Tipps für Corona Reisen von Reisebloggern
Inhaltsverzeichnis

Es gab bisher sicher kein unsichereres Jahr zum Reisen als 2020. Dank Corona steht die Welt still und, ja, das ist auch richtig so. Wir alle achten aufeinander, halten Abstand, tragen einen Mund-Nasen-Schutz und verhalten uns so, dass wir die Pandemie stoppen. Und genau das führt auch dazu, dass der Tourismus zum Erliegen kommt. Eine Folge, die viele Länder dieser Welt nicht verkraften können – vor allem nicht auf lange Sicht.

Wer sich also, wie wir, dazu entscheidet, auch während Corona kurze Reisen, lange Reisen, Urlaub in Deutschland, Wochenendtrips oder einfach nur Ausflüge in die Natur zu unternehmen, der kann das natürlich tun – sollte dennoch ein paar Regeln beachten.

Wir haben uns in der Welt der Reiseblogger umgehört und die Experten mal nach Rat gefragt. Was sagen die Reiseblogger zum Thema Corona-Reisen? Wie reisen genau die Leute, die sonst immer unterwegs sind, in einer Zeit, in der eigentlich kaum jemand reist? Was sollte man beachten, wenn man während Corona reist? Was geht überhaupt in einer Pandemie? Und welchen wunderbaren Ausgleich zum Reisen findet man auch vor der eigenen Haustür?

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Die Insel Usedom ist im Herbst herrlich leer

Reisen trotz Corona?

Die einen sagen ja, die anderen schütteln widerwillig mit dem Kopf. Und wir? Wir stehen zwischen den Stühlen, finden aber vor allem, dass die jetzige Zeit keine Zeit für Moralapostel ist, sondern viel mehr für Menschen, die gut überlegte Entscheidungen treffen. Dazu gehört, dass man den Besuch bei der Oma überdenkt, die Fernreise nach Asien noch einmal eher hinterfragt und vielleicht auch schaut, welche Reisen man wirklich bedacht und guten Gewissens durchführen kann.

Wichtig sind aber vor allem die folgenden Fragen, bevor man sich überhaupt auf den Weg macht:

  • Fühle ich mich gesund?
  • Habe ich die Möglichkeit vor und nach einer Reise einen Corona-Test zu machen?
  • Bin ich beruflich mit sehr vielen Menschen in Kontakt?
  • Werde ich auf der Reise mit sehr vielen Menschen in Kontakt sein?
  • Bin ich ein Risikopatient?
  • Riskiere ich das Leben anderer mit meiner Entscheidung?

Dies sind natürlich nur einige Fragen, die man sich momentan vor einer Reise stellen sollte. Wir möchten einfach nur an den normalen Menschenverstand appelieren und denken, dass Reisen möglich sind, wenn man sie richtig anpackt. Und genau dafür haben wir mal ein paar Tipps und Ideen für euch zusammengetragen.Skyline in Den Haag

Aktuelle Hinweise vom Auswärtigen Amt

Wo findet man sichere Informationen zum Thema Corona-Reisen? Ganz einfach: Auf der offiziellen Seite des Auswärtigen Amts. Wir informieren uns hier regelmäßig über Neuigkeiten, Einreisebestimmungen und Fallzahlen. Das Auswärtige Amt aktualisiert die Informationen mehrmals täglich und bleibt für uns die verlässlichste Quelle in Zeiten der Pandemie.

Was bedeutet die Reisewarnung?

Die Reisewarnung richtet sich ab sofort ganz nach den Infektionszahlen. Ab 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen gilt ein Land oder eine Region als Risikogebiet. Dann wird automatisch auch eine Reisewarnung ausgesprochen. Die Reisewarnung ist zwar kein Verbot, soll aber eine möglichst große abschreckende Wirkung haben. Das Gute für den Urlauber: Er kann eine bereits gebuchte Reise stornieren, wenn sein Ziel zum Risikogebiet erklärt wird.

 1. So individuell wie möglich

Abgesehen davon, dass die meisten Gruppenreisen und Paket-Reiseanbieter sowieso erst einmal das Geschäft eingestellt haben, finden wir, dass eine solche Reise momentan absolut keinen Sinn ergibt. Wer während Corona reisen möchte, sollte dies möglichs individuell tun. In anderen Worten heißt das, vor Ort individuell mit dem Auto oder Mietwagen zu reisen, möglichst außerhalb der „Peak Zeiten“ durch die Straßen zu schlendern und jene Orte zu meiden, an denen es immer zu einem Menschenauflauf kommt – wie Märkte, Einkaufspassagen oder Fähren.

In den letzten Monaten haben wir außerdem auf einen Aufenthalt in einem Hotel verzichtet und sind eher auf Apartments umgestiegen. Natürlich ist auch diese Art zu Reisen nicht förderlich für Hotels und Hostels, dennoch finden wir, dass man allein in einem Apartment, in dem man selbst kochen kann, ein geringeres Ansteckungsrisiko hat, als in einem normalen Hotel.

Roadtrip Portugal: 14 Tage von Porto über Lissabon bis an die Algarve

Wie kann man also individuell während Corona reisen?

Ganz einfach: Man setzt sich entweder direkt in sein Auto, fährt los und bezieht in einer (Klein)Stadt der Wahl ein Apartment oder man fliegt, mietet sich vor Ort ein Apartment und genießt es dann, nach dem eigenen Tempo zu reisen.

Wichtig dabei: Auch hier sollte man natürlich nicht vergessen, die aktuelle Nachrichtenlage im Auge zu behalten. Dazu gehören auch Fragen, wie:

  • Kann ich in dem Land einreisen?
  • Benötige ich für die Einreise einen Corona-Test?
  • Muss ich vor Ort in Quarantäne?
  • Was muss ich bei der Rückkehr nach Deutschland beachten?

Mikroabenteuer von Off the Path

2. Zeit für Mikroabenteuer

Corona hat dieses Jahr einen fetten Strich durch unsere Reisepläne gemacht, aber wir konnten unsere Reiselust dennoch ein wenig stillen – das Zauberwort: Mikroabenteuer! Statt um die Welt zu reisen, haben wir unsere Heimat entdeckt und all die zahlreichen Abenteuer erlebt, die vor der Haustüre warten, wie Wanderungen, Kanu- oder Radtouren. Denn bei solchen Aktivitäten ist man stets an der frischen Luft, trifft auf wenig Menschen und hält locker Abstand.

Wir sind dieses Jahr beispielsweise gleich zweimal auf die Zugspitze gewandert und haben ein paar der schönsten Ecken Österreichs mit dem Rad entdeckt. Im August sind wir zu einem spontanen Mini-Roadtrip durch Deutschland aufgebrochen, bei dem wir auf tollen Naturcampingplätzen gecampt haben. Dabei standen wir an idyllischen Seen, direkt am Meer, an wilden Flüssen oder mitten in den Bergen.

Man sollte dieses verrückte Jahr deshalb einfach nutzen und die eigene Heimat und unsere Nachbarländer entdecken. Statt mehrere Wochen in die Ferne zu fliegen, kann man nun mehrere kleine Trips unternehmen und so mindestens genauso viel, wenn nicht sogar mehr erleben. Und gerade bei Mikroabenteuern in der Natur hält man sich ganz automatisch an die Corona-Regeln – und das Beste: Dabei kann man wunderbar abschalten, während Corona in weite Ferne rückt.

Von welchem Reiseblogger stammt dieser Corona-Tipp? 
Von Sebastian und Line des Reiseblogs Off the Path. Die beiden lieben das Abenteuer und dieses ganz bestimmte Kribbeln, das jedes Abenteuer mit sich bringt. Diese Mischung aus Anspannung und Freude, die letztendlich immer mit einem Lächeln im Gesicht einhergeht, treibt die beiden immer wieder in die Ferne – und in die direkte Nähe.

 

3. Sicheres Fliegen

Fliegen – für viele aktuell ein absolutes No Go. Auch uns war im Frühling klar, dass wir vorerst in kein Flugzeug mehr steigen. Stattdessen sind wir im Sommer mit dem Auto nach Griechenland gefahren.

Im Herbst haben wir uns dann aber entschieden, die „neue Normalität“ im Flieger zu testen und sind nach Portugal geflogen. Ungewohnt war’s schon – aber wir haben uns die ganze Zeit sicher gefühlt. Die Airline hat sämtliche Maßnahmen sehr genau eingehalten und natürlich kann man auch selbst darauf achten, sich und andere zu schützen. Deshalb haben wir durchweg FFP-Masken getragen und diese nur kurz zum Trinken angehoben. Außerdem hatten wir Desinfektionsmittel mit an Bord und haben uns während der Reise regelmäßig die Hände gewaschen. Und schließlich haben wir beim Ein- und Aussteigen entspannt gewartet, bis der Gang vor uns frei war.

Rückblickend war diese Erfahrung zwar neu und auch ein bisschen kurios – im Grunde war’s aber doch ähnlich wie „früher“. Wir fühlten uns an Bord nicht „unsicherer“ als in den Öffis in Berlin; durch die Filter im Flugzeug sogar eher sicherer.

Unserer Meinung nach sind Flugreisen auch in Zeiten von Corona möglich – so lange man auf alle Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen achtet…

Von welchem Reiseblogger stammt dieser Corona-Tipp?
Von Laura und Matthias vom Reiseblog YOURneys, Auf ihrem Blog schreiben die beiden über individuelle Reisen und außergewöhnliche Momente. Wenn sie nicht gerade reisen, leben sie in Berlin.

Selfie am Domplatz in Magdeburg

4. Urlaub in Deutschland

Normalerweise zieht es mich beim Reisen in die Ferne – je weiter, je exotischer, je abenteuerlicher, desto besser. Bis sich im März 2020 plötzlich alles änderte und der Großteil der Welt bis auf weiteres unerreichbar ist. Und so nervig und schade die ruinierten Reisepläne auch sind, kann ich dir nur raten, das Beste daraus zu machen. Für mich bedeutet das, dass ich mir in diesem Jahr as erste Mal so richtig Zeit genommen habe, Deutschland zu erkunden. Und dabei wurde mir schnell bewusste, wie schön es tatsächlich in der Heimat sein kann und wie viel es hier tatsächlich noch zu sehen und zu entdecken gibt.

So habe ich den Sommer genutzt, um im Rahmen verschiedener Tagesausflüge meine Heimatregion in Baden-Württemberg zu erkunden, mit den wunderschönen Kleinstädten wie beispielsweise Schwäbisch Hall und Ellwangen. Und nach meinem Umzug vom Süden Deutschlands nach Berlin hatte ich auch endlich die Gelegenheit, den Norden und Osten des Landes besser kennen zu lernen – durch Ausflüge nach Magdeburg, Potsdam und in die Region Saale-Unstrut. Denn Deutschland hat mehr zu bieten als München und Berlin. Übrigens habe ich es dieses Jahr tatsächlich das erste Mal zu Deutschlands wohl berühmtester Sehenswürdigkeit geschafft – dem beeindruckenden Schloss Neuschwanstein. Folglich habe ich wohl trotz allem das beste aus der Situation gemacht – und das kann ich dir auch raten. Viel Spaß beim Urlaub im eigenen Land!

Von wem stammt dieser Corona-Reisetipp?
Von Patrick Muntzinger,  der Kopf hinter dem Blog German Backpacker. Patrick ist seit Jahren einfach immer unterwegs. Angefangen hat bei ihm alles schon im Studium, wo er durch mehrere Auslandssemester einfach mal im Ausland lebte. Patrick hat einen großen Teil der Welt gesehen und gibt wunderbar echte und ehrliche Tipps.

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Reisen mit dem Wohnmobil

5. Urlaub mit dem Wohnmobil

Reisen in der Corona-Zeit erfordert maximale Flexibilität. Mit Schulkind bin ich aber, zumindest was den Reisezeitpunkt betrifft, schon mal festgelegt. Dafür habe ich in diesem Jahr meine Reiseziele bis zum letzten Moment offengelassen. So konnten wir allen Reisewarnungen und –einschränkungen zum Trotz im Sommer einen richtig tollen Balkan-Roadtrip durch Bayern, Österreich, Slowenien und Kroatien machen – wenn auch stets mit einem Seitenblick auf die App „Sicher Reisen“ des Auswärtigen Amtes.

Mein Garant für einen gelungenen Spontan-Roadtrip ist mein Kastenwagen-Wohnmobil. Unser Kasten gehört erst seit gut einem Jahr zur Familie. Wir lieben ihn von Anfang an, aber in diesem Jahr haben wir unser Campervan-Glück kaum fassen können.

Gerade in Corona-Zeiten ist ein Wohnmobil wirklich Gold wert. Man muss nichts vorab buchen, denn irgendwo findet sich immer ein Stellplatz. Verschlimmert sich die Corona-Lage am Aufenthaltsort, fahren wir eben weiter. Wir sind total autark und können uns mit Kühlschrank, Küche, Toilette und Dusche komplett selbst versorgen und sogar absondern, wenn es sein muss. Wir benutzen unsere eigenen Betten, Tassen, Teller, … Wir sind den ganzen Tag draußen an der frischen Luft und in der Natur, wo man Abstands- und Hygieneregeln getrost vergessen kann. Begegnungen mit anderen Campern finden ebenfalls draußen und natürlich mit Abstand statt. Unser Wohnmobil ist unser Zuhause auf Rädern. Deshalb ist diese Art zu reisen einfach genial in Zeiten, wo es heißt „Wir bleiben zuhause“.

Von welchem Reiseblogger stammt dieser Tipp?
Von Angela vom Blog unterwegsmitkind.com. Sie schreibt über das Reisen mit Kind allein und im Wohnmobil. Gerade ist ihr Buch „Wohnmobilreisen mit Kindern“ erschienen.

Corona Regeln beim Reisen

6. Immer informiert bleiben

Unsere Tipps lassen sich mit vier Stichworten zusammenfassen: Spontanität, Regeln, Pauschal und 24 Stunden Storno.

Eine lange Buchung im Voraus ist momentan schwer möglich. Zu schnell und zu oft gehen Grenzen zu. Dazu kommen Hotels, die in manchen Destinationen gar nicht aufsperren. Eine Buchung über Reiseportale mit einer kostenlosen Stornierung bis 24 Stunden vor der Anreise ist deswegen eine klare Empfehlung.

Eine gebuchte Pauschalreise hat 2020 schon wieder vielen Menschen sehr viel Geld gespart. Die Thomas Cook Pleite aus dem vergangenen Jahr ist eine Erinnerung daran, weshalb ein gemeinsam gebuchter Flug mit einem Hotel ein großer Vorteil sein kann. Fällt der Flug aus, verschiebt sich der Flug, geht die Airline pleite oder sperrt das Hotel nicht auf, ist es die Aufgabe des Reiseveranstalters für Pauschalreisekunden Abhilfe zu schaffen.

Zusätzlich muss sich der Veranstalter im Fall einer Quarantäne im Ausland um die grundlegende Verpflegung sorgen.

Der letzte Tipp ist ein laufender Blick auf die sich ändernden Regeln. Das geht am einfachsten mit der App vom Auswärtigen Amt. Speichere darin deine gewünschte Zieldestination ein. Ändern sich die Reisehinweise, kommt sofort eine Push-Nachricht auf dein Handy. Das alleine reicht aber nicht aus.

Ein Blick auf die offiziellen Regierungsseiten der jeweiligen Länder, zusammen mit einem Blick in Facebook- und Social-Media Gruppen ist auch eine Empfehlung. Oft gibt es Regelungen, von denen gar nichts auf den ersten Blick online steht.

Damit im Fall des Falles aus der Unsicherheit kein Problem wird, ist Spontanität mit einer kurzfristigen Buchung, der Option auf eine kostenlose Stornierung und die Abhilfe durch eine Pauschalreise momentan die einfachste Version um zu Reisen.

Von welchem Reiseblogger stammt dieser Corona-Reisetipp?
Von Daria und Thomas vom Blog Konpasu. Die beiden leben zusammen in Wien und reisen leidenschaftlich gerne, auch während der momentanen Situation.

Tagesausflug während Corona

7. Tagesausflüge statt Fernreisen

Das Reisejahr 2020 ist definitiv eines der ungewöhnlichsten. So gerne wie wir auch raus in die Welt möchten und neue Reiseziele entdecken, haben wir uns dieses Jahr dazu entschieden, lieber auf Tagesausflüge in der Region umzusteigen. Denn meist kann man auch in der eigenen Region viele aufregende Orte entdecken, die man selbst noch nicht kennt.

Besonders achten wir dabei auf Ausflugsziele, bei denen der Abstand eingehalten und Touristenmassen vermieden werden können. Am besten sind daher Ausflüge ins Grüne oder weniger-touristische Kleinstädte. Da unsere Heimatstadt Barcelona und die gesamte Region seit Monaten als Risikogebiet eingestuft werden, ist es gar nicht mal so schwer, Ziele in der Region zu finden, in denen zurzeit wenige Touristen unterwegs sind. Wir denken sogar, dass Tagesausflüge zurzeit sogar ungefährlicher sind als ein Besuch von Städten wie Barcelona, da viel weniger Kontakt mit anderen Ausflüglern besteht.

Allgemein bieten Tagesausflüge viele Sicherheitsvorteile gegenüber Urlaubsreisen. Denn für Tagesausflüge sind keine Flugzeugreisen notwendig. Besonders bei Airlines, die keine Sicherheitsabstände zwischen den Fluggästen gewähren können, ist das Ansteckungsrisiko größer, als wenn man z.B. mit dem eigenen Auto unterwegs ist.

Außerdem ist keine Übernachtung an fremden Orten notwendig, da man bei einem Tagesausflug zum Schlafen in die eigenen Vier-Wände zurückkehrt. Dies verringert den Kontakt mit fremden Räumen und anderen Reisenden.

Auf sehr beliebte und touristische Orte sollte man jedoch vielleicht lieber, selbst im Rahmen eines Tagesausflugs, verzichten. Denn auch wenn man sich selbst an alle Sicherheits- und Abstandsregeln hält, heißt dies leider nicht, dass andere das auch tun.

Von welchem Reiseblogger stammt dieser Corona-Reisetipp?
Von Vicki vom Blog Vicki Viaja. Sie entdeckt gerne Orte fernab von den Touristenpfaden und lernt dabei Einheimische und deren Kultur kennen. Das bedeutet aber nicht, dass du sie nicht auch mal an den typischen Touristen Hotspots wie New York, London, Bangkok oder dem Machu Picchu finden kannst.

Outdoor Aktivitäten in Corona-Zeiten

8. Mehr Outdoor-Aktivitäten planen

Seit dem Sommer bin ich wieder unterwegs auf Reisen. Zwar hat sich mein Reiseverhalten durch Corona schon verändert, aber ich freue mich, dass ich wieder unterwegs sein kann. Aktuell mache ich vor allem Kurztrips in Deutschland und ins benachbarte Ausland. So war ich u.a. in Franken, an der Mosel, in den Vogesen, eine Woche in Kärnten und von dort aus noch für drei Tage in Slowenien. Auf Flugreisen verzichte ich ganz und bin momentan mit dem Zug oder Auto unterwegs. Auf Reisen halte ich die lokalen Regeln ein, wie z.B. Maske tragen, Abstand halten und Hände desinfizieren.

Auf den Reisen bin ich vor allem outdoor unterwegs, unternehme Wanderungen, Radtouren, Kanutouren oder probiere auch mal neue Outdoor-Aktivitäten aus. Das habe ich auch vor Corona schon am liebsten gemacht, und auch jetzt richte ich meine Reisen fast komplett danach aus. Man ist dann an der frischen Luft, aktiv und in Bewegung, sieht viel von der Region und kann auf Touren meist gute Landschaftsfotos machen. Und das Abstandhalten draußen ist meist kein Problem. Deshalb mein Tipp: die aktuellen Corona-Bestimmungen kann man eigentlich ziemlich gut einhalten, wenn man eine Reise mit verschiedenen Outdoor-Aktivitäten plant.

Wer steckt hinter diesem Corona-Reisetipp?
Heiko vom Reiseblog People Abroad. Er schreibt über Individual- und Aktivreisen, Wandern, Radfahren, Outdoor-Abenteuer, Städtereisen und Roadtrips als Schwerpunkte. Reiseziele sind Regionen in Deutschland, Europa und Länder auf anderen Kontinenten.

Corona Reisetipps

9. Flexibilität ist das A und O

Unser wichtigster Tipp zum Reisen zu Zeiten der Corona-Pandemie ist: flexibel bleiben! Gerade erleben wir wieder, dass sich die Lage täglich ändert und damit auch die Regeln und Einschränkungen.

Daher gilt für uns: wir buchen nur Reisen, die wir auch kurzfristig wieder stornieren können, ohne auf den Kosten sitzen zu bleiben. Und kurzfristig meint sehr kurzfristig. Also bis zum Tag vor der Anreise. Das ist manchmal sehr schwierig zu finden. Daher Augen auf, wenn es heißt „Kostenlose Stornierungsmöglichkeit“. Schau immer genau, was für Fristen darunter fallen. In Zeiten der Pandemie hilft dir eine Stornierung nicht, die du bis spätestens zwei Wochen vor Antritt der Reise durchführen musst.

Für die Anreise verlassen wir uns nur auf unsere individuelle Anreise mit dem eigenen Auto. Zum einen müssen wir uns im Fall der Fälle nicht mit Stornierungskosten und Rückerstattung herumschlagen. Zum anderen möchten wir nicht längere Zeit auf engem Raum im Flugzeug, Bahn oder Bus mit anderen Menschen zusammengepfercht sein. Zumal das korrekte Maskentragen ja offensichtlich eine Kunst ist, die nur ein gewisser Teil der Bevölkerung beherrscht. Außerdem sind wir auf diese Art flexibel, was eine Änderung der Reiseroute oder eine vorzeitige Rückreise angeht.

Das dritte ist: wir behalten auch unterwegs immer die Entwicklung der Infektion in unserem Reisegebiet im Auge. So können wir schnell reagieren, wenn sie in eine kritische Richtung geht.

Welche Blogger stecken hinter dem Reisetipp?
Gina und Marcus vom Blog 2 on the go. Sie schreiben über individuelle Reisen und richten sich damit besonders an Menschen im mittleren Lebensalter. 2016 brachen sie zu einer einjährigen Weltreise auf, über die sie natürlich auf dem Blog ausführlich berichten. Neben dem Bericht über ihre Weltreise gibt es Artikel zu Fernreisen, Kurzreisen, Wandern und viele Tipps rund ums Thema Reisen.

Eure Meinung

Ward ihr in der letzten Zeit mal unterwegs und könnt von euren Erfahrungen zum Thema Reisen während Corona berichten? Dann hinterlasst uns gern einen Kommentar, wir freuen uns drauf!

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