Chana Chaat in Karatschi
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Etliche Gewürze, dicke Rauchschwaden von offenem Feuer und Zuckerschocks am späten Abend: Essen in Pakistan ist eine Lebensaufgabe und eine, die jedem Fernweh bereitet, sobald dieses Foodmekka wieder verlassen muss. Pakistanisches Essen ähnelt leicht der indischen Küche, sollte aber nicht mit dieser verglichen werden. Denn hier werden auch noch afghanische und persische Einflüsse in die Kochtöpfe gemischt. Heraus kommt ein breites Spektrum an Curries, Snacks und Kebabs, das ganz sicher niemanden hungrig lässt.

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Wann wird in Pakistan gegessen?

Wenn nicht gerade Ramadan ist, dann wird in Pakistan genau wie in Europa gegessen, nämlich morgens, mittags und abends. Dabei ist das Mittagessen eher ein kleiner Snack und das Abendessen ein echtes Festmahl, das meist mit der ganzen Familie oder Freunden auch spät am Abend eingenommen wird. In Pakistan ist es nicht selten, dass auch noch 22 oder 23 Uhr die Grillrestaurants sehr gut besucht sind.

Wie wird pakistanisches Essen verzehrt?

Zumeist isst man in Pakistan auf dem Boden und das gerade, wenn man bei einer Familie zu Hause ist oder mit Freunden isst. Natürlich gibt es in Restaurant ganz normale Bestuhlung. Typisch pakistanisch ist es jedoch, am Boden zu essen und die pakistanischen Speisen auf einer Art Matte auszubreiten. Diese nennt man hier “Dastarkhan”, eine Art Tischdecke. Alternativ wird auf einem “Takht” gegessen.

Ist pakistanisches Essen scharf?

Ja und nein. Es gibt Gerichte, die einem ordentlichen den Mund wegbrennen. Gleichzeitig sind aber vor allem einige vegetarische Gerichte in der pakistanischen Küche sehr angenehm mild.

Kann man als Vegetarier durch Pakistan reisen?

Vegetarier finden ebenfalls ein paar Optionen in der pakistanischen Küche. Angefangen bei vegetarischem Biryani über viele der oben genannten Snacks, die zumeist auf Kichererbsenbasis und Joghurt bestehen bis hin zu vegetarischen Curries. Achtung: Pakistan ist eben nicht Indien. Deswegen ist die Küche hier fleischlastiger als im hinduistischen Nachbarland.

Pakistanisches Essen: Die besten vegetarischen pakistanischen Rezepte

  • Baingan Bharta: Ähnlich zum Baba Ghanoush. Hier wird eine gut gewürzte Aubergine über dem offenen Feuer gebraten und dann mit Tomaten, Zwiebeln und weiteren Gewürzen zubereitet. Ein leckeres Gericht mit leichtem Rauchgeschmack.
  • Sarson da Saag: Saag ist ein Gericht, das auf der Basis von Spinat, Senfblättern, Brokkoli oder anderem grünen Gemüse hergestellt wird. Dafür wird das Grün klein gehackt und mit fermentierter Butter (Ghee) oder gelber Butter (Makkhan) angereichert.
  • Daal: Ein Gericht auf der Basis von Linsen, das fast einem Linseneintopf ähnelt und am besten mit Naan schmeckt. Achtung: Manchmal wird Daal direkt mit einer Fleischeinlage serviert.
  • Aloo: Aloo heißt Kartoffel in Südasien und wird in Pakistan zum Beispiel als Aloo Gobhi mit Blumenkohl serviert oder in Form eines Curries.
  • Paneer bzw. Panir: Auch in Pakistan wird der feste Frischkäse zu Curries verarbeitet. Besonders lecker ist Paneer Reshmi, bei dem der Paneer in einer Art Joghurtsauce zu einem würzigen Curry verarbeitet wird.

Frühstück in Pakistan

Das typische pakistanische Frühstück heißt “nashta” und besteht aus einer Eierspezialität, meist Spiegeleier oder Omelette mit Zwiebeln, Tomaten und Chili sowie Brot und einem warmen Getränk, wie Tee.

Zu besonderen Feiertagen oder am Sonntag gibt es zum Frühstück alternativ “Halwa Poori”. Dieses Gericht besteht aus Halwa (hier als süße Paste serviert), Poori (frittiertes Brot) und Chana Massala (gewürzte Kichererbsen).

Mittagessen in Pakistan

Mittags wird in Pakistan schnelles Essen serviert. Damit ist kein Fast Food gemeint, sondern Essen, das eben keine allzu lange Vorbereitung benötigt. Dazu gehören beispielsweise vegetarische Curries, Fleischcurries oder Fischcurries, die mit Reise oder diveresen Broten serviert werden.

Brote in Pakistan

  • Paratha: Ein rundes, flaches Brot, das auf der Basis von Ghee hergestellt wird. Teilweise gibt es gefüllte Parathas mit Kartoffeln, Spinat oder Huhn.
  • Chapati bzw. Roti: Runde, flache Brote aus Getreidemehl (ohne Hefe)
  • Naan: Dickere Brote, die an Pizzateig erinnern und aus gesäuertem Teig gemacht werden (durch Zugabe von Milchsäurebakterien oder Hefe). Der Teig wird über einem offenem Feuer bzw. in einem dafür vorgesehenem Ofen, dem Tandoor, gebacken.
  • Roghani Naan bzw. Roghni Naan: Eine Art Fladenbrot aus Mehl, Eiern, Milchjoghurt und einigen Gewürzen, wie Mohn oder Zwiebelsamen.

Streetfood in Pakistan

Streetfood in Form von kleinen Snacks gibt es in Pakistan an jeder Ecke. Häufig allerdings weiß man nicht so richtig, worum es sich dort handelt bzw. ob man sich als Reisender einen Versuch wagen sollte. Aber: Wer die Snacks in Pakistan nicht probiert, der hat einen essentiellen Teil der Kultur verpasst. Unser Lieblingsort, um sich einmal durch das Angebot an Streetfood in Pakistan zu futtern ist übrigens die Walled City von Lahore.

Snacks in Pakistan werden als “Chaat” bezeichnet. Dafür gibt es vorgesehene Chaat-Läden, in denen verschiedene Straßensnacks frisch zubereitet und verkauft werden.Chana Chaat Streetfood in Karatschi

Hier eine Übersicht der gängigsten Chaats in Pakistan:

  • Bhalla: Dieses Gericht wird in Chaat Läden verkauft. Es besteht aus frittierten Bällchen aus einer Grüne-Bohnen-Paste. Die Bällchen werden klein geschnitten und mit Joghurt, Tamarindensauce und Gewürzen serviert.
  • Panipuri bzw. Gol Gappay: Übersetzt heißt Panipur “Wasser in frittiertem Brot” und das ist es auch. Hier werden kleine frittierte, harte und vor allem hohle Brotbälle mit gewürzten Kartoffeln oder Kichererbsen gefüllt. Serviert werden die Bälle mit gewürztem Wasser. Beim Essen werden die Bällchen in das Wasser getunkt, sodass sie dann mit den Kartoffeln und dem Wasser gefüllt sind, und in einem verzehrt.
  • Chana Masala: Chana ist eine Art von Kichererbsen, die größer ist als die, die wir aus Europa kennen. Hierbei handelt es um ein Kichererbsen Curry, das kalt serviert wird und durch Tomaten und Zitronensaft leicht sauer ist. Darüber kommen Gewürze, die heute sogar schon fertig zu kaufen sind als “chana masala”. Darin müssten Kümmel, Kurkuma, Zimt, Nelken und etliche andere Gewürze sein.
  • Ladu: Hier werden Kichererbsen Patties mit Joghurt und Aprikosenchutney getoppt.

Neben den vielen Snacks der Chaat-Shops gibt es häufig auch Samosas am Straßenrand zu kaufen. Diese frittierten Taschen sind mit verschiedenen Dingen gefüllt – ob Kartoffeln, Kichererbsen oder Fleisch.

Fleischsnacks in Pakistan

Auch Kebabs und Burger gibt es in Pakistan am Straßenrand zu kaufen. Beispielsweise werden Chapli Kebabs (siehe Kebabs) oder Bun Kebabs (siehe Kebabs) frisch auf Märkten zubereitet.

Ein weiterer leckerer Snack mit Fleisch ist das “Rolled Paratha”. Ein wenig sieht es aus wie ein Wrap, nur wird hier das pakistanische Fladenbrot Paratha genommen und mit Lamm, Rind oder Huhn gefüllt. Sehr lecker und immer frisch!

Fleisch in Pakistan

Die Pakistanis lieben ihr Fleisch und noch mehr lieben sie BBQs. Die Straßen sind am Abend gefüllt mit dampfenden Grillständen, auf denen verschiedenste Fleischsorten vor sich hin gegrillt werden. In Pakistan wird kein Schweinefleisch gegessen, dafür aber viel Lamm oder Hammel, Ziegen, Hähnchen und Rind. Fisch und Seafood gibt es in kleinen Mengen und auch hauptsächlich in den Küstengebieten.

Hier ist eine kurze Auflistung der gängigen Grillgerichte in Pakistan:

  • Seekh Kebab (سيخ کباب‎) – Längliche Rinderwürstchen, die aus Hackfleisch geformt wurden und Köfte ähneln. Sehr gut gewürzt.
  • Shami Kebab ( شامی کباب‎) – Flacher Fleischklops (ähnlich zum Burgerpatty) aus Hackfleisch, Hähnchen, Kichererbsen und Gewürzen.
  • Chapli Kebab ( چپلی کباب‎) – Flacher Fleischklops (ähnlich zum Burgerpatty) aus Hackfleisch, gebraten in tierischem Fett.
  • Chicken Kebab bzw. Moorgh-Kuh-bob ( مرغ کباب‎) – Hier variieren die Arten. Mal gibt es das Huhn mit Knochen, mal ohne.
  • Lamb Kebab ( کبابِ برہ گوشت‎) – Wenn man in Pakistan Lamm Kebab bestellt, dann bekommt man Lamm-Würfel vom Grill.
  • Bihari Kebab ( بہاری کباب‎) – Ähnlich zum Seekh Kebab. Rindfleisch mit Gewürzen.
  • Shashlik ( شیشلیک ‎) – Shashlik ist immer Lammfleisch vom Bein, das sehr typisch gewürzt ist.
  • Bun Kebab ( بن کباب‎) – Die pakistanische Art des Burgers, kann Rind, Lamm, Fisch oder Huhn sein.
  • Shawarma (شاورما‎) – Hier wird Fleisch von einem riesigen Fleischklops abgeschnitten. Ähnelt dem deutschen Döner, da das Fleisch im Naan landet und mit Gemüse garniert wird.
  • Tikka Kebab ( تکہ کباب‎) – Hier wird Rindfleisch, Lamm oder Huhn in Würfel geschnitten, mit Joghurt mariniert und auf einem Kohlegrill gegrillt.
  • Boti Kebab ( بوٹی کباب‎) – Lamm-, Rind- oder Hühnchenwürfel vom Grill, die manchmal mit grünen Papaya mariniert werden.
  • Kaleji Kebab ( کلیجی کباب‎) – Rindfleisch, Lamm oder Hähnchenleber werden gegrillt und mit Lammleber gespickt.

Zum pakistanischen Essen gehören auch die Lammgerichte in Peschawar

Reisgerichte in Pakistan

Pakistanisches Essen ohne Reis? Neben einer großen Anzahl an verschiedenen Broten, ist auch Reis eine wichtige Beilage in Pakistan. Häufig wird sie zu Fleischgerichten gereicht. Außerdem gibt es feste Reisgerichte, die als ganze Mahlzeiten gelten und aus der pakistanischen Küche nicht wegzudenken sind.

Biryani vs. Pulao/Pilaf

Und schon ist die Diskussion eröffnet: Bei beiden pakistanischen Speisen handelt es sich um klassische Bratreisgerichte, bei denen zum Reis etliche Gewürze, Brühe und Fleisch gegeben wird. Biryani ist von beiden jedoch die herzhaftere Version, da im Pulao häufig auch Nüsse, Möhren oder Rosinen zu finden sind. Außerdem ist Biryani ein eigenständiges Gericht, während Pulao in Pakistan meist als Beilage serviert und dazu noch Raita (Joghurtdip) gereicht wird.

Getränke in Pakistan

  • Lassi: Ein entweder salziges oder süßes Getränk, bei dem Wasser mit Milch gemischt wird.
  • Naurus: Die Firma Naurus ist in Pakistan schon seit etlichen Jahren für ihren besonderen Sirup bekannt. Dieser schmeckt nach Rose, Sandelholz und Kräutern und wird mit Wasser gemischt.
  • Zuckerrohrsaft: Beliebtes Straßengetränk, bei dem der Saft aus frischem Zuckerrohr mit einer speziellen Maschine gepresst wird.

Tee in Pakistan

Tee ist in Pakistan viel mehr als nur ein Getränk. Es ist ein Weg, um mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen, sich mit der Polizei anzufreunden, Zeit zu vertreiben, sich zu wärmen oder einfach nur zu zeigen, dass man sich hier pudelwohl fühlt. Je nach Region variieren die Teevarianten. Übrigens wird Tee hier “chai” genannt. Hier mal die gängigsten Arten von Tee in Pakistan:Typischer Tee in Pakistan

Schwarzer Tee: Die Basis

Die gängigste Form von Tee in Pakistan. Der “Doodh Pati Chai” wird mit Milch, Zucker und Gewürzen gekocht. Achtung: Wer es nicht so süß mag, sollte direkt am Anfang nach nur wenig Zucker fragen. Die leckersten Varianten von Schwarztee in Pakistan sind mit Zimt, Ingwer oder Kardamom.

Butter Tee: Wie bitte?

In der Region Gilgit-Baltistan und auch in Chitral wird der eigentlich aus Tibet stammende Butter Tee getrunken. Hier wird Schwarztee mit Yak Butter, Wasser und Salz gekocht.

Pink Tea: A girl’s dream

Dieser rosafarbene Tee wird an speziellen Events, wie einer Hochzeit, getrunken und auch “Kashmiri Chai” genannt. Er besteht aus Gunpowder Tee (zu kleinen Perlen geformte Oolong Tee- oder Grünteeblätter), Pistazien und Kardamom.
Grüner Tee: Gerade in der Region Khyber Pakhtunkhwa ist Grüner Tee sehr beliebt. Er wird hier mit Saffran und Nüssen serviert.

Desserts und Süßigkeiten in Pakistan

Pakistanisches Essen aufzulisten wäre nicht vollständig, wenn wir die Desserts herauslassen würden. Süßigkeiten gibt es in Pakistan an jeder Ecke. Häufig werden diese in speziellen Süßwarengeschäften verkauft. So gibt es beispielsweise richtige Halva-Läden, Bäckereien und Eisstände. Diese Süßigkeiten sollte man in Pakistan nicht verpassen:

  • Kulfi: Kulfi ist Eis am Stiel, jedoch viel fester und cremiger, als wir es in Europa kennen. Es wird auf der Basis von süßer Milch hergestellt und schmilzt viel langsamer als anderes Eis. Es gibt unzählige Geschmacksrichtungen von Kulfi, die gängigsten sind jedoch Sahne, Rose, Mango und Kardamom.
  • Gulab Jamun: Frittierte Teigbällchen, die in Zuckersirup getränkt werden.
  • Jalebi: Kleine Streifen, ähnlich zum Aussehen von Nudeln, die zu flachen Spiralen geformt werden. Die zuckersüßen Dinger werden auf frittiertem Maida Atta Mehl (raffiniertes Mehl) hergestellt und sind echte Zuckerschocks.
  • Sohan Halwa: Halwa ist eine Süßspeise, die auf Zucker, Wasser und Maismehl basiert. Bei Sohan Halwa handelt es sich um festes Halwa, das in verschiedensten Geschmäckern in Form von kleinen, festen Würfeln verkauft wird. Gerade in der Gegend rund um Multan gibt es unzählige Halwaläden, die hier schon seit Anfang des 18. Jahrhunderts bestehen.
  • Kheer: Reispudding auf der Basis von Milch und Zucker. Diesen gibt es meist als Dessert in Restaurants. Er wird mit verschiedenen Dingen, wie Rosinen, Kardamom, Cashews oder Pistazien angereichert.
  • Gajar ka Halwa: Süßer Dessertpudding auf Karottenbasis.
  • Rabri bzw. Rabree: Pudding, bei dem Milch bei niedriger Hitze lange gekocht wird, bis sie dicht wird und ihre Farbe rosa wird. Zucker, Gewürze und Nüsse werden hinzugefügt, um ihm einen Geschmack zu verleihen.
  • Ras Malai: Eine Art Käsekuchen ohne Boden/Rand.

Sonnenuntergang und Straßensnacks in Karatschi

Pakistanisches Essen: Die Lieblingsgerichte der Pakistaner

  • Biryani: Gebratener Reis, der, je nach Region und Familie, anders gekocht wird. Mal ganz einfach, mal mit ganz vielen Gewürzen, mal mit Fleisch, Fisch oder gar vegetarisch.
  • Kabuli Pulao: Gebratener Reis mit süßem Topping, wie Rosinen oder Nüssen
  • Nihari: Ein Eintopf, ähnlich zu Gulaschsuppe, der das “Nationalgericht Pakistans” ist und ewig lange gekocht wird und damit einen besonderen Geschmack trägt. Welche Fleischsorte im Nihari landet, variiert. Mal Lamm, mal Schaf, mal Rind.
  • Mutton Tikka: Lecker gewürztes Lammcurry
  • Patty Tikka: Jegliche Form von gegrilltem Fleisch auf einem Brot. Eine Art Burger mit sehr vielen Gewürzen.
  • Haleem: Ebenfalls ein Eintopf, der von Region zu Region unterschiedlich ist und meist auf der Basis von Weizen oder Gerste hergestellt wird. Manchmal befindet sich auch Fleisch im Eintopf, wie zum Beispiel Huhn oder Lamm.
  • Dum pukht: Dabei handelt es sich um eine Zubereitungsform, in der leicht gewürztes Fleisch in kleinen (Ton-)Töpfen über einer kleinen Flamme lange gekocht werden. In Europa würde man diese Art des Kochens als “Slow Cooking” oder “Slow Roasting” bezeichnen. Das Fleisch wird so besonders zart und hat einen unglaublich leckeren Geschmack. Tipp: Unbedingt in Peshawar probieren.
  • Korma: Eine Art Curry, das auf der Basis von Joghurt, Sahne, Nuss- und Samenpasteten hergestellt und mit Kokosmilch veredelt wird.
  • Kadhi: Joghurt Curry mit Spinatklößchen
  • Beef Bihari Tikka: Sehr stark gewürztes Rindfleisch, das mehrere Stunden mariniert wurde, und dann in kleinen Stücken gegrillt wird.
  • Cow Brain Masala: Der Name spricht Bände. Hier wird das Gehirn einer Ziege in vielen Gewürzen gekocht. Lecker!
  • Gobhi Paratha: Häufig ein leckeres Frühstücksgericht. Hier wird das Brot Paratha mit einem Mix aus Blumenkohlflocken und Gewürzen gefüllt und gebraten.
  • Karahi: Auch hier handelt es sich um eine Kochart. Ein Karahi ist eine Art Wok bzw. ein dicker runder Kochtopf.
  • Aloo keema: Jegliche Art von Fleisch, die lange gekocht wird mit Kartoffeln.

Backpacking in Pakistan - unser eigenes Bucht

➜ In unserem Buch verraten wir, wie Paan bei uns gewirkt hat. Alle Informationen gibt es auf der Website zum Buch Backpacking in Pakistan. Ihr könnt es auch einfach online bestellen.

Paan: Lecker oder gefährlich?

Ein weiterer fester Bestandteil der pakistanischen Kultur ist das Kauen von Betelnussblättern. Diese werden hier gerollt und mit allerlei Dingen gefüllt und dann von festen Paan-Ständen verkauft – und zwar so, dass sie direkt in den Mund des Käufers gesteckt werden.

Betelnussblätter haben eine berauschende Wirkung und zumeist landet auch Tabak im inneren der Betelnussblatt-Rolle. Es gibt aber auch eine Version ohne Tabak, in der dann zuckrige Dinge und Rosenwasser geträufelt wird.

Das Kauen von Betelnussblättern färbt den Mund rot und die Zähne schwarz. Jedoch wird dies nicht nach einem Mal passieren. Wer es also mal probieren möchte, der sollte das unbedingt tun. Allein schon, weil die Paan-Stände meist schon so lange bestehen und wunderschön geschmückt sind.Obststand in Peschawar

Zu Hause pakistanisch kochen: Unsere liebsten Kochbücher

Wir lieben es, zu Hause zu kochen. Vor allem dann, wenn wir gerade ein Land vermissen oder uns noch einmal ganz kurz zurückversetzen möchten. Auch zum Thema pakistanisches Essen gibt es ein paar Kochbücher, die uns direkt in die Küche katapultieren. Hier sind unsere liebsten Kochbücher der pakistanischen Küche:

Fragen & Tipps

Habt ihr noch Fragen zum Thema pakistanisches Essen? Dann hinterlasst uns einfach einen Kommentar. Oder haben wir etwas vergessen? Dann freuen wir uns auf euer Feedback. Und für alle, die auch gern pakistanisch kochen: Hinterlasst uns doch ein paar leckere pakistanische Rezepte zum Nachkochen.

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