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  • Dakar
  • AIBD
  • Visum bei Ankunft
  • Französisch, Wolof, u.a.
  • November - Mai
  • € 1,00 = 655.96 XAF

Der Senegal ist bunt. Der Senegal ist laut. Der Senegal ist chaotisch. Er ist authentisch, einzigartig und nahezu unbereist. Das westafrikanische Land ist das Zuhause des berühmten Sängers Youssou N’Dour, der jedoch bei weitem nicht der Einzige ist, der das Land zum Singen und zum Tanzen bringt. Ohnehin sind die Menschen so lebendig, dass es kaum eine Minute ohne lebensfrohe Musik und heitere Gespräche gibt. Beides tun sie so laut und inbrünstig, so voller Leben, dass man gern fließend Wolof mitsprechen und -singen würde.

Wer in den Senegal reist, der kann aber auch leicht überfordert sein und vielleicht sogar an seine Grenzen gehen; der wird aber auch erkennen, dass dieses 196.722 Quadratkilometer große Land eine Menge zu bieten hat, und dass der Senegal auf wundersame Weise einfach und komisch zugleich sein kann. So sehr, dass man sich schnell fragt, wieso viele in der westlichen Welt eigentlich ein dickes Auto brauchen, wenn es der alte Peugeot 505 mit seiner leicht abgeplatzten Farbe und den ausgebeulten Einzelteilen doch auch noch tut. Man wird sich fragen, wieso man sich zuhause nicht mit zehn anderen Personen ein Taxi teilt, wenn es doch gehen würde und wie es sein kann, dass auch im größten Nirgendwo des Senegals plötzlich ein Bus auftaucht. Der Senegal ist ein Land, das Geheimnisse birgt und lüftet, das einen zweifeln und verzweifeln lässt, aber auch mal vor Lachen weinen lässt. Es ist ein Land, das bereist werden muss, um verstanden zu werden.

Ankunft

Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Ile-de-Goree-Mann

Flüge:

Der neue internationale Flughafen Aéroport International Blaise Diagne, der erst im Dezember 2017 eröffnet hat, wird von zahlreichen internationalen Airlines und afrikanischen Fluggesellschaften angeflogen. TAP Portugal beispielsweise bietet eine gute Verbindung ab Deutschland über Lissabon nach Dakar an.

Von der Schweiz aus fliegen außerdem Air France über Paris nach Dakar. Von Österreich betreibt TAP Portugal die beste Verbindung ab Wien über Lissabon nach Dakar. Alternative fliegen auch Turkish Airlines und Iberia nach Dakar.

Zug:

Die letzte bestehende internationale Zugverbindung führte von Bamako in Mali nach Dakar im Senegal. Sie wurde jedoch im Jahr 2015 eingestellt. Die Anreise mit dem Zug in den Senegal ist daher derzeit nicht möglich.

Bus:

Eine Anreise mit dem Bus nach Dakar ist von mehreren Städten aus möglich. Die Busnetz im Senegal ist jedoch nicht wirklich ausgebaut. So gibt es lediglich zwei internationale Verbindungen nach Dakar: ab Bamako (Mali) oder ab Banjul (Gambia). Informationen zu den Abfahrtszeiten gibt es an den jeweiligen Busbahnhöfen. 

Fähre:

Der Hafen von Dakar ist einer der größten in Westafrika. Ihm wird in der Schifffahrt eine dementsprechend große Bedeutung zugemessen. Wer die Anreise mit dem Flugzeug scheut, dem sei ein Schiff in den Senegal empfohlen. Es gibt eine wöchentlich verkehrende Fährverbindung zwischen Hamburg und Dakar mit Grimaldi Lines. Auf deren großen Containerschiffen ist pro Strecke Platz für maximal zwölf Passagiere. Folglich sollte man sich früh um ein Ticket kümmern. Die Fahrt nach Dakar dauert in etwa zehn Tage und kostet im Schnitt 550 Euro pro Person mit Zustieg ab Antwerpen in Belgien.Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Kind-Yoff

Visum

Für die Einreise in den Senegal wird im Voraus kein Visum benötigt. Die Einreiseerlaubnis erhalten Reisende direkt bei der Ankunft am Flughafen von Dakar. Notwenig ist dafür ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist.

Über die Einreisebestimmungen für andere Nationalitäten gibt das senegalesische Konsulat im jeweiligen Heimatland Auskunft.

Sprache

Die Amtssprache im Senegal ist Französisch. Geläufig ist auch eine Vielzahl lokaler Sprachen und Dialekte, darunter Wolof, die Sprache der Wolof aus dem nördlichen Zweig der westatlantischen Sprachfamilie, einer Untergruppe der Niger-Kongo-Sprachen. Des Weiteren gibt es Serer, Mandinko, Diola und weitere Stammesprachen. Da der Senegal zu 94% muslimisch ist (siehe Religion), ist auch Arabisch weit verbreitet.

Beste Reisezeit

Der Senegal kann das ganze Jahr über bereist werden. Nichtsdestotrotz ist der senegalesische Sommer und die damit verbundene Hitze sicherlich nicht für jedermann. Empfehlenswert sind daher die etwas kühleren Monate von November bis Mai.

Währung

Die Währung im Senegal ist der CFA-Franc BCEAO. Der sogenannte Franc de la Communauté Financière d’Afrique ist vielmehr die Währung der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA), also von Benin, Burkina Faso, der Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo. Wer also eine Reise durch mehrere dieser westafrikanischen Länder plant, kann von dem Vorteil einer gemeinsamen Währung profitieren. 

Kreditkarten:

Internationale Kreditkarten wie Mastercard, Visa und American Express sind im Senegal rar. Sie werden nur in den wirklich modernen und gut angeschlossenen Hotels und Restaurants akzeptiert. Für Aufenthalte im Saloum-Delta zum Beispiel gilt es, genügend Bargeld mitzubringen, denn weder gibt es hier Geldautomaten oder ATM, noch werden Kreditkarten akzeptiert. 

Geldautomaten:

In den großen Städten gibt es oft an Tankstellen Geldautomaten und ATM. Meist kann man hier auch mit internationalen Kreditkarten wie Mastercard und Visa Geld abheben – also ausschließlich CFA-Franc. Die meisten Geldautomaten sind überwacht und befinden sich in einem separaten Raum.

EC-Karte:

In einigen größeren Supermärkten (wie z.B. in Casinos und Shopping Malls) kann mit der gängigen EC-Karte bezahlt werden.

Geldwechsel:

Geld wechseln kann und sollte man direkt am Flughafen. Tipp: Wer am Ende noch ein wenig Bargeld von der Reise übrig hat, der kann es am Flughafen in Dakar gebührenfrei und bis auf die letzte Münze zurück tauschen.

Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Yoff-Dakar

Unterkunft

Unterkünfte im Senegal sind gerade im Vergleich zu anderen westafrikanischen Ländern verhältnismäßig teuer. Gerade für Aufenthalte in Dakar kann man locker mit 50 Euro für eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück rechnen. Neben Hotels finden sich auch sogenannte hébergements und auberges in den Gebieten, die touristisch erschlossen sind. Dazu gehört zum Beispiel die gesamte Region entlang der Petite Côte. Dabei handelt es sich um oft recht einfache Pensionen in meist traditionellen afrikanischen Hütten.

Eine Besonderheit bezüglich der Unterkunft ist die Region am Sine-Saloum-Delta. Hierbei handelt es sich um ein weitläufiges Delta mit einer Vielzahl verstreuter Inseln. Dementsprechend rar und damit teuer sind die Unterkünfte. Nichtsdestotrotz kann man hier wunderbar Urlaub machen. Meistens bewohnt man in den großflächigen Hotelanlagen kleine Hütten. Oft wird man mit Vollpension verwöhnt, da es weit und breit keine Möglichkeit gibt, anderweitig Nahrungsmittel zu kaufen. Das wiederum hat hohe Übernachtungspreise zur Folge, da es für die Besitzer der Hotels und Maison d’Hôtes eine echte Herausforderung darstellt, den Einkauf zu erledigen. So kostet ein Unterkunft im Saloum-Delta inklusive Vollpension für zwei Personen rund 80 Euro pro Nacht.

Homestays im Senegal, also die Übernachtung bei einer senegalesischen Gastfamilie im Eigenheim, haben sich bisher noch nicht wirklich durchgesetzt. Nichtsdestotrotz gibt es in der Stadt Mbour bereits eine erste Adresse. Hier laden Papa Mody und seine Familie Gäste aus aller Welt dazu ein, für einen kurzen Moment Teil der Familie zu werden.

Sicherheit

Grundsätzlich ist der Senegal ein sicheres Reiseland. Einzig die Grenzen zu den Nachbarländern Mali und Mauretanien sollten laut Angeben des Auswärtigen Amts aufgrund momentaner Unruhen und Terrorgefahr gemieden werden.

Bis vor Kurzem wurde von Reisen in den südlichen Teil des Landes, in die Casamance abgeraten, einer Region, die sich entlang des gleichnamigen Flusses im Süden Senegals zwischen Gambia und Guinea-Bissau erstreckt. Grund dafür war, dass einige Landesteile in der Hand von Rebellen der MFDC waren. Mittlerweile jedoch soll sich die Situation jedoch gebessert haben. Dennoch sollten Reisen in dieses Gebiet mit Vorsicht genossen werden. Weiterführende Informationen bietet die Website des Auswärtigen Amts.

Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Lac-Rose-Dakar

Als Tourist im Senegal und vor allem in der Hauptstadt Dakar sollte man stets auf seine Wertgegenstände achten. Gerade in engen Gassen der überfüllten Märkte sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen. Gerade Taschen und Rucksäcke, die am Rücken getragen werden, werden hier gerne geöffnet. Daher ist es zu empfehlen, Kameras, Smartphones und andere Wertgegenstände direkt am Körper zu tragen und stets im Auge zu behalten.

Transport

Öffentliche Verkehrsmittel

Nur die Oberschicht in und um die Hauptstadt Dakar besitzt im Senegal ein Auto. Fast das ganze Land ist also auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.
Öffentliche Verkehrsmittel im Senegal sind eine wahre Herausforderung und bedeuten vor allem eines: langes Warten. Doch mit ein bisschen Geduld und Aufmerksamkeit ist das System dann doch recht schnell zu durchschauen. 

Flug:

Lediglich drei Städte werden im Senegal von kommerziellen Fluggesellschaften angeflogen: Cap Skirring und Ziguinchor in der Casamance im Süden des Landes, sowie Dakar. Allerdings verkehrt momentan keine Airline innerhalb des Senegals.

Bus:

Busse im Senegal lassen sich in drei Unterkategorien aufteilen: DDD-Stadtbusse, Car Rapides und Busse, die eben innerhalb des Landes verkehren.Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Transport-Senegal-Car-de-Brousse DDD steht für Dakar Dem Dikk, was übersetzt soviel heißt wie Dakar hin und zurück. Dabei handelt es sich um den Namen der ganz normalen Stadtbusse, die mit 25 Linien die Hauptrouten der senegalesischen Hauptstadt Dakar bedienen. Die Endstation ist entweder Palais de Justice am südlichsten Zipfel der Halbinsel oder Leclerc, das sich wiederum am südlichen Ende des Hafens von Dakar befindet.

Die Tickets für den Bus kosten 150, 175 oder 200 CFA. Das einzige Problem an Busfahren in Dakar ist jedoch, dass man Toubab, als Tourist, das Bussystem nur selten durchschaut. Auch verhindert der meist sehr heftige Verkehr der Hauptstadt pünktliche Abfahrtszeiten, was das Busfahren schnell zu einer echten Bewährungsprobe werden lässt.

Die Car Rapides sind die knallbunten und eigens bemalten, alten Busse der Marke Mercedes oder Saviem. Sie bedienen all jene Routen, die die DDD nicht im Netz haben. Die Busse werden meist bis auf die letzte frei Ecke mit Passagieren besetzt. Zusteigende Passagiere werden dabei gleich von einem Mann abkassiert, der die gesamte Fahrt über meist recht leger am hinteren Teil des Busses hängt und lauthals die Destinationen ausruft. Als Toubab sind diese jedoch oft schwer zu verstehen. Doch es gibt eine Eselsbrücke. So bedienen die meisten Car Rapides die Gegend im Nordwesten Dakars, sprich die Stadtteile Yoff, Ngor, Les Almadies und Les Mamelles. Die Busse starten am Terminal in der Avenue André Peytavin oder an der Shell-Tankstelle am Hafen. Tickets kosten zwischen 50 und 160 CFA (ca. 0,08 – 0,25 Euro).

Die größeren Überlandbusse im Senegal starten von den noch geschäftigeren Busbahnhöfen. In Dakar ist das “La Gare Pikine” und in den anderen Großstädten meist der “Gare Routière”. Dabei lässt sich von Außen nur selten erkennen, wo die einzelnen Busse hinfahren. Gerade als Tourist jedoch, wird einem meist schnell geholfen, denn an jedem Bahnhof gibt es jemanden, der indirekt für die Koordination der Passagiere zuständig ist. Hier gilt es also, sich rumzufragen und einfach die gewünschte Destination zu nennen. Oft ist es nur eine Frage von Minuten, bis man dem richtigen Bus zugewiesen wird. Feste Abfahrtszeiten gibt es jedoch nicht wirklich.

Meistens sind Busse günstiger, als die anderen Verkehrsmittel. So kostet zum Beispiel eine Fahrt von Dakar nach M’Bour nur 2000 CFA (ca. 3 Euro). Achtung: Die Busse im Senegal sind in die Jahre gekommen. Meist wurden im Gang zwischen den Reihen noch noch ein Hocker oder Klappsitze montiert, sodass fünf Passagiere nebeneinander sitzen. Zwischendurch springen ab und an Händler in den Bus, die alles von Clementinen über eiskaltes Wasser bis hin zu Zahnbürsten und USB-Ladegeräten verkaufen. Das Gepäck wird entweder direkt auf den Schoss platziert, über den Sitzen verstaut oder aber auf dem Dach des Busses festgezurrt.

Beim Busfahren im Senegal wird es meist heiß im Bus, sehr heiß. Nichtsdestotrotz wird die Fahrt aber mit Sicherheit ein besonderes Erlebnis. Travellers Archive hat das Busfahren im Senegal ausprobiert – zum Beispiel auf der Strecke von Dakar nach Mbour an der Petite Côte.

Zug:

Es gibt nur eine einzige Zugverbindung im Senegal. Diese führt von Dakar in die zwei Stunden entfernte Stadt Thiès. Tickets für diese Route kosten im klimatisierten Wagon 1250 CFA (ca. 1,90 Euro) und im nicht-klimatisierten Wagon 500 CFA (ca. 0,76 Euro). Der Zug fährt täglich um 17:15 Uhr ab Dakar und um 06:55 Uhr ab Thiès.

Taxi und Sept Places:

Taxis sind im Senegal schwarz gelb und fast an jeder Ecke zu finden. Gerade in Dakar kann man kaum ein paar Meter laufen, ohne angehupt zu werden. Taxi fahren im Senegal ist nicht wirklich günstig, zumindest, wenn man darauf besteht, alleine ein Taxi zu nehmen. Feste Preise gibt es nicht, aber es kann und soll verhandelt werden. So kostet eine Fahrt innerhalb Dakars im Schnitt 1500-2000 CFA (ca. 2,30 Euro – 3 Euro), für längere Strecken kann man auch mal 3000 CFA (ca. 4,50 Euro)  zahlen. Verhandelt wird immer durch das Fenster des Beifahrers.

Tipp: Ein nettes “Bonjour” oder “Salam Aleikum” kann einen schnell weiterbringen. Wer einen Tagesausflug plant, für den kann sich das Mieten eines Taxis lohnen. Ein Tagesausflug mit dem Taxi ab Dakar zum Lac Rose kostet beispielsweise 30.000 CFA (ca. 46 Euro).Senegal-Sehenswuerdigkeiten-DakarDie günstigere Alternative zu Taxis und die (fast) angenehmere Variante zum Bus sind die Sept-Places bzw. Buschtaxis oder Taxi brousse. Dabei handelt es sich um meist unglaublich alte umgebaute Peugeots 505, die genau Platz für sieben Personen bieten. Sie verkehren meist auf den Hauptrouten, wie zum Beispiel von Dakar nach Mbour, von Niossman nach Dakar oder von Dakar nach Saly. Auch hier gibt es keine festen Abfahrtszeiten, sondern nur eine Devise: Das Auto fährt los, wenn alle Plätze belegt sind. Das heißt, wenn sich keine sieben Passagiere finden, dann kann hier auch schon einmal ein paar Stunden gewartet werden.

Übrigens: Kinder zählen nicht als Passagier und werden beliebig auf dem Schoss aller anderen Passagiere verteilt. Wer zusätzlich Gepäck dabei hat, zahl pro Gepäckstück im Schnitt 500 CFA (ca. 0,76 Euro).

Mietwagen:

Mietwagen sind im Senegal unglaublich teuer und auch nicht zu empfehlen. Schon alleine deshalb, weil Verkehrsregeln oft kaum beachtet werden.

Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Transport-Senegal-Sept-Places

Religion

Die große Mehrheit der Senegalesen ist muslimisch, nämlich ganze 94%. Dazu gibt es einige Animisten und wenige Christen. Moscheen gibt es im Senegal an fast jeder Ecke und auch das bekannte Freitagsgebet erfreut sich hier reger Beliebtheit. Tipp: Gerade am Freitag sind die Straßen in Dakar leerer und damit angenehmer zu erleben als sonst.

Gesundheit

Wie in vielen anderen Entwicklungsländern und Ländern in Westafrika, ist auch für den Senegal eine gründliche gesundheitliche Vorbereitung vor Antritt der Reise wichtig. Grundsätzlich gilt: Das Trinkwasser kann nicht getrunken werden und auch bei Nahrungsmitteln sollte auf alles verzichtet werden, was nicht gekocht, geschält oder gegrillt ist.

Weiterhin werden für Reisen in den Senegal die Standardimpfungen empfohlen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Polio
  • Masern-Mumps-Röteln (MMR)
  • Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria

Ein großes Thema im Senegal ist Malaria. Europäische Ärzte empfehlen, dass sich alle Reisenden für Reisen in den Senegal mit Malaria-Stand-by-Mittel eindecken. Das heißt, dass Mittel, wie zum Beispiel Lariam oder Malarone, im Reisegepäck für den Notfall immer vorhanden sein sollten. Malaria tritt zumeist in der Regenzeit (zwischen Mai und November) auf. Dazwischen ist es jedoch weiterhin wichtig, freie Körperstellen mit DEET-haltigen Moskitospray einzusprühen, sowie darauf zu achten, dass die Betten mit einem Moskitonetz versehen sind und sich möglichst keine Moskitos im Zimmer befinden.

Für aktuelle Gesundheitshinweise und spezielle Informationen zu Impfungen und medikamentösen Vorbereitungen empfiehlt sich die Seite des Robert-Koch-Instituts.

Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Gare-Routiere-Restaurant

Essen & Trinken

Das Essen im Senegal ist noch stark von der Kolonialzeit und damit von den Franzosen beeinflusst. Das hat zur Folge, dass unterschiedliche Kombinationen aus Fisch oder Fleisch mit Pommes nicht selten sind. Nichtsdestotrotz besitzt der Senegal auch Nationalgerichte, die sich unabhängig von den Franzosen weiterhin durchgesetzt haben. Da der Senegal zu 94% muslimisch ist, wird selten bis hin zu nie Schweinefleisch serviert. Bier und Wein gibt es aber dennoch zuhauf.

Thiebou-dienne

Kein Senegal-Urlaub wird vergehen, ohne nicht mindestens einmal Thiebou-dienne gegessen zu haben. Das Gericht ist einfach, aber so voller Geschmack, dass es sich nur schwer in Worte fassen lässt. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um Reis mit Fisch und variablem Gemüse. Traditionell wird für Thiebou-dienne auf einen großen Teller eine Menge gewürzter Reis ausgebreitet, worauf dann der Fisch gelegt wird. Dazwischen befinden sich alle möglichen Beilagen von Auberginen über gebratene Zucchini bis hin zu gekochten Kartoffeln.Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Theboudienne-Senegal-Cuisine

Maffé und Poulet Yassa

Fleisch ist im Senegal ein absolutes Luxusgut. Dennoch gibt es zwei Fleischgerichte, die bei großen Familienfeiern nicht fehlen dürfen: Maffé, Rindfleisch oder Hühnchen in Erdnusssauce, und Poulet Yassa, Hühnchen mariniert in Zitronensaft.

Fisch, Fisch, Fisch

Fisch ist der Hauptbestandteil der senegalesischen Küche. Kein Wunder, liegt das Land doch direkt am Meer und somit an der Quelle von allen erdenklichem See-Getier. In den meisten Restaurants wird der Capitaine (Flussbarsch), Tiof (Meerbrasse), Lotte (Rochen), Espadon (Schwertfisch) oder Barrakuda serviert.

Säfte

Früchte gibt es im Senegal saisonal. Mal sind es Wassermelonen, mal Clementinen, mal etwas ganz anderes. Was es jedoch immer gibt sind Hibiskus und Ingwer. Kein Wunder also, dass gerade Bissap Saft, also Hibiskussaft zum heimlichen Nationalgetränk aufgestiegen ist.

Senegalesischer Tee

Wer im Senegal Tee bestellt, der muss viel Zeit mitbringen. Denn hier wird das Teetrinken so sehr zelebriert, dabei auch mal gleich mehrere Stunden vorübergehen können. Der Schwarztee im Senegal wird sehr süß und mit einer Menge Schaum serviert. 

Auf einen Blick

Der Senegal: Gelegen in Westafrika, angrenzend an Gambia und ganz in der Nähe von Guinea-Bissau. Das Land stellt ein durchwegs interessantes Reiseziel dar, ob für einen entspannten Urlaub am Meer oder eine gehörige Portion Abenteuer.

Senegal Sehenswürdigkeiten: Dakar

Die Hauptstadt des Senegals ist Dakar, eine Metropole, die als eine der entwickeltsten Städte in Westafrika gilt. Auch für die meisten Senegalesen ist es ein lang gehegter Traum, einmal in der Hauptstadt zu leben. Wieso das so ist? Ganz einfach, in Dakar ist immer was los.

Die Stadt ist aufgeteilt in mehrere Viertel, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein erster Anhaltspunkt ist das Herz der Stadt, der Place de l’Indépendance. Da es hier jedoch nicht viel zu entdecken gibt, führt einen ein Spaziergang schnell weiter in die beschäftigten Straßen des Sandaga Markts. Von hier aus ist es auch nicht weit bis zum Hafen, von dem aus täglich Fähren auf die ehemalige Sklaveninsel Île de Gorée fahren.

Außerdem sehenswert ist der älteste Stadtteil Dakars, das Plateau-Viertel. Hier stehen nicht nur alte Gebäude, man findet auch einige nette kleine Boutiquen. Stark im Kommen ist gerade der gesamte Bereich rund um das Viertel Les Almadies, wo sich der westlichste Punkt Afrikas befindet. Und bei Europäern besonders beliebt ist Ngor mit seinen netten Strandbars und Surfcafés.

Feiern geht man in Dakar am beste im Stadtteil Medina, wo sich die meisten angesagten Clubs befinden. Allerdings gilt dieses Viertel als nicht sonderlich sicher. Sehenswert ist außerdem der Stadtteil Les Mamelles, wo das monumentale Denkmal der Afrikanischen Unabhängigkeit steht, das die ganze Stadt überragt – übrigens ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang entlang der Corniche. Die Küstenstraße blüht gerade im Sonnenuntergang auf. Dann treffen sich hier die Sportler von Dakar zum gemeinsamen Joggen, Fußballspielen am Strand oder auf einem der vielen Open-Air-Sportplätze direkt am Wasser.

Wer genug vom Trubel der Großstadt hat, der kann recht einfach Tagesausflüge ab Dakar machen: Ob auf die Gefängnisinsel Île de Gorée, in den Osten zum rosafarbenen Lac Rose, hinüber auf die Surfinsel Île de Ngor, ins Viertel Yoff zum Surfen oder aber in das traditionelle Örtchen Rufisque – Dakar ist der perfekte Ausgangspunkt für kleinere und größere Ausflüge im Senegal. Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Surfing-Senegal

Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Lac-RoseSenegal Sehenswürdigkeiten: Saint Louis im Norden

Wer Interesse an der Geschichte des Landes hat, sollte in den Norden fahren und die Stadt Saint Louis auf sich wirken lassen. Die ehemalige Hauptstadt von Französisch-Westafrika ist heute ein echter Ort der Ruhe. Hier findet man einsame Sandstrände, Kolonialgeschichte und intakte Natur. Sehenswert ist von hier aus auch der Senegal Fluss, der sich elegant mit dem Schiff bereisen lässt, sowie die beiden Nationalparks Langue de Barbarie und Djoudji.

Senegal Sehenswürdigkeiten: Thiès, Touba und Tivaouane im Zentrum

Das Zentrum des Senegals bilden die beiden Städtchen Touba und Tivaouane, in denen sich die beiden islamischen Bruderschaften Mouriden und Tijaniden heimisch fühlen. Ausgangspunkt für Reisen in die beiden Orte ist der Verkehrsknotenpunkt Thiès, der etwa, je nach Verkehr, 90 Minuten von Dakar entfernt ist. Thiès ist die zweitgrößte Stadt des Landes und mit ihren 240.000 Einwohnern ein wichtiger Industrie- und Wirtschaftsstandort. Touba wiederum ist die heilige Stadt der Mouriden. Hier herrschen strenge Regeln: kein Alkohol, ordentliche Kleidung und keine Zigaretten. Auch ein Kopftuch wird hier gern gesehen. Tivaouane ist die heilige Stadt der Tijaniden und damit das Zentrum für die Festlichkeiten zum Geburtstag des Propheten Mohammeds, die jährlich unter dem Namen Moulod-Fest hier stattfinden. Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Kiosk

Senegal Sehenswürdigkeiten: Petite Côte mit Mbour und Sally an der Küste

Die Petite Côte befindet sich zwischen Toubab-Dialaw und Joal-Fadiouth. Der Küstenabschnitt ist das touristische Zentrum des Senegals. Das heißt, es ist eben genau der Ort, an dem Pauschaltouristen Urlaub machen. Wer einfach nur am Strand liegen möchte, der kann das hier wunderbar tun.

Die gesamte Küste lebte früher einmal hauptsächlich vom Fischfang. Auch heute noch ist der Fischmarkt Mbour ein echtes Wahrzeichen. Geld wird heute besonders in den Hauptorten Mbour und Sally Portudal gemacht – zumeist jedoch in den Hotels. Daneben ist auch die berühmte Muschelinsel, Île de Joal, ein beliebter Ort für Touristen. Hier befindet sich das nette Örtchen Fadiouth. Neben dieser Muschelinsel befinden sich daneben noch zwei weitere Inseln: Eine, auf der sich ein christlicher Friedhof befindet und eine, die als Speicherinsel genutzt wird. Sally Portudal ist außerdem einer der Ausgangspunkte für Reisen in den Nationalpark Niokolo Koba, in dem Besucher auf Safaris gehen können.Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Mbour-Pirogen

Senegal Sehenswürdigkeiten: Das Sine Saloum Delta

Das Sine Saloum Delta ist der Ruhepol des Senegals. Das Mündungsgebiet des Sine Saloum ist von etlichen Inseln und Wasserarmen durchsetzt. Der gesamte Nationalpark umfasst etwa 40 Prozent des insgesamt 180.000 Hektar großen Mündungsdeltas. Hier kann man ganz wunderbar Urlaub machen. Man wohnt zumeist in kleinen Hütten, wird durch Vollpension verwöhnt und kann mit kleinen Kanus, mit Kayaks oder aber auf traditionellen, bunten Pirogen über das Wasser schippern. Auch Angeln im Sine Saloum Delta sehr beliebt. Alle Infos rund um Anreise und Unterkunft gibt’s im ausführlichen Reisebericht über Sine Saloum Senegal auf dem Travellers Archive.

Senegal Sehenswürdigkeiten: Die Casamance im Süden

Unterhalb des Nachbarlands Gambia befindet sich die Casamance, ein fruchtbarer Landstrich, der nach dem gleichnamigen 320 Kilometer langen Fluss benannt ist. Besonders an der Casamance ist ihre Vegetation. Während der Rest des Landes eher trocken erscheint, ist es hier feucht und fast schon tropisch. Von der Hauptstadt der Region, Ziguinchor, aus bieten sich Ausflüge zu den traditionellen Diola-Dörfern an. Außerdem kann man hier wunderbar flanieren, denn es gibt Alleen, Handelshäuser und ein Kolonialcharakter, der fast schon einmalig ist.
Die Casamance wird unterteilt in drei Teile: Basse Casamance, Haute Casamance und Moyenne Casamance. In der gesamten Region schläft man am besten in den “campements villageois”, einfache aber traditionelle Unterkünfte. Alle Infos darüber gibt es im “Office de Campements Rurals Integrées” in Ziguinchor.

Reisekosten

Entgegen aller Vermutungen ist der Senegal bei Weitem kein günstiges Reiseland. Gerade Dakar ist aufgrund der hohen Expat-Rate (hier leben allein 40.000 Expats) im Vergleich zu den anderen Gegenden im Senegal und in ganz Westafrika sehr teuer.

Internet

Das Internet ist im Senegal noch nicht wirklich verbreitet. Wlan gibt es selten und wenn, dann funktioniert es selbst in den besseren Hotels nur langsam bis gar nicht.

SIM-Karten und Internet im Senegal

Relativ einfach jedoch lässt sich im Senegal eine Sim-Karte vom Anbieter kaufen. Entweder erledigt man dies direkt nach der Ankunft am Flughafen in Dakar oder im Zentrum der senegalesischen Hauptstadt. Ein guter Anlaufpunkt ist der Stand des Telekommunikationsanbieters Orange im Supermarkt Casino in der Nähe des Place de l’Indépendance.

Die SIM-Karte kostet lediglich 1000 CFA (ca. 1,52 Euro). Für zehn Tage im Land reichen 2 GB an Daten aus. Diese kosten ebenfalls bei Orange 5000 CFA (ca. 7,62 Euro). Wichtig: Für die Ausstellung einer SIM-Karte wird der Reisepass benötigt.

Literatur

Für deutschsprachige Reisende empfiehlt sich der Senegal-Reiseführer, der von Thomas Baur im Verlag Reise Know-How erschienen. Hier wird der Senegal mit Gambia und Guinea-Bissau kombiniert. Die Informationen sind äußerst detailliert und aktuell. Alternativ ist auch der Lonely Planet “West Africa” hilfreich.

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  1. Erika Dietiker Dioum

    Guten morgen Liebes Team
    Mit Interesse habe ich Ihren Beitrag über Senegal im Traveller Archive gelesen. Ich muss Ihnen ein Kompliment machen, wie nahe Sie an der Realität beschrieben haben.
    Zu meiner Person, ich lebe in der Schweiz und betreibe seit 26 Jahren ein eigenes Humanitäres Projekt an der Petit Côte, in einem Fischerdorf.
    Falls Sie Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüssen
    Erika Dietiker Dioum

    • Hallo Erika! Vielen Dank für deinen netten Kommentar. Wir freuen uns sehr, dass unsere Reiseführer eben genau so ankommen, wie sie ankommen sollen – nämlich nah am Land dran, denn darauf legen wir großen Wert. Das Projekt klingt super interessant. Vielleicht könnten wir ja mal ein Interview führen? Viele Grüße, Anne

  2. Ganz toller Blog! Der Senegal ist dank eures ausführlichen Berichts und der tollen Bilder gaaaaanz weit nach oben auf meiner Reisewunsch Liste gewandert 🙂 Klingt nach einem anstrengenden aber magischen Land 🙂

    Lieben Gruß,
    Franzi

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