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  • Beirut
  • BEY
  • Visum bei Ankunft
  • Arabisch
  • März - Mai bzw. Oktober
  • € 1,00 = 156.35 LRD

Bürgerkrieg, Syrien, Palästina, Terroranschläge – Gut, der Libanon mag auf den ersten Blick nicht nach dem typischen Reiseland klingen. Doch die Dinge haben sich geändert. Der Libanon ist modern, er ist weltoffen und er ist divers. Das einzige, was geblieben ist, ist die Nähe zu den kritischen Ländern Syrien und Israel bzw. Palästina, die eine wirkliche, touristische Entwicklung des Landes zu einer wahren Herausforderung macht. Dennoch verbirgt sich hinter dem Libanon ein Reiseland, das wahrlich alles hat: Schneebedeckte Berge, das glitzernde Mittelmeer, historische Stätten, coole Bars und Clubs und traditionelle Restaurants und Imbisse, die schon so lange existieren, dass sie selbst ganze Geschichtsbücher über ihr Land schreiben könnten.

Es ist ein Land, das mit Freundlichkeit und Nettigkeit strotzt. Ein Land, das jeden Reisenden mit offenen Armen begrüßt. Ein Land, das sich ärgert, wenn man als Reisender nur fünf Tage bleibt oder sich gar den Winter als Reisezeit ausgesucht hat. Es ist außerdem ein Land, das ganz dringend Touristen braucht, die ein Bild nach Außen tragen, das die negativen Nachrichten mit positiven Nachrichten ablösen. Die über die Menschen, die Kultur, die vielen Sehenswürdigkeiten und das unkomplizierte Reisen berichten – nicht umsonst, nennt man Beirut auch das Paris des Ostens. Eine kleine Reiseoase, eingekästelt in Ländern, die das Reisen zwar schwierig, aber nicht unmöglich machen.

Ankunft

Mit dem Flugzeug:

Wer mit dem Flugzeug in den Libanon reist, der wird in der Hauptstadt Beirut landen, denn der Rafic Hariri Flughafen ist der einzige im Land, der von internationalen und nationalen Airlines, sowie der landeseigenen Airline Middle East Airlines, angeflogen wird. Direktflüge gibt es zum Beispiel ab Berlin oder München mit Germania oder ab Frankfurt am Main mit Lufthansa. Alternativ fliegen Alitalia, Aeroflot, Pegasus, Etihad, KLM, Aegean und viele andere Fluggesellschaft von Deutschland aus in den Libanon. Die Flugzeit ab Berlin beträgt ca. 4 Stunden. Für Reisende aus der Schweiz und aus Österreich bieten sich Flüge mit Pegasus Airlines oder Aegean Airlines an.

Mit der Fähre:

Beirut ist mit Abstand die größte Hafenstadt im Libanon. Hier kommen auch die Fähren aus Zypern und der Türkei an. Wer also nach Libanon mit dem Schiff anreisen möchte, der muss 12 Stunden einplanen. Das Ticket kann über Louis Cruises gebucht werden.

Visum

Die Einreise in den Libanon funktioniert nur mit einem gültigen Reisepass. Bei der Einreise erhalten Staatsbürger der EU und der Schweiz ein Visum für einen Monat, dieses ist kostenlos. Achtung: Im Reisepass darf keine Einreisebestätigung aus Israel sein. Sollte dies der Fall sein, dann wird die Einreise in den Libanon verweigert.

Über die Einreisebestimmungen für andere Nationalitäten gibt das libanesische Konsulat im jeweiligen Heimatland Auskunft.

Libanon-Sehenswuerdigkeiten-Mittelmeer-Kueste

Sprache

Wie wird im Libanon gesprochen? Die Amtssprache im Libanon ist libanesisches Arabisch. Dieser Dialekt ist dem in Syrien und Palästina sehr ähnlich. In den Zeitungen und im Fernsehen wird jedoch meist Hocharabisch gesprochen. Dennoch hat sich Französisch mittlerweile als Verkehrs- und Elitesprache eingebürgert, denn mittlerweile sind ca. 40% der Libanesen frankophon. Auch Englisch ist gerade bei den jungen Libanesen weit verbreitet und so kommt man als Tourist im Libanon sehr gut durch das Land. Neben den Hauptstraßen hört man ab und zu auch Armenisch (Westarmenisch), Kurdisch und Aramäisch – diese Sprachen werden von den Minderheiten im Land gesprochen.

Hallo – مرحبا  marhaba

Tschüss – باي  bye

Wie geht’s? – Keef halak?

Ja – na’a

Nein – la

Danke – shuqran

Bitte – afwan

Wasserpfeife – narghile

Libanon-Sehenswuerdigkeiten-Markt

Beste Reisezeit

Der Libanon ist durch seine doch recht kleine Größe ein Land der vier Jahreszeiten. Während sich an der Corniche in Beirut gesonnt wird, kann in den Bergen des Libanon an der Skipraxis geübt werden.

Die beste Reisezeit für den Libanon sind die Monate März bis April, aber auch der Oktober ist ein guter Reisemonat für den Libanon. Dann ist das Wetter in Libanon angenehm und beständig. Wer sich nach viel Schnee und einer interessanten Winterurlaub-Destination sehnt, der sollte den Libanon im Winter sehen. Dann sind die Berge voll Skifahrer und Snowboarder und die Resorts und Châléts prall gefüllt. Nicht umsonst, steht gerade der Schnee auf der Liste der Libanon Sehenswürdigkeiten ganz weit oben.

Währung

Welche Währung hat Libanon? Die Währung im Libanon ist der Libanesische Pfund, dennoch werden die Preise fast überall in amerikanischen Dollar angeben. Beide Währungen werden gleichmäßig akzeptiert.

Kreditkarten:

In den modernen Restaurants und Einkaufsläden kann direkt mit der Kreditkarte gezahlt werden.

Geldautomaten:

Geldautomaten gibt es im Libanon an fast jeder Ecke. Hier kann ganz einfach mit der Visa- oder Masterkarte Geld abgehoben werden.

EC-Karte:

Die Gebühren für Abhebungen mit der EC-Karte im Libanon sind sehr hoch. Dennoch kann man in einigen Restaurants und Einkaufsläden einfach mit der EC-Karte bezahlen.

Geldwechsel:

Wechselstuben befinden sich am Flughafen und auch in Beirut. Die sicherste Variante ist jedoch immernoch, das Geld direkt am Geldautomaten abzuheben. Hier ist der Kurs aktuell und es fallen kleine bis keine Gebühren an.

Libanon-Sehenswuerdigkeiten-Batrun

Unterkunft

Im Libanon gibt es eine Menge Hotels und Guesthouses. Gerade in Beirut gibt es große, internationale Hotels, wie das Mövenpick, Le Gray oder das geschichtsträchtige Phoenicia Hotel. Über die Website L’Hôte Libanais kann man sich außerdem Zimmer in Gästehäusern mieten, die von libanesischen Familien betrieben werden. Eine gute Möglichkeit, um mehr über das Land und seine Leute herauszufinden.

Sicherheit

*AKTUELLES (Stand: Dezember 2017)*: In Libanon kommt es wie in weiteren Ländern zu Demonstrationen und Protesten im Zusammenhang mit der Erklärung der US-amerikanischen Regierung vom 6. Dezember 2017 zum Status von Jerusalem. Gewalttätige Ausschreitungen können dabei nicht ausgeschlossen werden. Reisende werden gebeten, die lokalen und internationalen Medien zu verfolgen, Menschenansammlungen weiträumig zu meiden und den Anweisungen von lokalen Sicherheitskräften Folge zu leisten.

Der Libanon ist durch seine Nähe zu Syrien und Israel, sowie der Bürgerkrieg-Vergangenheit, ein Land, das zunächst als unsicher und wenig bereisbar eingestuft werden mag. Auch das Auswärtige Amt rät davon ab, allein durch das Land zu reisen, sich einen Mietwagen zu mieten oder gar in ein einheimisches Taxi zu steigen. Doch dies zu pauschalisieren würde ein wunderschönes und vor allem interessantes Reiseland zu einer touristischen Sackgasse machen. Hier gilt: Vor jeder Reise in den Libanon sollte man sich online über die momentane Lage und Spannungen im Land informieren.

Wer die Bekaa-Ebene und den Norden des Libanon, also Tripoli, sowie den Süden nahe der israelischen Grenze bereisen möchte, der sollte auf den Hauptstraßen bleiben und kleine Hintergassen oder gar Inlandsrouten vermeiden. Auch der Besuch von einem der palästinensischen Flüchtlingslager, sowie den stark islamischen Vororten von Beirut ist am sichersten in Begleitung von einem Libanesen.

Im Libanon herrscht eine große Präsenz an Sicherheitskräften. An den großen Hauptstraßen befinden sich häufig Militärstützpunkte, die alle Autos anhalten und sich kurz einen Eindruck vom Autofahrer und seiner Gesellschaft machen. Gerade in Beirut sind die meisten offiziellen Gebäude durch Soldaten geschützt.

Aktuelle Sicherheitshinweise bietet das Auswärtige Amt. Für Reisende aus Österreich und der Schweiz bietet das BMEIA bzw. das EDA die aktuellsten Informationen.

Libanon-Sehenswuerdigkeiten-Krieg-Haus

Transport

Mit dem Minibus:

Durch ganz Beirut fahren Minibusse, die mit Nummern versehen sind. Leider erfährt man als Tourist selten, welche Destination oder Libanon Sehenswürdigkeiten sich hinter der Nummer verbirgt. Einzige Möglichkeit: Einsteigen und schauen, wo der Bus hinfährt bzw. kurz vorher die gewünschte Destination in den Bus rufen und schauen, wie die Reaktionen sind. Tipp zur Bezahlung: Wer sich für einen Minibus entschieden hat, der sollte einfach schauen, wie viel die anderen Fahrgäste beim Aussteigen zahlen. So vermeidet man unnötig hohe Summen, die ausschließlich für Touristen berechnet werden. Teilweise wird das Geld jedoch direkt am Anfang oder zwischendrin eingesammelt. Auch hier heißt es: Lieber nicht mehr geben, als mein Nachbar.

Mit dem Bus:

Es gibt ebenfalls Busse im Libanon, die Überlandrouten abdecken. Bis heute existiert allerdings kein wirklicher Plan, geschweige denn eine Karte mit dem gesamten Streckennetz. Hier heißt es: Fragen, schauen und hoffen. Die gängigen Busunternehmen im Libanon sind die Lebanese Commuting Company (LCC) und OCFTC. In Beirut gibt es drei Busstationen, von denen Busse unter anderem zu den Libanon Sehenswürdigkeiten im Süden und im Norden des Landes fahren: Von der Charles Helou Busstation und von Dowra fahren die meisten Busse in den Norden an und von der Cola Intersection aus fahren die Busse in den Süden des Landes. Die Charles Helou Busstation befindet sich versteckt zwischen dem Hafen und Gemmayzeh und kann zu Fuß am besten über die Saifi Urban Gardens erreicht werden. Dowra ist nicht nur der Name der Bushaltestelle, sondern auch des großen Kreisverkehrs, an der sie sich befindet. Tickets gibt es direkt am Busbahnhof. Das zuverlässigste Busunternehmen ist Connexion.

Mit dem Mietwagen:

Wer denkt, der Verkehr in Südostasien hat es in sich, der hat noch nicht versucht, in Beirut Auto zu fahren. Mit dem Mietwagen durch das Land zu fahren ist natürlich die angenehmste Variante und, durch die Größe des Landes, ist man auch schnell an den sehenswerten Orten. Allerdings ist es eine wahre Kunst mit den libanesischen Autofahrern mitzuhalten. Es wird gehupt, es wird schlichtweg auf Kreuzungen gefahren, aus dreispurigen Straßen werden sechsspurige Straßen und Ampeln braucht sowieso keiner. Manchmal hilft es, einfach mitzuhupen oder die arabische Musik im Radio besonders laut zu stellen. Einen Mietwagen kann man sich auch relativ spontan bei Avis oder Sixt mieten.

Mit dem Taxi:

Taxis gibt es im Libanon ohne Ende. Gerade in der Hauptstadt Beirut wird man bei einem Spaziergang durch die Stadt von allen Seiten angehupt. Hier gibt es Sammeltaxis (“service taxis”), die auf einer Fahrt bis zu fünf Personen mitnehmen oder aber individuelle Taxen, die man dann als Fahrgast für sich alleine hat. Die meisten Taxen haben keinen Taxameter, Sammeltaxis haben Festpreise, die aber nicht ersichtlich sind und von Fahrer zu Fahrer unterschiedlich sind. Mit dem Taxi kann man ebenfalls Touren durch das Land buchen. Schnell schlagen die Taxifahrer Touren zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten vor. Eine gute und sichere Alternative für Fahrten in Beirut sind die Apps Uber oder Careem, mit denen sich ein Taxi leicht und schnell bestellen lässt und der Preis schon vorher per App festgelegt wird.

Libanon-Sehenswuerdigkeiten-Harissa-Kirche

Religion

Die Mehrheit der Libanesen ist mit ca. 59,7 % muslimisch. Diese Gruppe teilt sich fast gleichmäßig in sunnitische und schiitische Muslime. Dennoch wird an der Präsenz von Kirchen in Beirut und den anderen größeren Städten klar, dass es im Libanon auch eine große Gruppe an Christen gibt. Vor Jahren noch machten die Christen die Mehrheit im Libanon aus, mittlerweile ist die Zahl auf etwa 39 % gesunken.

Außerdem gibt es Drusen, protestantische Christen, armenisch-katholische Christen, rum-orthodoxe Christen, melkitische Christen, griechisch-katholische Christen, sowie Juden die in Minderheiten im Libanon leben.

Libanon-Sehenswuerdigkeiten-Batrun-Statue

Gesundheit

Die Gesundheitsversorgung im Libanon ist sehr gut ausgebaut. Gerade die Krankenhäuser in Beirut verfügen über moderne Geräte und englischsprachige Ärzte. Auch Apotheken sind in den größeren Städten im Libanon sehr gut ausgestattet.

Besondere Impfungen benötigt man für eine Reise in den Libanon nicht. Eine gut ausgestattete Reiseapotheke ist aber immer eine gute Idee.

Für aktuelle Gesundheitshinweise und spezielle Informationen zu Impfungen und medikamentösen Vorbereitungen, empfiehlt sich die Seite des Robert-Koch-Instituts.

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Essen & Trinken

Wer während einer Reise durch den Libanon Hunger verspürt, der hat eindeutig etwas falsch gemacht. Die libanesische Küche ist vielfältig, frisch und vor allem lecker. Von vegetarischen Gerichten, über kebabähnlichen Sandwiches bis hin zu den vielen Beilagen, aus denen hier gewählt wird. Gegessen werden übrigens meist kleinere Portionen, aber dafür viele Gerichte auf einmal, die dann mit allen anderen am Tisch geteilt werden.

Libanesisches Brot

Libanesisches Brot ähnelt dem in Deutschland bekannten Pita-Brot und ist aus der libanesischen Küche nicht wegzudenken. Es ist relativ trocken, flach und besitzt wenig Geschmack – genau richtig, um es in die vielen geschmackvollen Dips und Gerichte zu tunken. Gemacht wird es aus Wasser, Mehl und Olivenöl. In Restaurants und Hotels bekommt man häufig einen ganzen Stapel an Brot zum Essen dazu. Dann werden die runden, flachen Fladen zu Dreiecken gefaltet und entweder lose in einem Korb oder im Plastikbeutel auf den Tisch gelegt.

Falafel

Falafel ist eines der libanesischen Nationalgerichte. Die frittierten Bällchen werden zumeist aus Kichererbsen oder pürierten Bohnen, sowie Gewürzen und Kräutern gemacht. Im Libanon werden die Falafelbällchen à la minute gemacht. Das heißt, dass die meisten Imbissstände einen riesigen Bottich zum Frittieren haben und dort, je nach Bestellungen, die frisch geformten Bällchen hineinwerfen. Drei Falafelbällchen landen dann auf dem typisch libanesischen Brot und werden, zusammen mit Tomaten, Radieschen, sauer eingelegtem Rettich, Petersilie, Sesamsauce und Hummus (Kichererbsenbrei mit Tahini) serviert. Lecker, leicht und vegetarisch. Tipp: In Beirut sollte man unbedingt die Falafel-Sandwiches bei M. Sahyoun probieren. Sahyoun gibt es bereits seit 1935 – der heimliche Anführer der Falafel-Läden in Beirut. Ein einfaches Sandwich (“sandwich normal”) kostet 3.500 LBP (ca. 2,20 €).

Fleischgerichte

Ob Shawarma (von einem Fleischspieß dünn abgeschnittenes Hammel- oder Lammfleisch, bzw. mittlerweile auch viele andere Fleischsorten, in Brot mit Gemüse serviert), diverse Fleischspieße oder Kibbe Nayé (zu Brei verarbeitetes Fleischgemisch aus Lamm und Kalb): Auch Fleisch ist in der libanesischen Küche weit verbreitet. Auf Schweinefleisch muss man bei einer Reise in den Libanon aber weitestgehend verzichten.

Salate

Der Libanon ist außerdem ein echtes Salatland. Von Tomatensalat, über Bohnensalat bis hin zum typischen Taboulé – einem Salat aus gehackter Petersilie, Tomaten, Schalotten, Olivenöl und Zitrone. Manchmal wird noch Bulgur untergemischt, doch im Libanon serviert man typischerweise ohne Bulgur.

Libanesisches Frühstück

Das libanesische Frühstück ist ein wahres Festmahl. Es zieht sich meist eine Weile lang hin, wird gemeinsam verspeist und häufig noch mit einer Wasserpfeife zelebriert. Auch hier ist es häufig so, dass viele kleine Gerichte zum Teilen bestellt werden.

Eine kleine Auswahl an typisch libanesischen Speisen, die zum Frühstück gegessen werden:

  • Fatteh: Eine Schale mit warmem Joghurt mit leichtem Knoblauchgeschmack, darauf kommen getoastete Pitabrot-Stückchen, Kichererbsen und Pinienkerne
  • Labneh: Dicker Joghurt mit Olivenöl
  • Za’atar: Ein Mix aus getrockneten Gewürzen (z.B. Thymian, Oregano, Sumak, Sesam, Salz)
  • Oliven, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Petersilie, Koriander
  • Eingelegte Sachen, wie saure Gurken, Rettich, Kohlrabi
  • Shakshuka: Pochierte Eier in Tomatensauce (manchmal noch mit Zucchini und roter Paprika)
  • Manakish: Libanesische Pizza, mit Za’atar oder Käse gefüllter oder belegter Teig
  • Käse, Käse, Käse: Akkawi (weißer Käse, vergleichbar mit Mozzarella), Kashkaval (salziger Käse, etwas krümelig, perfekt für Manakish), Feta, Hallumi (halbfester Käse, am leckersten gebraten/gegrillt) und Nabulsiyeh (halbfester, weißer Käse)
  • Knefe: Eine Süßspeise aus Käse, die im Brot mit Zuckersirup serviert wird
  • Ful Mudammas: Übersetzt heißt Ful Mudammas über dem Feuer gekochte Bohnen. Dieses typisch libanesische Gericht besteht aus dicken Bohnen, Saubohnen oder Fava Bohnen, die, nach dem Kochen, mit Olivenöl übergossen und mit einer Sauce aus Zitrone, Petersilie und fein gehackten Zwiebeln serviert werden.

Libanesische Desserts

Süßspeisen sind aus der libanesischen Küche nicht wegzudenken. Dabei überschneiden sich die Desserts mit denen aus den Nachbarländern. So gibt es beispielsweise Halva, Baklava und süße Cremetorten in fast jeder Bäckerei im Libanon.

Getränke

An jeder Ecke im Libanon riecht es nach leckerem Kaffee. Das liegt an den weit verbreiteten, sehr einfachen Kaffeeautomaten, die es im Libanon in jedem kleinen Kiosk gibt. Für 1000 LBP (ca. 0,60 €) bekommt man einen guten Espresso, der sehr, sehr wach macht.

Ein weiteres Nationalgetränk ist Ayran, gesalzener Trinkjoghurt, aber auch Säfte, wie Granatapfel- oder Orangensaft gibt es fast überall für wenig Geld. Wer sich nach einem Bier am Abend sehnt, der sollte ein Mexican Beer bestellt: Bier mit Zitronensaft und Salzrand.

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Auf einen Blick

Libanon Sehenswürdigkeiten: Beirut & Umgebung

Beirut ist eine Stadt der Kontraste. Die libanesische Hauptstadt schafft es auf der einen Seite, absolut modern und europäisch zu wirken, indem sie große Boutiquen von Armani und Co. baut. Auf der anderen Seite wirkt die Stadt hip und cool, mit Grafitties an den Wänden und Cafés, die auch in Berlin, Paris oder Amsterdam sein könnten. Dann, dazwischen stehen mit Schusslöchern versehene Gebäude – Andenken an die junge Bürgerkriegsvergangenheit des Landes. Gerade die Viertel Hamra, Gemmayze, Mar Mikhael und Ashrafieh sind für Reisende im Libanon ideal: Hier gibt es viele Restaurants, Bars, Einkaufsläden und vor allem Gegensätze, die sich perfekt aneinanderschmiegen.

Auch die Umgebung von Beirut ist ansprechend: Sei es die riesige Statue Lady of Lebanon in Harissa, die große Tropfsteinhöhle in Jeita oder aber die schicken Küstenstädtchen Jounieh und Byblos: In nur wenigen Minuten ist man außerhalb von Beirut und vor den Toren eines Landes, das entdeckt werden möchte. Beirut ist der perfekte Ausgangspunkt für alle, die durch den Libanon reisen möchten.

Libanon-Sehenswuerdigkeiten-Beirut_SkylineLibanon-Sehenswuerdigkeiten-Pigeon-RocksLibanon Sehenswürdigkeiten: Baalbek & Bekaa-Ebene

Die Bekaa-Ebene liegt gerade einmal knapp 90 Kilometer entfernt von Beirut. Sie ist die Hochebene, die zwischen den Gebirgszügen des Libanongebirges und des Anti-Libanon liegt. Sie ist das wichtigste Anbaugebiet des Landes und das Herz der Weinindustrie. In den letzten Jahren ist sie allerdings auch das Zuhause von einem Großteil syrischer Flüchtlinge geworden. Zeltstädte sind also bei der Durchfahrt der Ebene kein seltener Anblick. Dennoch ist die Ebene ein landschaftliches Highlight: Nämlich genau dann, wenn sich die Gebirgskette von Kilometer zu Kilometer ändert, man kleine Dörfer durchfährt und am Horizont Weinberge erblickt. Mitten in der Bekaa-Ebene liegt die Provinzhauptstadt Baalbek und damit eine der wichtigsten Libanon Sehenswürdigkeiten. Das Herz der Ebene und eine der wichtigsten, historischen Stätten im Libanon, ist definitiv einen Besuch wert: Gewaltige Tempelanlagen, Ausgrabungsstätte des Römischen Reichs, Ruinen und gold glänzende Moscheen sind nur einige, der vielen Highlights, die man als Besucher hier in Baalbek erleben kann.

Libanon-Sehenswuerdigkeiten-Baalbek-Bekaa-EbeneLibanon Sehenswürdigkeiten: Tripoli

Hoch im Norden des Libanon liegt die Stadt Tripoli: Ein Wirrwarr aus Verkehrschaos, unglaublichen vielen Menschen und wenig Verkehrszeichen, aber auch eine Stadt mit Charme. Eine Stadt, in der man sich gerne verirrt. Eine Stadt, die so besonders ist, dass man eigentlich nur in einem Café sitzen möchte, um das beschäftigte Treiben auf der Straße zu beobachten. Wer hier herkommt, der kann sich in den Gassen des Souks verirren, die Moschee besuchen oder entlang den Mauern der alten Festung spazieren.

Libanon Sehenswürdigkeiten: Natur im Libanon

Seien es die atemberaubenden Sonnenuntergänge, die man von den Batroun-Höhen aus begutachten kann, die Zedernwälder, die sich am besten in Masser el Chouf im Chouf Gebirge riechen und bestaunen lassen oder die schneebedeckten Berge im Top-Wintersportgebieten des Libanon Mzaar, das nur 42 Kilometer von Beirut entfernt sind: Die Natur im Libanon ist vielfältig, einzigartig und nur einer von vielen Punkten, die zeigen, dass der Libanon unbedingt bereist werden sollte.

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Libanon Sehenswürdigkeiten: Der Süden des Libanon

Auch der Süden des Libanon ist sehenswert: 45 Kilometer südlich von Beirut liegt die Stadt Saida (oder: Sidon). Das Handels- und Regierungszentrum des Südens ist eine entspannte Hafenstadt, die nicht nur ein wunderschönes Wasserschloss (Crusador Sea Castle) besitzt, sondern auch einen einmaligen Palas, den Debbane Palast. Weiter südlich gelegen, befindet sich der Echmoun Tempel Komplex, sowie die Statue “Our Lady of Mantara” in Maghdoucheh. Wer noch weiter in den Süden reist, der wird Strandclubs sehen, die die beste Sicht auf surfbare Wellen bieten. Besonders gut kann man im Libanon übrigens in Jiyyeh surfen. Außerdem sehenswert im Süden des Libanon: Die Stadt Jezzine auf dem Niha Berg, das Hezbollah Museum Mleeta, die Altstadt von Hasbaya, Tyre und die kleine shiitische Stadt Qana. Achtung: Für den Besuch des Grenzgebiets zu Palästina bzw. Israel ist eine bestimmte Erlaubnis einzuholen.

Reisekosten

Reisen im Libanon ist nicht günstig – so viel vorweg. Mittlerweile gibt es zwar günstige Direktverbindungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Beirut, doch sind Restaurants, Hotels und Ausflüge im Libanon recht preisintensiv. Wer sich beim Essen eher an die einfachen, einheimischen Imbisse hält, der zahlt für ein Falafel-Sandwich umgerechnet ca. 2,10 €, für ein Shawarma-Sandwich ca. 3,50 € und für einen Kaffee am Kiosk nicht mehr als 0,30 €. Eine Shisha kostet im Schnitt 9-10 €, ein Essen in einem einfachen Restaurant 15 €. Für eine Tour zu der Jeita-Grotte zahlt man mit dem Taxi etwa 50 USD (ca. 46 €). Im Schnitt zahlt ein Budget-Reisender 35 bis 55 € pro Tag, ein durchschnittlicher Individualreisender ca. 70 bis 95 €.

Libanon-Sehenswuerdigkeiten-Kaffee

Internet

Internet im Libanon ist absolut kein Problem. Viele Restaurants und die meisten Hotels bieten WLAN an, das schnell und zuverlässig ist.

SIM-Karte und mobiles Internet im Libanon

Es gibt zwei Hauptanbieter für Sim-Karten im Libanon: MTC und Alpha. Beide Anbieter verfügen über ähnliche Angebote. Ein von Reisenden gern genommenes Angebot ist der MTC Touch Deal, bei dem es beispielsweise 3GB an Daten für 49 USD gibt.

Literatur

Einen kompletten, gedruckten Reiseführer vom Libanon gibt es bisher nicht mit aktuellen Informationen. Für den groben Überblick empfiehlt sich der Reiseführer “Syrien Libanon” vom Nelles Verlag.

Mittlerweile gibt es jedoch sehr informative und vor allem schön designte Reiseführer über Beirut und Libanon Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel “Beyroutes – A Guide to Beirut”, aus dem Archis Verlag, ein von jungen, libanesischen Autoren verfasster, sehr detaillierter Guide für die libanesische Hauptstadt Beirut. Außerdem sehr aufschlussreich ist “Beirut, a Guide to the City – Beirut Revealed” von Darya Press.

Wer sich schon vor der Reise auf die vielfältige, libanesische Küche einstellen möchte, der sollte sich unbedingt das Kochbuch des libanesischen Starkochs Kamal Mouzawak “Lebanese Home Cooking” kaufen. Tipp: Der Koch hat in Beirut eine Art Bauernküche, namens Tawlet, eröffnet. Hier kochen wöchentlich andere Bauern aus der Region ihr Lieblingsessen. Mittags gibt es dann ein riesiges Buffet, bei dem man sich durch die lokalen Gerichte probieren kann.

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  1. Der Libanon ist ein wunderschönes, interessantes Land, kulturell vielfältig, mit freundlichen netten Menschen.
    Als Reiseland ist Libanon eher unbekannt. Die Sicherheit nimmt dort aber zu, da immer mehr Clans nach Deutschland einwandern.

    Diese machen sich in Bremen, Essen, Duisburg, Mühlheim, Dortmund, und Berlin breit. In Kreuzberg, Wedding und Neukölln wird ihre Zahl auf ca. 1000 Angehörige geschätzt.
    Z. B. in Neukölln, rund um den S-Bahnhof Hermannstraße ist ein Libanesen-Revier. Hier leben sie nach eigenen archaischen Gesetzen, verbreiten Angst und Schrecken. Die Männer handeln mit Raubgut und Drogen, stechen Konkurrenten nieder, betreiben Shisha – Bars und Hinterhofbordelle. Ermittelt wird gegen diese Clans wegen Erpressung, Raub, Körperverletzung, Diebstahl, Totschlag, Hehlerei, Nötigung, Betäubungsmittelhandel, Vergewaltigung, Mordversuch, Sozial- und Versicherungsbetrug, Steuerhinterziehung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

    Momentan – und solange der Syrienkrieg nicht vorbei ist – ist es besser, sich aus Berichten und Reportagen ein Bild vom Libanon zu machen. Deshalb sind Reiseberichte wie dieser so wertvoll. Danke.
    Sollte man trotzdem dahin reisen wollen, sollten die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes unbedingt beachtet werden. Hier wird aktuell (Stand: 17.09.17) vor Reisen dringend gewarnt und von vielen Gebieten ganz abgeraten.

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