Oahu Hawaii Sehenswürdigkeiten: Tipps & Routenvorschlag für drei Tage Oahu
Oahu, Hawai'i (USA)

 

Am Horizont türmen sich die Wellen meterhoch auf. Rumms macht es, als die Wellen mit vollem Karacho brechen. Es ist Hochsaison in der Surferwelt und so rollen nach und nach Traumwellen in das Lineup an Oahus North Shore. Hawai’i ist der Surfertraum. Hier scheinen sie alle herzukommen – die großen wagemutigen Surfer. Von hier kommt die Surfermusik, Jack Johnson und seine Ukulele und adrette Beach Babes mit Surferwellen und Blümchenkette.

Das Herz der hawaiianischen Surfkultur schlägt besonders auf der bevölkerungsreichsten und drittgrößten Insel von Hawaii, Oahu. Hier ist nicht nur die Hauptstadt des US-Amerikanischen Bundesstaates Hawaii, sondern auch das Zuhause von Surfergrößen, wie Kelly Slater und John Florence.

Lust auf eine Liste mit allen Sehenswürdigkeiten in Hawaii?

Abgesehen von Wellen, Traumsonnenuntergängen und strahlend weißem Strand hat Oahu aber auch noch eine Menge mehr in petto. Häufig wird die Insel belächelt und häufig wird einem davon abgeraten hier tatsächlich länger als nur einen Stopover am Flughafen zu bleiben. Schade, denn wer hier nicht mit dem Auto die kurvigen Serpentinen entlangheizt, der wird weder den Ausblick auf den Vulkan bestaunen können, noch eine Chance darauf haben die ganz großen Surfer mal ganz klein in der Ferne beim Surfen von Monsterwellen zu sehen.

Oahu Hawaii Sehenswürdigkeiten: Guide für 3 Tage auf Oahu

Oahu Hawaii Sehenswürdigkeiten: Tipps & Routenvorschlag für drei Tage Oahu

1. North Shore: Surferträume und verschlafene Dörfer

Stell dir vor, neben dir brechen die schönsten Wellen, die du jemals gesehen hast im Meer und du musst dich auf das Autofahren konzentrieren. Klingt schwierig, oder? So geht es ganz sicher den meisten Einheimischen und Touristen, die sich an die North Shore, die Nordküste von Oahu wagen. Die Küste ist bekannt als absolute Traumküste für alle Surfer, sie hat einen Meilenstein der Surfkultur gelegt und ist ein knallblaues Potpourri aus wunderschönen Strandabschnitten.

Stopp 1: Ananas en masses in der Dole Plantation

Von Honolulu aus führt der Highway 2 mitten rauf auf den Highway mit dem wohl schönsten Namen: dem Kamehameha Highway. Während die Skyline von Honolulu im Rückspiegel des Autos immer kleiner wird, wird der Verkehr lichter und die Landschaft weiter. Der Anbau von Ananas ist schon seit etlichen Jahren ein wichtiger Wirtschaftszweig von Hawaii und holte damals eine Menge Gastarbeiter aus Japan, China und sogar Portugal. Die berühmte Dole Plantation befindet sich bis heute an der ursprünglichen Stelle – mit dem Unterschied, dass es hier mittlerweile Ananasaseis aus Plastikananas gibt und ungefähr sämliche Sachen in Ananasform, von Hüten über Bikinis bis hin zu Untersetzern.

Travellers Archive Hawaii Insidertipp: Es reicht völlig aus, in der Dole Plantation durch den kostenfreien Garten zu schlendern, anstatt Geld für den Irrgarten oder die Plantagenbahn zu zahlen.

Stopp 2: Abkühlung im Mokuleia Beach

Während die Sonne auf den Kopf prallt, kommt der Strand immer näher. Bevor es an die schroffe North Shore geht, an der man wegen der Strömung kaum schwimmen kann, lohnt sich ein Abstecher zum Mokuleia Beach. Dafür einfach dem Kamehameha Highway folgen, über die vielen Ananasplantagen rechts und links von der Straße staunen und vor dem Städtchen Haleiwa nach links abbiegen. Direkt am Strand befindet sich ein Parkplatz. Also, rein in die Ananasbikinis und ab ins kühle Nass.

Stopp 3: Auf die guten alten Zeiten in Haleiwa

Mit der Einfahrt in das Küstenörtchen Haleiwa hüpft man in eine Zeit, in der Campervans am Strand standen, den ganzen Tag gesurft wurde und die Kleidung knallig, knapp und knackig war. Haleiwa ist in der Zeit stehen geblieben – und das ist auch gut so. Die Straße, die durch das Örtchen führt wird von Holzhütten gesäumt, in denen es knallbunte Hawaiihemden gibt, neonfarbenes Shaved Ice oder fangfrische Pokebowls.

Travellers Archive Hawaii Insidertipp: Wer denkt, die Straße vor der Kirche wäre gut zum parken, der ist direkt in die Arme der Polizei gelaufen. Hier bekommt man sofort eine Strafe. Besser möglichst früh nach Haleiwa kommen und, hoffentlich, noch einen Parkplatz auf dem öffentlichen Platz hinter den Holzhütten bekommen.

Stopp 4: Lunch bei Haleiwa Joe’s

Eine leichte Brise fliegt durch das offene Restaurant, in dem ein Mix aus entspanntem Surfgeklimper, Getratsche der Küste und dem überfreundlichen „Hiiiii“ der Bedienung herrscht. Das Restaurant Haleiwa Joe’s ist genau hier an dieser Stelle, am Hafen von Haleiwa, schon seit etlichen Jahren, nämlich seit 1998. Heute spazieren hier in Hawaiihemden und Hawaiikleidern gekleidete Kellner und Kellnerin durch das Restaurant, das sich viel mehr nach entspanntem Surfshack anfühlt, als nach einem echten Restaurant. Die Karte ist gespickt mit allem, was auf Hawaii eben so typisch ist: eine Fusionküche aus japanischen Snacks, Burgern und frischen Salaten. Die Wände sind dazu voll mit alten Surffotos und Surfbrettern. Authentischer geht’s eigentlich kaum.

Travellers Archive Hawaii Insidertipp: Das Cajun Fish Sandwich ist so frisch und lecker, dass man fast ein paar Tränen in den Augen hat, wenn es aufgegessen ist.Oahu Hawaii Sehenswürdigkeiten: Tipps & Routenvorschlag für drei Tage Oahu

Stopp 5: 3, 2, 1 Oahu North Shore!

Direkt nach Haleiwa geht es los mit den atemberaubenden Buchten von Oahu. Angefangen mit Waimea Bay, in der gut und gern mal Monsterwellen anrollen, die so viele Zuschauer anziehen, dass die Straße in den Norden förmlich geblockt wird.

Kurz danach landet man direkt an der Banzai Pipeline – der wohl berühmteste Surfspot der Welt. Dank der Lage rollen hier Jahr für Jahr Megawellen ein, wenn die harten Stürme aus Alaska mal wieder das Meer in Unruhe versetzen. Ein Schauspiel, das man am besten direkt vom Sand aus beobachtet.

Von der Pipeline aus geht es weiter zum Sunset Beach, der seinem Namen alle Ehre macht. Schwimmen kann man hier zwar auch nicht wirklich, aber ein kleines Picknick im orangefarbenen Licht des Sonnenuntergangs ist ganz sicher der perfekte Abschluss vom Roadtrip an der Nordküste von Hawaii.

Travellers Archive Hawaii Insidertipp: An fast jedem Spot an der North Shore Hawaii kann man ganz einfach am Straßenrand halten bzw. parken. Zwischen den Spots befinden sich Shacks mit frischen Kokosnüssen, Kaffee und anderen Leckereien.Oahu Hawaii Sehenswürdigkeiten: Tipps & Routenvorschlag für drei Tage Oahu

2. Über Pearl Harbour an die Südküste von Oahu

Stopp 1: Pearl Harbour

Wer in Oahu ist, der sollte ein paar Stunden in Pearl Harbour verbringen. Die historische Stätte ist hochmodern und viel mehr als nur ein Museum. Für die meisten Besucher startet der Tag in Pearl Harbour mit einem Kinobesuch, bei dem in einem Film noch einmal rekapituliert wird, was damals in Pearl Harbour passiert ist. Danach geht es mit dem Boot zur USS Arizona Gedenkstätte. Hier kann man das Wrack des gesunkenen Kriegsschiffs anschauen. Wer noch mehr Zeit hat, der kann in das USS Bowfin U-Boot-Museum gehen und die Ausstellung anschauen.Oahu Hawaii Sehenswürdigkeiten: Tipps & Routenvorschlag für drei Tage Oahu

Stopp 2: Poke & Aussicht

Wenn es ein heimliches Nationalgericht auf Hawai’i gibt, dann ist es ganz klar die Poke Bowl. Dabei landet frischer Fisch auf klebrigem Sushireis und wird mit frischem Gemüse und leckeren Saucen getoppt. Die besten Poke Bowls auf Oahu gibt es bei Keeaumoku Seafood. Der kleine Laden wirkt von außen unheimlich unscheinbar, ist aber ein echtes El Dorado.

Travellers Archive Hawaii Insidertipp: Schnappt euch eine Poke Bowl bei Keeaumoku Seafood und fahrt damit mit Tantalus Drive hinauf bis zum Tentalus Lookout. Von hier habt ihr nicht nur eine mega Aussicht über die Küste von Oahu, sondern eine unvergessliche Lunch-Location.

Stopp 3: Über den Pali Highway zum Strand

Die South Shore von Oahu wirkt häufig nicht ganz so sexy wie die North Shore der Insel. Und doch hat diese Küste einige Vorteile. Nicht nur kann man hier sehr gut schwimmen, weil die Wellen einfach viel ruhiger sind, als an der North Shore, sondern auch die regenwaldähnliche Natur bestaunen.

Der Pali Highway führt über ein paar entspannte Serpentinen direkt an die Südküste von Oahu. Hier lohnt sich der Sherwood Beach zum Baden, der Kaupo Beach Park zum Surfen und ein kurzer Stopp für die Aussicht am Makapuu Lookout und der Hanauma Bay.

Travellers Archive Hawaii Insider Tipp: Es lohnt sich überhaupt nicht in der Schlange vor der Hanauma Bay zu warten, denn einen viel schöneren und einheimischeren Eindruck vom Sonnenuntergang auf Oahu bekommt man am Spot „China Walls“ im Koko Kai Beach Park. Das Auto einfach in der Nähe des Beach Parks parken und den Einheimischen auf die Steinfelsen folgen.

Einen Abend in Oahu kann man übrigens auch recht gut in Honolulu verbringen – und zwar abseits der Touristenmassen. Wir können den Pub bzw. das Restaurant Pints & Jiggers empfehlen und den Burgerladen Teddy’s Bigger Burgers.

3. FAQs: Oahu

Wo schläft man am besten auf Oahu?

Übernachtungen auf Hawai’i kosten immer und überall viel. Während es gerade in Honolulu und am berühmten Waikiki Beach bekannte Luxushotels gibt, verstecken sich hinter der ersten Häuserwand aber auch günstigere Hostel-Alternativen mit sauberen Zimmern und Komfort. Alternativ bietet sich auch AirBnb an, um günstig und gut auf Oahu zu schlafen. Es ist übrigns eigentlich egal wo man schläft, denn Ausflüge auf Oahu lassen sich locker als Tagesausflüge planen.

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Wie kommt man auf Oahu von A nach B?

Die einfachste Variante, um auf Oahu individuell zu reisen ist der eigene Mietwagen. Abgesehen davon lassen sich gewissen Tagesausflüge auch mit Reiseanbietern realisieren.

Gibt es auf Oahu öffentliche Verkehrsmittel?

Ja! Der öffentliche Bus, „The Bus“, verbindet die wichtigsten Straßen und Oahu Hawaii Sehenswürdigkeiten miteinander.

Noch mehr Inspirationen für Inselhopping Hawaii gibt’s im Travellers Archive Reiseführer „Hawaii Rundreise„.

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