bereits seit 1959 unter Naturschutz.

Berühmt sind die Galápagosinseln für eine ungewöhnliche Artenvielfalt. So gibt es neben der traumhaften Unterwasserwelt auch Leguane, Riesenschildkröten, Echsen und Galápagospinguine zu bestaunen. Letztere sind die am nördlichsten lebenden Pinguine der Welt. Denn dank des kalten Humboldtstromes können sie selbst in Äquatornähe überleben.

Río Napo & Provinz Napo:

Die Provinz Napo liegt im Oriente genannten Anteil Ecuadors am Amazonastiefland und trägt den Namen des Flusses Napo, einem wichtigen Zufluss zum Amazonas.

Vor allen Dingen im Yasuní-Nationalpark und dem Antisana-Naturreservat gewinnt der Ökotourismus im Regenwald in den letzten 15 Jahren zunehmend an Bedeutung.   

Parque Nacional Yasuní:

Der Yasuni Nationalpark liegt etwa 250 km von Quito entfernt zwischen den Flüssen Napo und Curaray in den Provinzen Napo und Pastaza. Zum UNESCO Biosphärenreservat gehört der gleichnamige Fluss Yasuní, ein Nebenfluss des Rio Napo. Mit u.a. 2.274 Baum- und Buscharten sowie 593 Vogelarten konzentriert sich hier die höchste Dichte an Säugetier-, Amphibien-, Vogel- und Pflanzenarten im ganzen Amazonasgebiet. Auch leben im Yasuni Nationalpark verschiedene indigene Gruppen weitgehend isoliert von der restlichen Welt. Durch die Interessen von Holz- und Ölkonzernen gab es in den letzten Jahren immer wieder Konflikte zwischen Naturschützern, Menschenrechtlern und staatlichen Behörden.

Teufelsnase & Tren Ecuador:

Die Strecke von Alausi nach Sibambe ist die wohl bekannteste Zugverbindung der nationalen Bahngesellschaft Ferrocarriles del Ecuador. Hier befindet sich die sogenannte Teufelsnase (Nariz del Diablo), an welcher der Zug auf einer spektakulären Strecke durch die Berge und an steilen Hängen vorbei fährt. Wegen witterungsbedingter oder technischer Schwierigkeiten sollte man sich vor Reiseantritt genauestens informieren, ob der Zug auch fährt. Leider ist es mittlerweile nicht mehr erlaubt, ungesichert auf dem Dach des Zuges zu sitzen.

Cuenca:

Die Kolonial- und Weltkulturstadt Cuenca wurde 1577 auf den Ruinen der Inkastadt Tomebamba erbaut und ist die drittgrößte Stadt Ecuadors. Neben dem Blumenmarkt und den Todos Santos-Ruinen lohnt sich auch ein Besuch des Hauptplatzes mit der alten und neuen Kathedrale. Auch andere Andenstädte wie Chota und Tulcán sind einen Besuch wert.

Otavalo:

Otavalo ist vor allem für eines berühmt: seinen großen Kunsthandwerkermarkt, der als größter im Andenraum gilt. Aber auch ein Abstecher zum 3000 Meter hoch gelegenen Kratersee-Lagune Cuicocha lohnt sich.

Guayaquil:

Guayaquil ist sowohl die größte Stadt in Ecuador, als auch Wirtschaftszentrum und Haupthafen. Neben Regierungspalast und Rathaus lohnt sich ein Besuch der Gartenpromenade Paseo de las Colonias, der Kirche Santo Domingo, der alten Festung La Planchada, sowie des Viertels Las Peñas.

Papallacta:

Die Stadt Papallacta liegt auf einer Höhe von 3300 Metern und ist bekannt für ihr Thermalbad.

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Reisekosten

Ecuador ist ein vergleichsweise günstiges Reiseland. Während man als Backpacker etwa 10 bis 20 Euro pro Tag ausgibt, sollte der durchschnittliche Individualreisender mit Ausgaben von ca. 25 bis 35 Euro pro Tag rechnen. So kostet ein Bier 1,50 Euro, eine Coca-Cola 0,50 Euro, ein Bund Bananen 0,30 Euro und ein Mittagessen oft nur zwischen 2,00 Euro und 4,00 Euro.

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Internet

Auch wenn die Internetverbindung oftmals nicht schnell ist, verfügen die meisten Hostels und Hotels in Ecuador heute über WLAN. Internetcafés gibt es auch in den kleinsten Dörfern. Alternativ kann man sein eigenes Smartphone benutzen in Ecuador und Galapagos.

SIM-Karte und mobiles Internet in Ecuador:
Eine lokale SIM Karte mit Guthaben und Datenvolumen erhält man vor Ort bei diversen Anbietern wie Claro und Movistar schon ab wenigen Dollar.

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Literatur

Der Lonely Planet Reiseführer Ecuador & Galápagosinseln bietet alle notwendigen Informationen für eine Reise nach Ecuador kompakt zusammengestellt. Besonders für alle, die zum ersten Mal nach Südamerika reisen, sei der Reise Know-How KulturSchock Ecuador empfohlen. 

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  1. Wow, da bleiben keine Fragen offen 🙂 Wirklich ein illustrativer und umfangreicher Guide! Gefällt mir sehr!

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