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Dakar, Senegal

Dakar ist das pulsierende Herz des Landes, die unafrikanischste Stadt Westafrikas und der Ort, an dem Träume wahr werden. Die senegalesische Hauptstadt hat viele Namen. Namen, die die Stadt als etwas ganz großes bezeichnen. Für viele Einheimische, die in den restlichen Teilen des Landes leben, ist Dakar der Sehnsuchtsort, an dem sie gerne irgendwann einmal leben möchten – es ist ihr Traum.

Für so manchen Besucher des Senegal mag Dakar jedoch erst einmal ein kleiner Schock sein: Es herrscht Chaos, Verkehr und Hitze. Die Luft drückt und man hat das Gefühl, die Abgase würden sich durch sämtliche Poren der Haut schieben. Die Bordsteine sind gefüllt mit Verkäufern, die Nescafé-Pulver mit heißem Wasser verdünnen, die Früchte verkaufen oder passend zum alltäglichen Dauersonnenschein Sonnenbrillen unter das Volk bringen wollen. Dakar ist bunt, laut und eine echte Herausforderung für Reisende, die hier ihr großes Senegal-Abenteuer beginnen.

Das Transportsystem in Dakar, auch wenn es manchmal wie ein riesengroßes Wirrwarr wirkt, ist jedoch gut ausgebaut. So gut, dass es einfach ist, Dakar für einen kurzen Moment zu verlassen und die Lautstärke gegen das Plätschern von Wasser oder einen anderen Ruhepol einzutauschen.

Tagesausflug von Dakar Individuell zum Lac Rose – dem rosa See

Nur knapp 50 Kilometer von Dakar entfernt, liegt er, der Lac Rose, der auch rosafarbener See oder auch Retba-See genannt wird. Etliche Reiseveranstalter bieten gerade von Dakar aus überteuerte Ausflüge zum Lac Rose an. Dabei geht das viel einfacher mit dem Taxi, ganz individuell und in aller afrikanischer Ruhe.Tagesausflug-von-Dakar-Rosa-See-PirogeFrüh am Morgen sind die Straßen von Dakar schon dicht befahren. Wer sich dann an den Straßenrand stellt, der wird Zeuge des Hupkonzerts der vorbeirauschenden schwarz-gelben Taxis. Die meisten sind schon gut in die Jahre gekommen. Ihre Fenster sind immer herunter gekurbelt, am Spiegel baumelt die Misbaha, eine Gebetskette. Meist bleiben die Autos beim Anblick von Passanten sofort stehen. Mit fragendem Blick beugen sich die Taxifahrer dann nach vorn. Sie reden kaum, wenn, dann nur beim Verhandeln des Preises. „Bonjour, comment allez-vous?“ oder „Salam aleikum“ sind gute Anfänge für einen ordentlichen Verhandlungsmarathon mit den Taxifahrern in Dakar. Nach einem zehnminütigen Hin und Her, ein paar vorgetäuschten Ablehnungen und etlichen Malen des Abwinkens, steht der Preis dann meist fest: Ein individueller Tagesausflug zum Lac Rose ab Dakar kostet 30.000 CFA. Das sind umgerechnet 45 Euro. Eine Summe, die zunächst für Westafrika sehr teuer klingen mag, aber im Vergleich zu den Preisen der wenigen Reiseveranstalter eine günstige Alternative darstellt. Darin enthalten sind die Hin- und Rückfahrt, sowie ein bis zwei Stunden Aufenthalt vor Ort.

Die Fahrt von Dakar bis zum Lac Rose dauert etwa eine Stunde und führt mitten durch das Strandviertel Yoff in Dakar, entlang des Atlantiks und durch den Ort Niaga. Am Lac Rose ist das Tourismusangebot groß: Von der Fahrt mit einer Piroge über den Besuch eines der Restaurants am Ufer bis hin zu Shopping in einem Souvenirladen gibt es hier alles. Doch auch ohne eine Pirogenfahrt ist der Besuch des rosafarbenen Sees wunderschön. Die beste Tageszeit ist der Mittag, denn in der hochstehenden Mittagssonne schimmert der See noch einmal viel pinkfarbener. Mit einem kalten Getränk in der Hand, den Füßen im Sand und dem Gesicht der Sonne zugewandt, lässt sich hier ein entspannter Tag jenseits des Trubels von Dakar verbringen.

Aber wieso ist der rosane See eigentlich rosa? Dank der Cyanobakterien, die sich im Wasser befinden. Bisher konnte dies allerdings nicht eindeutig belegt werden. Eine weitere Erklärung wäre das Zusammenspiel aus der Lichtreflexion der Dünen, dem hohen Magnesiumchloridgehalt und einem bakteriellen Carotinoid, einem organischen Pigment. Mit 380 Gramm Salz pro Liter ist der Retba-See im Senegal so salzhaltig, dass man, wie im Toten Meer, auf der Wasseroberfläche treiben kann. Noch bis vor ein paar Jahren jedoch war der Lac Rose für eine ganz andere Sache berühmt: für das Ende der Rallye Dakar. Die legendäre Wüstenrallye fand von 1978 bis 2007 ein Mal im Jahr auf dem afrikanischen Kontinent statt. Die Route führte von der französischen Hauptstadt Paris durch mehrere Wüstenabschnitte nach ins senegalesische Dakar und endete direkt hier am Ufer des Lac Rose. Jedoch wurde die Rallye 2008 wegen einer Terrorwarnung im Nachbarland Mauretanien abgesagt. Seitdem findet das gesamte Spektakel auf dem südamerikanischen Kontinent statt. Der Name jedoch ist geblieben.Tagesausflug-von-Dakar-Lac-Rose-SalzabbaustaetteAn der östlichen Seite des Sees befindet sich eine große Salzabbaustation. Seit Jahren schon werden hier riesige Mengen an Salz mit der bloßen Hand abgebaut. Männer heben das Salz aus dem Wasser, füllen es in Plastikeimer, die dann wiederum auf den Köpfen der Frauen auf großen Salzbergen ausgeleert werden. Wichtig: Fotografen werden hier nicht so gern gesehen und sollten sich auf böse Blicke einstellen

Anfahrt zum Lac Rose: Mit dem selbst gecharterten Taxi ab Dakar. Man kalkuliert für die reine Fahrtzeit für die Hinfahrt und Rückfahrt plus für das Warten des Taxis vor Ort am Lac Rose.

Preis: Ein individueller Tagesausflug zum Lac Rose ab Dakar kostet in etwa 30.000 CFA pro Taxi, was umgerechnet 45 Euro entspricht.

Tagesausflug von Dakar zum UNESCO Weltkulturerbe Île de Gorée – Idyllische Sklaveninsel

Die Insel Gôrée liegt gerade einmal drei Kilometer vor der Hauptstadt Dakar und ist der perfekte Rückzugsort für alle, die genug vom Trubel Dakars haben und dazu sicherlich einer der bekanntesten Senegal Sehenswürdigkeiten. Bekannt wurde die Insel als Ort, von dem aus Sklaven über den Atlantik verschleppt wurden. Detaillierte  Informationen über den Sklavenhandel auf der Insel Gôrée sind allerdings bis heute rar. Klar ist jedoch, dass die Insel im heutigen Zustand eines der beliebtesten Ziele für einen Tagesausflug ab Dakar geworden ist. Mit dem Einzug in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe im Jahre 1978, wurde ordentlich an der Beschaffenheit der Insel gewerkelt. Kein Wunder also, dass die Hausfassaden hier wieder in prachtvollen Farben leuchten. Autos fahren auf der Insel nicht, was das Spazieren durch die kleinen verwinkelten Gassen angenehm macht. Mittlerweile hat sich die Insel Gorée außerdem zu einem Kunstzentrum etabliert. Etliche Künstler verkaufen ihre Meisterwerke direkt vor dem Haus oder auf dem kleinen Hügel der Insel.Tagesausflug-von-Dakar-Hauswand-Ile-de-GoreeTagesausflug-von-Dakar-Ile-de-Goree-FaehreAnfahrt zur Ile de Gorée: Die Fähren zur Ile de Gôrée starten an Dakars Fährterminal dem „Gare de Dakar“.

Preise: Ein Kombiticket für die Hin- und Rückfahrt kostet 5.200 CFA (ca. 7,90 €) für Touristen, 2.700 CFA (ca. 4,12 €) für Kinder. Vor Ort wird dann pro Person die Touristensteuer in Höhe von 500 CFA (ca. 0,76 €) pro Person kassiert.

Zeiten für die Fähren ab Dakar nach Ile de Gorée:

  • Von Montag bis Samstag ab Dakar nach Gorée: 6:15, 7:30, 10:00, 11:00, 12:30, 14:30, 16:00, 17:00 (außer samstags), 18:30, 20:00, 22:30, 23:30 (nur freitags), 00:45 (nur freitags)
  • Von Montag bis Samstag ab Gorée nach Dakar: 6:45, 8:00, 10:30, 12:00, 14:00, 15:00, 16:30, 18:00 (außer samstags), 19:00, 20:30, 23:00, 00:00 (nur freitags), 01:15 (nur samstags)
  • Am Sonntag und an Feiertagen ab Dakar nach Gorée: 7:00, 9:00, 10:00, 12:00, 14:00, 16:00, 17:00, 18:30, 19:30, 20:30, 22:30, 23:30 (nur sonntags)
  • Am Sonntag und an Feiertagen ab Gorée nach Dakar: 7:30, 9:30, 10:30, 12:30, 14:30, 16:30, 17:30, 19:00, 20:00, 21:00, 23:00, 00:00 (nur sonntags)

Tagesausflug von Dakar zur Ruheoase Île Ngor – Nicht nur fürs Surfen im Senegal

Die Île Ngor ist eine kleine, Dakar vorgelagerte Insel. Bekannt geworden ist das Eiland durch zwei verrückte kalifornische Surfer, die im Jahre 1966 um die Welt flogen – immer der Sonne und den Wellen hinterher. Auch hier auf der Ile Ngor landeten sie auf ihrer Reise.  Gefunden haben sie etwas, das sie den „Endless Summer“ genannt haben – eine perfekt brechende Linkswelle, ein Traum eines jeden Surfers. Dazu jede Menge Ruhe und Lineups, die bis zu diesem Zeitpunkt keine anderen Surfer angezogen. Auch heute scheint die île Ngor in der Zeit stehen geblieben zu sein. Autos fahren hier nicht. Einzig das Geräusch der bunt bemalten Pirogen und ihren brummenden Motoren unterbrechen die angenehme Ruhe. Mehrmals täglich bringen sie Touristen und lokale Besucher vom Festland auf die Insel Ngor. Der Strand der Insel ist gesäumt von kleinen Grillrestaurants, die sich auf frischen Fisch und Hähnchen spezialisiert haben. Dazwischen wird Wasserpfeife geraucht. Ab und an spaziert ein Surfer mit einem Surfbrett unter dem Arm vorbei – auf dem Weg zur anderen Seite der Insel, wo die Wellen des Atlantiks heranrollen.

Dort, auf der Westseite der Ile Ngor,bricht sie nämlich, die berühmte Rechtswelle: „Ngor Right“. Seit etlichen Jahren betreibt hier der Däne Jesper Mouritzen ein Surfcamp, das nachhaltig die Surfszene im Senegal geprägt hat. Aber auch abseits der Welle kann man auf der Île Ngor einen ganz entspannten Strandtag verbringen und das Chaos von Dakar komplett ausblenden.

Anfahrt: Pirogen fahren ab dem Strand von Dakars Bezirk Ngor in Höhe des Restaurants „La cabane du pecheur“.

Preis: Für die Hin- und Rückfahrt mit der Piroge zahlt man derzeit 1000 CFA.

Zeit: Feste Zeiten gibt es für die Piroge nicht. Sie fährt, wenn genug Leute da sind.

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