Winter in Japan

Japan steht für das saftige Rosa der Kirschbäume, die im Frühjahr in jedem Park des Landes blühen. Japan steht für die knalligen Werbetafeln in der faszinierenden Millionenmetropole Tokio. Japan steht aber auch für ein echtes, winterliches Traumland – mit schneebedeckten Gipfeln, dampfenden heißen Quellen und wärmenden Sake. Was den Winter in Japan so besonders macht und was die so speziellen Sehenswürdigkeiten im Winter sind? Das verraten wir euch in dem folgenden Artikel.

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Wo ist der Winter in Japan am schönsten?

Ganz besonders schön ist der Winter in Japan im Herzen der Hauptinsel Honshu, nämlich rund um die Präfektur Nagano und in der Region Hokuriku. Aber auch im Norden von Japan, auf der Insel Hokkaido kommen Winterfans so richtig auf ihre Kosten.

Was macht den Winter in Japan so besonders?

Allein auf den Inseln Honshu und Hokkaido gibt es 600 Wintersportorte und dank der Höhenlagen von 1.000 bis 1.800 Metern ist die Schneesicherheit in den Wintermonaten garantiert. So sehr, dass die Wintersaison manchmal locker bis in den Mai geht.

Kultur schnuppern in Kanazawa

Mitten in der schneereichsten Region Japans, in Hokuriku, liegt die Stadt Kanazawa. Mit ihrer über 500 Jahre alten Geschichte, ist sie heute ein wandelndes Geschichtsbuch. Hier könnt ihr nicht nur in die Vergangenheit des Samurai-Clans der Maeda schnuppern, sondern auch durch echte Geisha-Distrikte schlendern, denn in drei Bezirken wird die Geisha-Kultur noch vollständig zelebriert und gelebt. Kein Wunder, dass Kanazawa auch „Klein-Kyoto“ genannt wird.

Übrigens: Mitten in Kanazawa befindet sich eine der prächtigsten Gartenanlagen von Japan. Auch im Winter solltet ihr den Kenroku-en Park unbedingt besuchen.

Kanazawa wird auch Klein Kyoto genannt
© JNTO

Wie komme ich in die Region Hokuriku?

Hokuriku ist mittlerweile super einfach von Tokio aus zu erreichen. Mit dem Shinkansen seid ihr innerhalb von 2,5 Stunden in Kanazawa und könnt von hier aus die Region erkunden.

Wie reise ich innerhalb der Region Hokuriku?

Am einfachsten kommt ihr in Hokuriku mit dem Auto von A nach B. Jedoch ist die Automiete in Japan meist etwas kompliziert. Bequem geht es auch mit dem Zug. Innerhalb der Region verbindet die Hokuriku-Shinkansen-Linie die Städte miteinander.

Bummeln und entspannen in Wajima

Lust auf ein bisschen Kultur? Dann solltet ihr direkt morgens um 7 auf den Morgenmarkt in Wajima gehen. Hier wird alles mögliche – von Obst über Gemüse bis hin zu Meeresfrüchten – angeboten. Als Belohnung geht es danach in die heißen Badequellen, echten japanischen Onsen. Denn was könnte entspannter sein, als bei kalter Winterluft im heißen Wasser zu relaxen?

Wajima liegt übrigens auf der Halbinsel Noto und ist berühmt für die kleinen Fischerdörfer, die vielen Reisfelder und die atemberaubende Küstenstraße.

In Fukui kann man den Winter in Japan gut verbringen
© JNTO

In Fukui in einem Tempel übernachten

Ein echtes Highlight auf einer Winterreise in die Region Hokuriku versteckt sich in der Stadt Fukui. Hier könnt ihr in einem echten Tempel übernachten. Bis heute gilt der Zen-Tempel Eihei-ji als Ausbildungskloster für bis zu 200 Mönche. 70 verschiedene Gebäude befinden sich auf dem gesamten Gelände- darunter auch ein bisschen Platz für Touristen, die Lust haben, in die Zen-Kultur Japans richtig tief einzutauchen.

Raue Küste in Tojinbo

Winter in Japan ist nur Schnee? Das finden wir nicht. Denn gerade in der Region Hokuriku habt ihr den perfekten Kontrast zwischen echtem Winterurlaub, spannender Kultur und rauer Küste. Unweit von Fukui entfernt könnt ihr euch in Tojinbo die frische Meeresluft um die Nase wehen lassen.

Übrigens: Tojinbo ist berühmt für die spektakulären Klippen und Felsen, die es so nur noch in Korea und Norwegen gibt.

Winterliche Küste in der Region Hokuriko in Japan
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Über Serpentinen ins UNESCO-Weltkulturerbe Toyama

Das absolute Winter-Highlight ist die Fahrt von Tojinbo nach Toyama. Hier geht es über den 2.700 Meter hohen Mt. Hakusan nach Gokayama. Berühmt ist der Ort für seine drei- bis vierstöckigen Häuser, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen, weil sie ohne Nägel in steiler A-Form gebaut wurden und so den dicken Schneemassen trotzen. Viele der Häuser sind mittlerweile über 300 Jahre alt – und immer noch bewohnt. Wahnsinn!

Toyama bietet eine tolle Kulisse im Winter in Japan
© JNTO

Nagano: 200 Abfahrten, 60 Kilometer Piste, 21 Skiregionen

Einmal so richtig Olympialuft schnuppern? Das geht in Nagano ganz gut. Die Stadt gehört zur Region Hokuriku und ist knapp 300 Kilometer von Toyama entfernt.

Berühmt ist Nagano vor allem für die japanischen Alpen, die die Stadt umgeben und an mancherorts sogar 3.000 Meter hoch sind. 1998 wurden hier die Olympischen Spiele ausgetragen und bis heute ist die Präfektur Nagano eine der beliebtesten Wintersportdestinationen in Japan. Kein Wunder, denn die Wintersportgebiete Shiga Kogen, Hakuba Valley und Nozawa Onsen bieten über 60 Kilometer an Pisten. Ein bisschen Zeit solltet ihr also schon einplanen.

Wie komme ich nach Nagano?

Dank des perfekt ausgebauten Zugsystems könnt ihr die gesamte Region Hokuriku ganz einfach mit der Hokuriku-Shinkansen-Linie erreichen. Von Toyama fährt so zum Beispiel innerhalb von einer Stunde der Shinkansen nach Nagano.

Nagano ist perfekt für einen Winter in Japan
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Winterlandschaft in Nagano in Japan
© JNTO

Bei den badenden Affen im Jigokudani Yean-Koen Nationalpark

Wer mal einen Tag Pause von den Pisten braucht, der sollte unbedingt in den Jigokudani Yean-Koen Nationalpark reisen. Er ist ca. 30 Kilometer von Nagano entfernt und das Zuhause der berühmten badenden Affen. Die gönnen sich hier in der kalten Winterluft ihr warmes Bad. Verständlich, oder?

Tipp: Für ein bisschen Fernweh kann man den Affen übrigens über eine Livecam beim Baden zuschauen.

Winter Wonderland Hokkaido

Hokkaido mit der Hauptstadt Sapporo ist Japans zweites großes Winter Wonderland. Die Insel im Norden des Landes hat von Mitte November bis Anfang Mai Schneesicherheit und bekommt dank der sibirischen Witterungseinflüsse immer wieder Ladungen von perfektem Pulverschnee. Die unterschiedlichen Schneegebiete auf Hokkaido könnt ihr ganz einfach mit dem Bus erreichen, denn sie liegen ca. 40 bis 120 Minuten voneinander entfernt.

Wie komme ich von Nagano nach Sapporo?

Mit der Hokuriku-Shinkansen-Linie könnt ihr ganz einfach von Nagano nach Tokio fahren und dort eine der vielen Flugverbindungen ab Tokyo Haneda oder Tokyo Narita nach Sapporo nutzen.

Tipp zur besten Reisezeit: Solltet ihr im Februar in Japan sein, dann schreibt euch das „Snow Festival“ dick in den Kalender. In der ersten Februarhälfte findet nämlich ein Schnee- und Eisskulpturenwettbewerb statt, der weit über die Grenzen Japans berühmt ist.

Schneefestival in Sapporo
© JNTO
Schneefestival in Sapporo
© JNTO

FAQ: Winter in Japan

Wie teuer ist Winterurlaub in Japan?

Tatsächlich überraschen die Preise für einen Winterurlaub in Japan. Denn durchschnittlich kostet der Tagesskipass umgerechnet ca. 25 bis 29 Euro.

Es gibt unzählige Highlights im Winter in Japan. Dabei sind es nicht nur die vielen Skipisten und Winterorte, sondern vor allem auch die Gegensätze in der Region Hokuriku, in Nagano und auf Hokkaido, die eine Reise in der Winterzeit nach Japan zu einem unvergesslichen und vor allem ganz anderen Japan-Urlaub machen.

Wo bekomme ich die Ausrüstung für den Winterurlaub in Japan her?

In den meisten Gebieten können komplette Ausrüstungen ausgeliehen werden. Wichtig: Wer eine Schuhgröße ab 44 hat, sollte vorher kurz per E-Mail oder Telefon eine Vorbestellung machen.

Gibt es auch Ski- und Snowboardkurse in Japan?

Mittlerweile gibt es immer mehr Kurse, die auch auf Englisch angeboten werden. Eine gute Übersicht gibt es auf snowjapan.com.

Habt ihr noch Fragen zum Thema Winter in Japan? Dann hinterlasst uns gern einen Kommentar, wir freuen uns drauf!

 

*Werbung: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Tourismus Japan entstanden.

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