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Hat der Senegal Sehenswürdigkeiten? Lohnt sich eine Reise in den Senegal? Und wie! Sehenswertes gibt es im westlichsten Staat Afrikas jede Menge. Mit einer Fläche von 196.839 Quadratkilometern ist das Land in seiner Größe nicht zu unterschätzen, gerade im Gegenteil zu seinen südlichen Nachbern Gambia und Guinea-Bissau. Ganz im Gegenteil, der Senegal bietet afrikanisches Abenteuer in allen Ecken des Landes, von der wilden Hauptstadt Dakar bis zu Naturhighlights wie dem Mündungsgebiet des Sine Saloum Delta. Wir stellen euch die schönsten Sehenswürdigkeiten und besten Highlights im Senegal genauer vor.

Dakar

Die Hauptstadt des Senegals ist Dakar, eine echte Metropole, die als eine der entwickeltsten Städte in Westafrika gilt. Sie ist Business-Hub und Schaltzentrale der ganzen Region und über die Landesgrenzen hinaus große Wichtigkeit. Auch für die meisten Senegalesen ist es ein lang gehegter Traum, einmal in der Hauptstadt zu leben. Wieso das so ist? Ganz einfach, in Dakar ist immer was los.

Die Stadt ist aufgeteilt in mehrere Viertel, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein erster Anhaltspunkt ist das Herz der Stadt, der Place de l’Indépendance. Da es hier jedoch nicht viel zu entdecken gibt, führt einen ein Spaziergang schnell weiter in die beschäftigten Straßen des Sandaga Markts. Von hier aus ist es auch nicht weit bis zum Hafen, von dem aus täglich Fähren auf die ehemalige Sklaveninsel Île de Gorée fahren.

Außerdem sehenswert ist der älteste Stadtteil Dakars, das Plateau-Viertel. Hier stehen nicht nur alte Gebäude, man findet auch einige nette kleine Boutiquen, die man im Senegal gar nicht erwarten würde. Stark im Kommen ist derzeit der gesamte Bereich rund um das Viertel Les Almadies, wo sich der westlichste Punkt Afrikas befindet. Und bei Europäern besonders beliebt ist der Stadtteil Ngor der vor allem bei Surfern beliebt ist. Neben dem ursprünglichen Fischerdorf der Lébou umfasst er auch Neubaugebiete und Hotels sowie eine Insel gleichen Namens, die île de Ngor.

Feiern geht man in Dakar am beste im Stadtteil Medina, wo sich viele angesagte Clubs befinden, in denen nicht selten Youssou N’Dour, der Superstar Senegals, die Bühnen bespielt. Allerdings gilt Medina abends als nicht sonderlich sicher, weshalb man im Dunkeln lieber auf ein Taxi zurückgreifen sollte.

Sehenswert ist außerdem der Stadtteil Les Mamelles, wo das monumentale Denkmal der Afrikanischen Unabhängigkeit steht, das die ganze Stadt überragt – übrigens ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang entlang der Dakar Corniche. Die Küstenstraße blüht gerade im Sonnenuntergang auf. Dann treffen sich hier die Sportler von Dakar zum gemeinsamen Joggen, Fußballspielen am Strand oder auf einem der vielen Open-Air-Sportplätze direkt am Wasser.

Monument der afrikanischen Renaissance

Das Monument de la Renaissance africaine ist eine 49 Meter hohe Bronzestatue und damit die höchste Staue in Afrika. Das Denkmal soll die Idee der Afrikanischen Renaissance verkörpern und ist aus drei Zentimeter dicken Bronzeblechen gefertigt. Es zeigt, wie eine Frau und ein Mann mit einem Kind auf seinem linken Arm vereint aus einem Vulkan steigen. Sehr heroisch!

Dakar International Fair Ground

Afritecture par excellence! Der Dakar International Art Gound heißt CICES und ist ein echtes Highlight der Architektur, das die Herzen jedes Architektur-Fans höher schlagen lässt. Der fast zwei Hektar große CICES-Komplex ist so groß, dass er einen eigenen Stadtteil im Norden von Dakar umfasst, während sein Design seinesgleichen sucht.

Die weit verteilten Gebäude bestehen aus dreieckigen Pavillons im senegalesischen Art-Déco-Stil, der das Areal aussehen lässt, als sei man mitten in Dakar plötzlich in eine Science-Fiction-Film der 1970er-Jahren geraten.

Tatsächlich handelt es sich beim CICES nicht um ein stillgelegtes Handelszentrum, sondern bietet auch heute noch viele Fachveranstaltungen und Wirtschaftstreffen, wo sich die Elite Afrikas zum Austausch trifft. Der erste Präsident, Léopold Sédar Senghor, nutzte das Zentrum als Teil eines breiteren kulturellen Ausdrucks der Unabhängigkeit seines Landes und der bösartigen Architektur des Landes zu einem etwas ästhetischen Gefühl, für das er bekannt war. Er war ein Mann mit großem Intellekt und tiefem Verständnis für die kulturelle Kunst und Architektur der Welt

Ohne jegliches Eintrittsgeld kann man durch den Komplex schlendern und die teils noch brach liegenden Gebäude besichtigen. Ebenfalls wird auf dem Dakar International Fair Ground alle zwei Jahre das FIDAK (Foire International de Dakar) ausgerichtet.

Les Almadies & Cap Vert

Der westlichste Punkt in Afrika liegt im Senegal, genauer gesagt im Pointe des Almadies. Er befindet sich am nordwestlichen Ende der Halbinsel Cap Vert. Neben der scheinbar endlosen Aussicht auf den Atlantik ist Cap Vert auch international für seine guten Surfspots bekannt. Surfer werden hier ausreichend Möglichkeiten finden, sich zu beweisen.

Pointe des Almadies ist nicht nur der westlichste Ort auf dem afrikanischen Kontinent. Er liegt in der Nähe des Nationalparks Îles de la Madeleine und an den Hügeln von Les Mamelles zwischen dem Dorf N’gor und der Stadt Yoff. Von der Innenstadt von Dakar braucht man zum Pointe des Almadies rund 30 Minuten mit dem Taxi. von der Innenstadt von Dakar, der senegalesischen Hauptstadt, entfernt und wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren.

Île de Gorée

Gefängnisinsel Île de Gorée ist eines der schönsten Senegal Sehenswürdigkeiten. Sie liegt vor der senegalesischen Küste vor Dakar und war im 15. bis 19. Jahrhundert das größte Sklavenhandelszentrum an der afrikanischen Küste. Das riecht nach Geschichte!

Abwechselnd unter portugiesischer, niederländischer, englischer und französischer Herrschaft bietet die Architektur einen krassen Kontrast zwischen den dunklen Sklavenvierteln und den eleganten Häusern der Sklavenhändler. Die Insel Gorée ist bis heute ein Symbol menschlicher Ausbeutung und zugleich ein Zufluchtsort der Versöhnung. Dieser Ort muss man bei einer Senegal-Reise unbedingt gesehen haben.

Haus der Sklaven

Das Maison des Esclaves heute eine Gedenkstätte für den grausamen Sklavenhandel auf der Insel Gorée. Das im Jahr 1784 erbaute Sklavenhaus erzählt die Geschichte der Sklaven anhand von Fotografien und Schriftstücken. Hier kann man die Zellen der Männer Frauen und Kinder besichtigen, sowie die Kerker in denen die Arbeiter gehalten wurden. Höhepunkt ist die „Tür der Reise ohne Rückkehr“, ein vielsagender Name, dessen Strahlkraft einem noch heute beim Besuch einen kalten Schauer über den Rücken jagt.

Yoff & Île de Ngor

Dakar ist der perfekte Ausgangspunkt für kleinere und größere Ausflüge im Senegal. Wer genug vom Trubel der Großstadt hat, der kann recht einfach Tagesausflüge von Dakar machen. Besonders bietet sich dafür die Surfinsel Île de Ngor an, die direkt vor Dakar liegt. Hier gibt es auch Surfcamps, denn das Surfen im Senegal ist nicht nur mögloch, sondern eine echte Trendsportart, die inzwischen auch Surfer aus Europa anzieht. Auch das Viertel Yoff lockt mit seinem entspannten Flair und vielen Surfcafés die Surfer dieser Welt an.

Die schönsten Tagesausflüge von Dakar

Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Surfing-Senegal

Retba-See: Lac Rose

Eine der sagenumwobendsten Sehenswürdigkeiten des Senegal wartet nordöstlich der Hauptstadt Dakar: der Salzsee Lac Retba. Er ist färbt sich zur richtigen Tageszeit rosa und wird daher auch Lac Rose oder Pink Lake genannt. Das einzigartige Naturschauspiel ist eine Seltenheit. Wir haben einen rosa See sonst nur in Saudi Arabien mit eigenen Augen gesehen und können es nur empfehlen, sich diese spektakuläre Landschaft einmal mit eigen Augen anzusehen.
Der Grund für die rosa Farbe sind übrigens die im Wasser lebenden Bakterien. Sie sind für uns Menschen zwar völlig ungefährlich, sorgen aber dafür, dass der Retba See bei Einheimischen und Touristen zum beliebten Badesee geworden ist. We kann schon behaupten einmal in einem pinken See gebadet zu haben?

Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Lac-Rose

Petite Côte: Mbour & Sally

Die Petite Côte befindet sich zwischen Toubab-Dialaw und Joal-Fadiouth. Der Küstenabschnitt ist das touristische Zentrum des Senegals. Das heißt, es ist eben genau der Ort, an dem Pauschaltouristen Urlaub machen. Wer einfach nur am Strand liegen möchte, der kann das hier wunderbar tun.

Die gesamte Küste lebte früher einmal hauptsächlich vom Fischfang. Auch heute noch ist der Fischmarkt Mbour ein echtes Wahrzeichen. Geld wird heute besonders in den Hauptorten Mbour und Sally Portudal gemacht – zumeist jedoch in den Hotels. Daneben ist auch die berühmte Muschelinsel, Île de Joal, ein beliebter Ort für Touristen.

Hier befindet sich das nette Örtchen Fadiouth. Neben dieser Muschelinsel befinden sich daneben noch zwei weitere Inseln: Eine, auf der sich ein christlicher Friedhof befindet und eine, die als Speicherinsel genutzt wird. Sally Portudal ist außerdem einer der Ausgangspunkte für Reisen in den Nationalpark Niokolo Koba, in dem Besucher auf Safaris gehen können.Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Mbour-Pirogen

Sine Saloum Delta

Das Sine Saloum Delta ist der Ruhepol des Senegals. Das Mündungsgebiet des Sine Saloum ist von etlichen Inseln und Wasserarmen durchsetzt und sucht weltweit seinesgleichen. Der gesamte Nationalpark umfasst etwa 40 Prozent des insgesamt 180.000 Hektar großen Mündungsdeltas. Hier kann man ganz wunderbar richtigen Urlaub  im Senegal machen. Dabei wohnt man in kleinen Hütten, wird durch Vollpension verwöhnt und kann mit kleinen Kanus, mit Kayaks oder aber auf traditionellen, bunten Pirogen über das Wasser schippern und die Stille des Deltas in sich audsaugen. Auch Angeln im Sine Saloum Delta sehr beliebt.

Alle Infos rund um Anreise und Unterkunft gibt’s im ausführlichen Reisebericht über den Sine Saloum  im Senegal.

Eine der schönsten Senegal Sehenswürdigkeiten: Das Sine Saloum Delta im Senegal

Saint Louis

Wer Interesse an der Geschichte des Landes hat, sollte in den Norden fahren und die Stadt Saint Louis auf sich wirken lassen. Die ehemalige Hauptstadt von Französisch-Westafrika ist heute ein echter Ort der Ruhe. Hier findet man einsame Sandstrände, Kolonialgeschichte und intakte Natur. Sehenswert ist von hier aus auch der Senegal Fluss, der sich elegant mit dem Schiff bereisen lässt, sowie die beiden Nationalparks Langue de Barbarie und Djoudji.

Nationalpark Niokolo-Koba

Der Niokolo Koba Nationalpark liegt im Südosten des Senegal und umfasst eine Fläche von über 8.000 Quadratkilometern. Erst im Jahr 1980 gegründet wurde schon ein Jahr später zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Das soll mal ein Nationalpark nachmachen!

Im Nationalpark Niokolo Koba ist perfekt für Erkundungen in der Natur, denn während die Landschaft von Steppen, Savannen und Buschland geprägt ist, gibt es hier unter anderem Nilpferde, Krokodile, und Schimpansen. Aber mit Glück sieht man hier auch Paviane, Büffel, Meerkatzen oder Antilopen. Die Nähe zu Guinea lässt es auch den Fluss Gambia durch den Park fließen, ebenso wie den Niokolo Koba. Und auch für Vogelliebhaber ist der Niokolo Koba Nationalpark ein echtes Mekka, denn hier leben 330 unterschiedliche Vogelarten.

Nationalpark Djoudj

Apropos Vögel, der Djoudj Nationalpark ca. 60 km nordöstlich von Saint-Louis im Norden des Senegal bildet das drittgrößte Vogelreservat der Welt. Er ist seit 1981 Weltnaturerbe der UNESCO und gehört seit 2011 zum Weltkulturerbe.

Das Gebiet ist nicht nur für Ornithologen ein gefundenes Fressen, sondern vor allem auch für die Heerschar an Vögel. Sage und schreibe 400 Arten leben im Djoudj Nationalpark. Im europäischen Winter gesellen sich die Zugvögel Europas hinzu, die nach ihrer Durchquerung der Sahara hier im Vogelreservat auf die ersten Süßwasservorkommen stoßen. Die meisten bleiben gleich ganz hier, was zu extrem postkartenreifen Motiven führt, zum Beispiel zu 10.000 Pelikanen auf einem Foto.

Zentrum: Thiès, Touba & Tivaouane

Das Zentrum des Senegals bilden die beiden Städtchen Touba und Tivaouane, in denen sich die beiden islamischen Bruderschaften Mouriden und Tijaniden heimisch fühlen. Ausgangspunkt für Reisen in die beiden Orte ist der Verkehrsknotenpunkt Thiès, der etwa, je nach Verkehr, 90 Minuten von Dakar entfernt ist. Thiès ist die zweitgrößte Stadt des Landes und mit ihren 240.000 Einwohnern ein wichtiger Industrie- und Wirtschaftsstandort.

Touba wiederum ist die heilige Stadt der Mouriden. Hier herrschen strenge Regeln: kein Alkohol, ordentliche Kleidung und keine Zigaretten. Auch ein Kopftuch wird hier gern gesehen. Tivaouane ist die heilige Stadt der Tijaniden und damit das Zentrum für die Festlichkeiten zum Geburtstag des Propheten Mohammeds, die jährlich unter dem Namen Moulod-Fest hier stattfinden. Senegal-Sehenswuerdigkeiten-Kiosk

Casamance

Unterhalb des Nachbarlands Gambia befindet sich die Casamance, ein fruchtbarer Landstrich, der nach dem gleichnamigen 320 Kilometer langen Fluss benannt ist. Besonders an der Casamance ist ihre Vegetation. Während der Rest des Landes eher trocken erscheint, ist es hier feucht und fast schon tropisch. Von der Hauptstadt der Region, Ziguinchor, aus bieten sich Ausflüge zu den traditionellen Diola-Dörfern an.

Außerdem kann man hier wunderbar flanieren, denn es gibt Alleen, Handelshäuser und ein Kolonialcharakter, der fast schon einmalig ist.
Die Casamance wird unterteilt in drei Teile: Basse Casamance, Haute Casamance und Moyenne Casamance. In der gesamten Region schläft man am besten in den “campements villageois”, einfache aber traditionelle Unterkünfte. Alle Infos darüber gibt es im “Office de Campements Rurals Integrées” in Ziguinchor.

Senegambische Steinkreise

Die Senegambischen Steinkreise aus dem 8. Jahrhundert liegen in einem Band von 100 Kilometer Breite und 350 Kilometer Länge, sie umfassen mehr als 1000 Monumente, die sich entlang des Flusses Gambia im Senegal und in Gambia.Sie sind die ältesten Bauwerke ihrer Art in der Subsahara und dienten ursprünglich zur Kennzeichnung von Gräbern früherer Herrscher.

Am 12. Juli 2006 wurden vier Gruppen dieser Steinkreise bei Sine Ngayène, Wanar, Wassu und Kerr Batch in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Große Moschee von Touba

Die zweitgrößte Stadt des Senegal ist die Stadt Touba und eine Sehenswürdigkeit an sich. Sie liegt östlich von Dakar und gilt als das religiöse Hauptstadt des Landes. Der Grund: Touba ist das Zentrum der Mouriden, einer Sufi-Bruderschaft innerhalb der islamischen Gemeinschaft, und wurde durch den religiösen Führer Ahmadou Bamba im Jahr 1887 gegründet.

Nach dessen Tod wurde am Ort seines Grabes die 1963 fertiggestellte Grosse Moschee errichtet, die im Zentrum der heutigen Stadt liegt. Die Große Moschee von Touba ist eine der größten Moscheen in Afrika und begeistert Besucher mit seinen Eingangstoren und den Minaretten, die bis in 10 Kilometern Entfernung zu sehen sind.

Vélingara-Krater

48 Kilometer beträgt der Durchmesser des Vélingara-Kraters im Süden des Senegals. Die Kraterstruktur befindet sich im Osten des zum Senegal gehörenden Landesteils Casamance, der zwischen Gambia und Guinea-Bissau liegt. Man sagt, dass die kreisrunde Form auf dem Einschlag eines Meteoriten zurückgeht, der im Laufe der Zeit durch Sedimente und andere Ablagerungen bedeckt wurde. Na, wenn das keine der tolle Sehenswürdigkeit ist!

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