Hawaii Rundreise
Hawaii, USA

Der Gedanke an tieforangene Sonnenuntergänge. Das Rauschen des Meeres, wenn sich die Wellen überschlagen. Die sanften Klänge der Ukulele. Das Lachen der Hula Tänzerinnen, die elegant ihre Hüften von rechts nach links schwingen. Hawai’i. Ein Paradies. Ein Inselidyll. Ein wunderschönes Fleckchen Erde am anderen Ende der Welt. Der Traum von Hawai’i.

Hawai’i ist der 50. Staat der USA und doch ganz anders als der Rest des riesigen Landes. Der Inselstaat zeichnet sich durch Authentizität aus, durch Ehrlichkeit und durch einen Charme, den man so wohl in keinem anderen US-amerikanischen Staat finden würde. Hawai’i ist ein Kollektiv aus 137 einzelnen Inseln, davon sind acht bewohnt, jedoch dürfen nur sechs wirklich bereist werden und diese sechs könnten unterschiedlicher nicht sein. Um also den kompletten Eindruck von der Weite, der Schönheit und vor allem von all den Besonderheiten zu bekommen, sollte man als Urlauber auf Hawai’i definitiv mehrere Inseln besuchen.

Inselhopping Hawaii: So geht’s

Wer sich für das Abenteuer Inselhopping Hawaii entscheidet, der sollte frühzeitig nach Flugtickets schauen. Mittlerweile gibt es keine Fähren mehr, die alle hawaiischen Inseln miteinander verbinden. Einzig zwischen Moloka’i, Maui und Lana’i verkehren tägliche Fährverbindungen.Hawaii Rundreise: Der Haleakala Vulkan ist perfekt zum Sonnenaufgang

Für alle anderen Inselrouten kommen die drei lokalen Airlines Hawaiian Airlines, Mokulele Airlines und Makani Kai Air in Frage. Wichtig für alle Reisenden auf Hawai’i ist, dass die meisten Flugtickets zwar günstig sind, jedoch selten Gepäck mit einschließen. Die beste Variante ist also, schlichtweg mit Handgepäck zu reisen. Wer das nicht kann, der muss damit rechnen, am Flughafen mindestens 30 Euro pro Gepäckstück beim Check-in zu zahlen. Dazu kommt, dass beispielsweise Mokulele Airlines nur kleine Cessnas im Einsatz hat. Hier muss jedes einzelne Gepäckstück, auch Handgepäckstücke, gegen eine Gebühr eingecheckt werden. Der Vorteil: in einer kleinen Propellermaschine über Hawai’i zu fliegen hat definitiv was. Da ist der Rundflug quasi im Flugpreis inbegriffen.

Hawaii Rundreise: Ausgangspunkt O’ahu

Der Ausgangspunkt der meisten Hawaii-Reisen ist die Insel O’ahu. Sie ist zwar nicht die größte aller hawaiischen Inseln, jedoch die touristischste. Das liegt vor allem daran, dass der Großteil der internationalen Fluggesellschaften den Flughafen der hawaiianischen Hauptstadt Honolulu anfliegen: den Honolulu International Airport, offiziell auch Daniel K. Inouye International Airport.

Fakten:

  • Hauptflughafen: Honolulu (HNL)
  • Breite: 42 Kilometer
  • Länge: 64 Kilometer
  • Bevölkerung: 953.207
  • Empfohlene Reisedauer: 5-7 Tage
  • Das Richtige für: Surfer, Roadtrip-Liebhaber & Shopping Liebhaber

Einige Hawaii-Experten mögen davon abraten, viel Zeit auf O’ahu zu verbringen. Ihre Begründung: die anderen Inseln seien landschaftlich aufregender und weniger touristisch erschlossen. Nichtsdestotrotz wimmelt es hier nur so von Sehenswürdigkeiten auf Oahu.

Honolulu ist die Hauptstadt von Oahu und des ganzen US-Bundesstaates Hawaii. Sie ist nicht nur das kommerzielle Zentrum der Insel, sondern auch das Zuhause des weltberühmten Waikiki Beach. Jeden Abend pilgern etliche Touristen an diesen Strand, um den orange-rosa-farbenen Sonnenuntergang zu beobachten, wenn sie nicht sowieso schon den ganzen Tag hier verbracht haben. Waikiki hat grandiose Wellen für Anfänger Surfer – absolut empfehlenswert.

Von Honolulu führt der Highway 1 in Richtung Pearl Harbour, dem wohl historisch bekanntesten Ort von Hawai’i und auf alle Fälle dem tragischsten. Was im zweiten Weltkrieg zu einem Platz des Horrors wurde, ist heute ein Open-Air-Museum, das einen intensiven Einblick in die Geschichte der USA bietet. Nicht nur kann man sich die von den japanischen Streitkräften im Zweiten Weltkrieg versunkenen Kriegsschiffe anschauen, sondern wird auch durch einen Film und mehrere Ausstellung durch den detaillierten Ablauf der Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg in den USA geleitet.

An Pearl Harbour vorbei geht es direkt in Richtung North Shore, der Nordküste von O’ahu. Sie ist berühmt für ihre Traumwellen, die so manches Surfer Herz verdammt hoch schlagen lassen. Doch bevor man an der Küste landet, durchquert man das, was vor etlichen Jahren die Wirtschaft von Hawai’i ordentlich ins Rollen gebracht hat: endlos weite Ananasfelder. Die berühmteste Anlaufstelle ist mit Abstand die Dole Plantation, doch auch entlang des Highways, der an die North Shore führt, lassen sich die braun-grünen Felder mit eigenen Augen sehen.

O’ahus North Shore ist gespickt mit traumhaften Surfspots, in denen die aufsteigende Gischt ein ganz besonderes Flair versprüht. Wenn die Surfbedingungen gut sind, dann tummeln sich Fotografen neben zahlreichen Zuschauern am Straßenrand und beobachten durch riesige Objektive die erfahrenen Surfer, die sich in der Ferne auf die riesigen Brecher wagen.

Die Ostküste von Oahu ist bisher noch recht unbekannt, steckt jedoch voller Highlights. An der schroffen Küste kann man, an einem guten Tag, Delfine und Wale in der Ferne beobachten. Auch haben sich einige Felsvorsprünge im Laufe der Zeit so geformt, dass ab und an hohe Wasserfontänen sehr fotogen durch schmale Felslöcher pusten. Viele Buchten laden hier zum entspannten Schwimmen ein – was die raue Küste der North Shore nicht gerade von sich behaupten kann. Auch der ein oder andere Roadtrip-Liebhaber mag hier an seine Grenzen kommen, denn kurvige Serpentinen führen entlang von Hügeln, die sofort an den Dinosaurier-Abenteuerfilm Jurassic Park erinnern und in ihrem saftigen Grün einen guten Kontrast zum knalligen Türkis des Ozeans bilden.

Auch die South Shore, die Südküste von Oahu ist absolut sehenswert – und das sowohl von oben, als auch von unten. Wer hoch hinaus will, kann von Honolulu aus den Diamond Head Krater besuchen oder die Serpentinen hinauf entlang des Tantalus Highways fahren, um sich ein gesamtes Bild von O’ahu machen zu können. Doch auch unten im Tal ist die South Shore schön, denn hier tummeln sich alte Fabrikgebäude, die zu angesagten Galerien und hippen Einkaufszentren wurden.

Hawaii Rundreise: Big Island oder das Vulkanparadies

Big Island hieß eigentlich Hawai’i Island. Eine Name, der mittlerweile untergegangen ist, da sich bekanntlich der gesamte Staat Hawai’i nun so nennt. Die Bezeichnung Big Island jedoch kommt nicht von ungefähr, denn die Insel ist mit Abstand die größte aller hawaiischen Eiländer. Das liegt vor allem daran, dass auf ihr gleich zwei aktive Vulkane schlummern, die konstant Lava produzieren und somit die Insel im Laufe der Zeit immer größer und größer werden lassen.

Fakten:

  • Hauptflughafen: Kailua-Kona (KOA) und Hilo (ITO)
  • Flugdauer ab Honolulu: 45 Minuten
  • Fläche: 10.432 Quadratkilometer
  • Bevölkerung: 186.738
  • Empfohlene Reisedauer: 7 Tage
  • Das Richtige für: Abenteurer, Roadtrip-Liebhaber & Wanderer

Big Island lässt sich grob in zwei Teile einteilen: Ostküste und Westküste. Die Ostküste mit ihrem Zentrum Hilo ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Vulkan Nationalpark oder auf den größten Berg der Welt, den Mauna Kea. Die Westküste wiederum ist touristisch erschlossener und bietet demnach auch die typischen Resort-Hotels. Doch auch hier gibt es einige Highlights: Kaffeeplantagen, Brauereien und malerische Traumstrände.

Der Vulkan Nationalpark ist mit Abstand das wohl aufregendste Ausflugsziel auf Big Island. Über endlose Weiten hinweg, kann man hier als Besucher fast ganz in einen Krater hinein fahren und vorbei an kilometerlangen Lavafeldern, die so unwirklich scheinen, dass man sich schnell in eine andere Welt wähnt.

Doch auch der Mauna Kea sollte auf gar keinen Fall verpasst werden. Der höchste Berg der Welt kann durch eine Schotterpiste besucht werden. Der majestätische Berg bietet nicht nur den besten Ausblick über die Insel Big Island – vor allen Dingen während des Sonnenuntergangs – sondern ist auch das beste Tor zum glasklaren Sternenhimmel Hawaiis.

Hawaii Rundreise: Maui, die schicke Schöne

Maui, das ist das Paradies. Maui, das sind wunderschöne Sonnenuntergänge. Maui, das sind Sundowner, Gänge-Menüs und Hotels, die zum Träumen einladen. Bei vielen ist Maui bekannt als das malerische Hawai’i. Jenes, das man aus unzähligen Werbespots und Kreuzfahrtkatalogen kennt. Doch es gibt auch eine andere Seite auf Maui, nämlich die aktive, die Camper Herzen höher schlagen lässt und Naturliebhabern und Wasserratten ganz viel Freude macht.

Fakten:

  • Hauptflughafen: Kahului (OGG)
  • Flugdauer ab Honolulu: 55 Minuten
  • Fläche: 1.884 Quadratkilometer
  • Bevölkerung: 144.444
  • Empfohlene Reisedauer: 5 Tage
  • Das Richtige für: Surfer, Romantiker & Roadtrip-Liebhaber

Maui lässt sich grob in zwei Teile einteilen: in den kleinen, westlichen Teil und in den größeren, östlichen Teil. Früher war der westliche Zipfel von Maui das Zuhause zahlreicher Walfänger. Heute pilgern hier gerade in den Monaten zwischen Januar und März etliche Touristen hin, um die Buckelwale zu beobachten. Sie nehmen den weiten Weg vom fernen Alaska nach Maui auf sich, um hier ihre Jungtiere zu bekommen. An dieser Küste liegen auch die vielen Resorts, die zumeist ihre eigenen, privaten Strände haben. Dahinter jedoch, weiter nördlich, verstecken sich kurvenreiche Serpentinen, die vorbei an Surfspots führen – die berühmt für ihre meist riesigen Wellen sind.

Der östliche Zipfel von Maui ist vor allem geprägt von einem sehr beliebten Ausflugsziel: der Road to Hana. Die Straße führt, wie der Name schon sagt, in die Stadt Hana, besitzt über 100 Kurven und zahlreiche Brücken und bietet so die beste Grundlage für einen eintägigen Mini-Roadtrip durch das oft tropische Regenwaldgebiet

Zwischen beiden Teilen versteckt sich jedoch noch ein Highlight, das bei einem Urlaub auf Maui nicht fehlen darf: der Haleakala Nationalpark. Die meisten Touristen kommen hier zum Sonnenaufgang her, um zu beobachten, wie sich die Sonne durch die Wolkendecke drückt und Maui langsam erwachen lässt. Wer einen guten Tag mit klarer Sicht erwischt, der kann mit Glück in der Ferne sogar den Mauna Kea auf Big Island sehen.

Hawaii Rundreise: Lana’i, die kleine Luxusschönheit

Viel los ist auf Lana’i nicht, aber das was es hier gibt, lässt sich an Luxus kaum toppen. Die kleine Insel ist auf Reisen der höchsten Klasse spezialisiert und bietet Besuchern eine wahrlich luxuriöse Erfahrung. Es gibt nur zwei Resorts hier und kaum Möglichkeiten für diejenigen, die das Reisebudget im Auge behalten müssen. Die einzig wirkliche Alternative zu den teuren Hotels, ist der Campingplatz in Hulopoe.

Fakten:

  • Hauptflughafen: Lana’i (LNY)
  • Flugdauer ab Honolulu: 35 Minuten
  • Fläche: 364 Quadratkilometer
  • Bevölkerung: 3.102
  • Empfohlene Reisedauer: 2 Tage
  • Das Richtige für: Luxus Liebhaber und Kurzreisende

Zu empfehlen ist ein Tagesausflug mit der Fähre ab Maui nach Lana’i. Ein Tag mit dem Mietwagen auf Lana’i ist genug, um die Hulopoe Bucht, den Puu Pehe (Sweetheart Rock), Lanai City, Kaiolohia (Shipwreck Beach) und Keahiakawelo (Garden of the Gods) zu besichtigen.

Hawaii Rundreise: Jurassic Park live auf Kaua’i

Kaua’i ist grün. Kaua’i ist hügelig. Kaua’i könnte auch locker das Zuhause von etlichen Dinosauriern sein. Zwar war es „nur“ die Kulisse für den Spielberg-Klassiker, doch erinnert es noch heute stark an die mystische Umgebung des Films.

Fakten:

  • Hauptflughafen: Lihue (LIH)
  • Flugdauer ab Honolulu: 40 Minuten
  • Fläche: 1434,60 Quadratkilometer
  • Bevölkerung: 65.689
  • Empfohlene Reisedauer: 3 Tage
  • Das Richtige für: Naturmenschen und Fans von Jurassic Park

Wer Kaua’i besuchen möchte, der sollte auf gar keinen Fall die Napali Coast verpassen. Die Anreihung an steilen Hügeln, saftigem Grün und versteckten Buchten ist einfach einmalig. Hier gibt es jedoch keine Straße. Das heißt, dass ein Besuch der atemberaubenden Küste entweder mit dem Helikopter klappt oder im Kajak.Hawaii Rundreise

A propos Kajak: Auch Wasserfans kommen auf Kaua’i auf ihre Kosten. Der Waimea Canyon ist nicht nur einer der regenreichsten Orte der Welt, sondern auch das Zuhause des Waimea Rivers. Vier Tage sollten auf Kaua’i ausreichen, um die wichtigsten Ecken zu sehen. Wer aber die Natur so richtig genießen möchte und vielleicht ein kleines Camping Abenteuer einplant, der sollte definitiv länger bleiben.

Hawaii Rundreise: Kleines Inselidyll Moloka’i

Man sagt, Moloka’i sei die ursprünglichste aller hawaiischen Inseln. Hier werden die Kultur und die Traditionen noch bewahrt. Gute Voraussetzungen also, um einen tiefen Einblick in den hawaiischen Alltag zu bekommen und die Gepflogenheiten des US-amerikanischen Inselstaates so richtig kennenzulernen.

Fakten:

  • Hauptflughafen: Molokai (MKK)
  • Flugdauer ab Honolulu: 40 Minuten     
  • Fläche: 673,4 Quadratkilometer
  • Bevölkerung: 7.345
  • Empfohlene Reisedauer: 2 Tage
  • Das Richtige für: Abenteurer und Kulturliebhaber

Der Kalaupapa Nationalpark ist, anders als der Namen vermuten lassen würde, kein Nationalpark, der sich durch wunderschöne Landschaften oder eine reiche Tierwelt auszeichnet. Ganz im Gegenteil: es handelt sich dabei um eine historische Gedenkstätte, an der vor etlichen Jahren zahlreiche Lepra-Patienten behandelt wurden. Heute kann der Ort besucht werden. Es gibt Führungen und sogar noch Patienten, die von der damaligen Zeit berichten.

Wer es auf natürliche Weise rau mag, der sollte ins Halawa Valley reisen, dem am längsten bewohnten Tal von Hawai’i. Hier scheint es, als wäre die Zeit stehen geblieben. Fisch wird noch so gefischt, wie schon vor Hunderten von Jahren, Hühner laufen frei herum und auch die Wohnstandards sind noch sehr traditionell.

Auch Moloka’i ist übrigens eine Insel, auf der es nur wenige Hotels und Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Wer campen möchte, der sollte sich die gesamte Ausrüstung selbst mitbringen, da es hier wenige Einkaufsmöglichkeiten gibt.

Der Inselguide für eine Hawaii Rundreise ist ein Anhaltspunkt für Individualreisende und wird kontinuierlich überarbeitet. Anregungen und noch mehr Tipps? Gerne direkt in den Kommentaren oder per Mail. Ansonsten bietet der Hawaii Reiseführer einen groben Überblick und eine Menge Reisetipps, sowie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Hawaii.

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  1. Toll, wie du die Eckdaten jeder Insel gesammelt hast!
    Ich hab mich ehrlich gesagt, noch nie mit den verschiedenen Inseln Hawaiis befasst, sondern es immer als „Großes Ganze“ betrachtet.
    Hawaii möchte ich aber unbedingt auch mal bereisen!
    LG Lara

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