Skyline Sofia in Bulgarien
Inhaltsverzeichnis


Sofia ist eine der angesagtesten Metropolen im Balkan. Die bulgarische Hauptstadt überzeugt mit einer quirligen Restaurantszene, mit Streetart und einer aufstrebenden Jugend, welche die Stadt immer wieder neu in Szene setzt. Was aber sind die schönsten Sofia Sehenswürdigkeiten und welche sollte man auf einer Bulgarien-Reise nicht verpassen?

Dieser Reiseführer führt an die schönsten Orte in Sofia. Er zeigt auf, welche Sehenswürdigkeiten und Highlights man sich unbedingt anschauen sollte und verrät viele Geheimtipps für den perfekten Städtetrip nach Bulgarien.

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Sofia zwischen Historie und hipper Metrople

Sofia steckt voller Geschichten, was vor allem an der komplizierten Vergangenheit liegt. Jede historische Sehenswürdigkeit in der bulgarischen Hauptstadt erzählt eine andere Geschichte. Seien es die Kirchen, die viele Jahrhunderte als Moscheen fungierten. Sei es die sowjetische Architektur oder auch die zahlreichen Hinterlassenschaften der Römer, die noch heute unverkennbar sind. Sofia ist aber auch eine moderne und überraschend hippe Großstadt, die aus der Liste der angesagtesten Städte des Balkans nicht wegzudenken ist.

Sofia Sehenswürdigkeiten

Ob man nur einen Tag in Sofia hat oder zwei bis drei Tage in der Hauptstadt Bulgariens verbringt: Es wird nicht langweilig. Je nachdem, wie viele Tage ihr in Sofia seid, könnt ihr euch anhand dieser Liste einen ersten Überblick verschaffen.

Hier sind die wichtigsten Sofia Sehenswürdigkeiten für euren City-Trip, damit bei eurer Reiseplanung nichts schiefgeht.Alexander Newski Kathedrale in Sofia

Alexander-Newski-Kathedrale

Wenn man eine Sehenswürdigkeit in Sofia als Erstes nennen muss, dann ganz sicher diese. Die Alexander-Newski-Kathedrale überrascht Erstbesucher anhand von ihrer schieren Größe. Während der Platz, auf dem die zweitgrößte Kathedrale des Balkans steht, oft voller Verkehr ist, bietet das Kirchenschiff Platz für 10.000 Personen.

Die Kathedrale wurde in den 1880er Jahren erbaut, und damit unmittelbar nach dem Sturz der Osmanen und der Neugründung des bulgarischen Staates.

Ursprünglich war der Bau übrigens den russischen Soldaten gewidmet, die im Zuge der Befreiung des heutigen Bulgariens ihr Leben verloren.

Öffnungszeiten:

Täglich 07:00-19:00 UhrRotunde des Heiligen Georg

Rotunde des Heiligen Georg

Die Ruinen einer roten Backsteinkirche klingen erstmal nicht sonderlich spannend? Können wir verstehen. Und doch ist alleine die Lage der Rotunde des Heiligen Georg etwas ganz besonderes.

In einem unscheinbaren Innenhof eines stattlichen Gebäudes trefft ihr auf die Reste eines Gebäudes, das im Jahr 300 erbaut wurde. Umso erstaunlicher ist, dass die Rotunde des Heiligen Georg bis jetzt so unversehrt bliebt.

Besucher treffen noch heute auf mittelalterliche Fresken, die einst von den Osmanen übermalt wurden. Nämlich genau dann, als die Kirche im 17. Jahrhundert zu einer Moschee umgebaut wurde. Fast noch unglaublicher ist, dass die Kirche erst in den 1990er Jahren wiederentdeckt wurde. Heute ist das Gebäude wieder eine tätige Kirche, in der täglich Gottesdienste auf Kirchenslawisch zelebriert werden.

Öffnungszeiten:

Für Touristen von 11:00-17:00 Uhr. Der Innenhof ist ganztägig zugänglich.Ivan Vazov National Theater

Ivan Vazov National Theater

Das Ivan Vazov National Theater, benannt nach dem Schriftsteller Iwan Wasow, ist eines der wichtigsten Sofia Sehenswürdigkeiten. Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt sollte man hier am Stadtgarten von Sofia auf jeden Fall einen kurzen Stopp einplanen.

Die Wiener Architekten Helmer & Fellner bauten das Theater mit seiner auffallend neoklassizistischen Struktur im Jahr 1909 und erschufen dabei eine echte Ikone Bulgariens.

So ziert das Theater bis heute zahlreiche Banknoten und ist für berühmte Theaterproduktionen landesweit bekannt. Seit 2007 erscheint das Gebäude im neuen Glanz: Die Fassaden, das Dach und die dekorativen Elemente wurden renoviert und neu vergoldet.

Unser Tipp:

Erst das Theater bestaunen und sich dann davor im Stadtgarten die Füße vertreten.

Öffnungszeiten:

Während der Veranstaltungen zwischen 19:00-22:30 Uhr.Zentrales Mineralbad Sofia

Zentrales Mineralbad Sofia

An der Stelle, an der heute das Zentrale Mineralbad steht, bauten die Osmanen früher ein Hammam. Als dieses während der Bulgarischen Wiedergeburt zerstört wurde, entstand ein neuer Stadtbadekomplex. Er beherbergte von 1913 bis 1988 ein Schwimmbad und Thermalbad.

Das Zentrale Mineralbad Sofia wurde 1913 im neobyzantinischen Stil mit einer großen Kuppel erbaut und war bis Mitte der 80er Jahre in Betrieb. Einen Blick wert ist der Brunnen in der Mitte, der immer noch von heißem natürlichen Quellwasser gespeist wird.

Unser Tipp:

Vor dem Bad liegt der Bad-Platz, auch „Platz vor dem Zentralbad“ genannt – ein ruhiger kleiner Park, der die Verbindung zum Boulevard Knjaginia Maria Luisa bildet.

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10:00-18:00 UhrBanja-Baschi-Moschee in Sofia

Banja-Baschi-Moschee

Dieses markanre Backsteingebäude von 1576 befindet sich im Zentrum von Sofia. Der türkische Architekt Mimar Sinan war kein geringerer als der Chefarchitekt des Sultans. Zu seinen weiteren Werken gehört auch die Blaue Moschee in Istanbul in der Türkei.

Was die Banya-Bashi-Moschee in Sofia außerdem so besonders macht, ist die Tatsache, dass sie die einzige aktive Moschee der Stadt ist. Taggäglich ruft der Muezzin und lockt bis zu 700 Gläubige zum Gebet. Freitags stehen die Gläubigen oft sogar bis vor das Gebäude.

Unser Tipp:

Außerhalb der Gebetszeiten können auch Nicht-Muslime die Moschee besuchen.

Öffnungszeiten:

Die Moschee ist rund um die Uhr geöffnet.Synagoge von Sofia

Synagoge von Sofia

Sofia besitzt die größte Synagoge auf dem ganzen Balkan und sogar die drittgrößte in Europa. Erbaut im Jahr 1909 für Sofias sephardisch-jüdische Bevölkerung bietet das Gebäude im maurischen Wiederbelebungsstil Platz für mehr als 1000 Menschen.

Im Inneren gibt es eine Dauerausstellung über die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Bulgarien.

Öffnungszeiten:

Sonntag bis Donnerstag 09:00-17:00, Freitag 09:00-16:00 UhrU-Bahnstation Serdica in Sofia

U-Bahnstation Serdica

Die U-Bahnstation Serdika II unterhalb der Innenstadt von Sofia ist einer der besten Orte, um die zwiebelartigen Schichten der bulgarischen Hauptstadt zu entdecken und tief in die Geschichte der Stadt einzutauchen.

Zuerst wird einem auffallen, dass in der U-Bahnstation jegliche kommerzielle Werbung fehlt. Stattdessen findet man museenartige Vitrinen vor, in denen sich neolithische Töpfe und römische Gefäße und Urnen befinden.

Sofia war in der antiken römischen Welt als es Ulpia Serdica (auch als Serdika geschrieben) bekannt und hatte war eine begehrte Stadt, nachdem die Römer sie 29 v. Chr. von den Griechen erobert hatten. Konstantin der Große soll sogar versucht haben, sie in das Rom des Balkans zu verwandeln. Was von alldem noch übrig bliebt, ist heute in der Metrostation Serdica zu sehen.

Noch ein Grund für einen Besuch ist das spektakuläre Glasdach, durch die der Anblick der Stadt umso ungewöhnlicher ist. Insofern ist die Metrostation Serdica eine der jüngeren und vor allem sehr fotogenen Sofia Sehenswürdigkeiten. Wir würden uns nicht wundern, wenn das bald ein beliebter Instaspot in Sofia ist.Sofias Sophienkirche

Sophienkirche

Wieso heißt die bulgarische Hauptstadt eigentlich Sofia? Ganz einfach, der Name geht auf die Kirche Sweta Sofija zurück. Es war diese Kirche, die der Stadt Sofia im 13. Jahrhundert während des Zweiten Bulgarischen Reiches ihren heutigen Namen gab.

Die St. Sofia Kirche stammt aus byzantinischer Zeit und wurde in den 500er Jahren auf der antiken Stadt der Nekropole von Serdica gegründet. Wieso sich ein Besuch der Kirche lohnt? Weil sich im Inneren Gräber befinden, die mehr als 1500 Jahre alt sind. Wahnsinn, oder?

Öffnungszeiten:

Täglich 7:00-18:00 UhrBerühmte Streetart in Sofia

Streetart in Sofia

Sofia steckt voller Steetart. Vor allem in der Straße Tsar Ivan Shishman muss man nicht lange suchen, bis man über ein Kunstwerk an einer Häuserwand stolpert.

Wo findet man die Streetart und Wall Murals?

Augen auf bei Straßenpollern und Stromkästen. Besonders die witzig bis bizarr bemalten Stromkästen genießen in Sofia echten Kultstatus.Parlament in Sofia

Mehr Sehenswürdigkeiten in Sofia

Narodno Sabranie (Parlament Bulgariens)

Die Narodno Sabranie ist das Parlament Bulgariens und damit das Gebäude, in dem die Nationalversammlung tagt.

Erbaut von 1884 bis 1928 in drei Etappen und im Stil der Neo-Renaissance, ziert noch heute ein Slogan die Fassade über dem Eingang. Dieser lautet “Obedinenieto Pravi Silata”, was übersetzt so viel bedeutet wie “In der Einheit liegt die Stärke”.St. Sedmochislenitsi Kirche in Sofia

St. Sedmochislenitsi Kirche

Früher Moschee, heute Kirche: Die St. Sedmochislenitsi-Kirche in Sofia wurde 1902 auf den Ruinen einer verlassenen osmanischen Moschee gegründet. Vor der Moschee stand am selben Ort ein Rila-Nonnenkloster und ein frühchristlicher Tempel aus dem 4.-5. Jahrhundert, dessen Ruinen 1901 ausgegraben wurden.

Der Architekt, der die Umwandlung der einst osmanischen Moschee in eine christliche Kirche vorschlug, war der Russe Alexander Pomerantsev. Die Bauarbeiten dauerten ein Jahr, von Mai 1901 bis Mai 1902. Das Unglaubliche daran ist, dass ein Großteil der Innenausstattung erst ais dem Jahr 1996 stammt.Sofias berühmter Vitosha Boulevard

Vitosha Boulevard

Der Vitosha Boulevard ist vor allem abends eine der Schlagadern der Stadt. Hier findet ihr sowohl Cafés, Bars und Restaurants, als auch größere Boutiquen diverser Marken. Dementsprechend voll wird es hier nachmittags und auch abends.

Das eigentliche Highlight aber thront am Horizont: der Vitosha-Berg. Den Ausblick aus der quirligen Fußgängerzone auf den Hausberg Sofias vergisst man so schnell nicht wieder.

Interessante Zusatzinfo:
Seit einigen Jahren erinnert der Vitosha Boulevard vor allem an die Zeit der Bulgarische Nationalen Wiedergeburt. Denn die Straße wurde mit Bänken, Kiosken und Laternenpfählen im Jugendstil ausgestattet, was dem Boulevard einen ganz neuen Charme verleiht.

Witoscha-Gebirge

Weil Sofia am Fuße des majestätischen Witoscha-Berges liegt, ragt genau dieses majestätisch hinter der Stadt empor. Oder anders gesagt: Der stolze 2290 Meter hohe Berg klebt in vielen Ecken der Stadt wie eine Tapete am Horizont. Er bietet den Großstädtern in nur 15 Kilometern Entfernung das ganze Jahr über tolle Wanderrouten mit Blick auf Sofia und im Winter beste Skimöglichkeiten.

Mit anderen Worten, der Vitosha-Berg ist immer gut für eine Verschnaufpause von der Großstadt oder für einen Blick aus der Vogelperspektive.

Sofia-Insidertipp:
Der einfachste Weg nach Vitosha führt über Aleko, das Skigebiet des Berges. Die Gondelbahn Simeonovo führt idealerweise direkt bis hin.

Museen in Sofia

Was kann man bei schlechtem Wetter in Sofia tun? Auch das ist absolut kein Problem. Denn Sofia gilt nicht ohne Grund als kulturelle Hauptstadt des Landes. Und diese hat sowohl einen soliden Ruf in Sachen Darstellende Kunst, als auch für renommierte Theater- und Ballettaufführungen. Das heißt, dass auch die Kunstszene Sofias entsprechend groß ist.

Je nachdem, ob man sich eher für die Geschichte Bulgariens oder für moderne Kunst interessiert, lässt es sich aus einer erstaunlich großen Auswahl an Museen wählen. In diesem Sinne sind hier unsere Tipps für Galerien und Museen in Sofia.

Unser Sofia-Insidertipp: The Red Flat

Lust auf eine Zeitreise? Besucht eine Wohnung, die noch heute so eingerichtet ist wie im kommunistischen Bulgarien der 1980er Jahre. Hier entdeckt man auf Audiospuren, wie das Leben damals war.

Man erlebt am eigenen Leib verschiedene Facetten des Lebens, von der Arbeit zur Freizeit, von der Schule zum Urlaub, vom Essen und Trinken zu Fernsehen und Hausarbeiten. Zwischen Vinylplatten und Uralt-Telefonen wähnt man sich mitten in der Zeit von Reagan und Gorbatschow. Endlich ist jemand auf die Idee gekommen, eine Wohnungseinrichtung einfach mal für die Ewigkeit zu behalten. Unser absoluter Lieblingstipp unter den Sofia Sehenswürdigkeiten!

Mindestens genauso sehenswert ist die National Gallery in Sofia. Die Nationalgalerie öffnete erst 2015 ihre Pforten für Besucher und zwar im Gebäude der ehemaligen staatlichen Druckerei am Alexander-Newski-Platz. Hier könnt ihr seither in 28 Hallen fast 2.000 Kunstwerke sowohl von bulgarischern, als auch von internationalen Künstler bestaunen.

Ebenfalls einen Besuch wert, ist die Modern Art Gallery. Bulgariens erste private Kunstgalerie ist seit 2009 offen und kann sich mehr als sehen lassen. Gerade bei Regenwetter in Sofia lockt die Sammlung mit Werken vieler Künstler. Einerseits werden Kunstwerke bulgarischer Künstker ausgestellt, andererseits warten aber auch internationale Highlights, zum Beispiel von Picasso, Warhol oder Matisse.

Nationales Historisches Museum Sofia

Ebenso sehenswert ist das Histroische Museum Sofias, indem ihr 8.000 Jahre bulgarische Naturgeschichte entdecken könnt. Im Nationalen Historischen Museum in Sofia warten sage  und schreibe 650.000 Objekte aus der Archäologie, der Kunst, Geschichte und Ethnografie auf geschichtsinteressierte Besucher. Sehenswert ist dabei aber vor allem auch das Gebäude selbst. Wieso? Weil es eher einem kommunistischen Palast ähnelt, als einem Museum. Der Grund: Es war früher einmal tatsächlich eine Regierungsresidenz.

Noch Fragen?

Ihr habt noch offene Fragen zu den Sofia Sehenswürdigkeiten oder plant z.B. gerade eine Städtereise nach Bulgarien? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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  1. Roland Reppin

    Hallo, das sind genau die Sehenswürdigkeiten, die mein Stadtspaziergang beginnend am Bahnhof, zum NDK, weiter Theater Ivan Vazov, Alexander-Newski-Kathedrale-Präsidentenpalast-ZUM beinhltet. Durchaus sehenswert ist das Einkaufszentrum Hali (Bul. Maria Luiza gegenüber Banya Bashi). Auch das NDK sollte Erwähnung finden, genau wie die Sofioter Universität Kliment Ohridski, an denen man vorbei kommt. Keinesfalls auslassen darf man die Wandermönche Kyrill und Methodii, die auf dem Gebiet des heutigen Bulgariens die kyrillische Schrift entwickelt haben. An der Universität sind sie in Stein gehauen. LG Roland

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