So geht Campen in Portugal
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In Portugal Urlaub campen ist für viele ein langgehegter Traum. Das Land ist wie gemacht für einen ausgedehnten Camping-Urlaub, vor allem für einen Portugal Roadtrip mit dem Campervan, einem Wohnmobil oder auch mit Mietwagen und Zelt. Kaum ein anderes Land in Europa verbindet den ewigen Traum vom Reisen, Campen und Surfen so gut wie Portugal. Im Portugal Urlaub warten das ganze Jahr über angenehme Temperaturen, echte Traumküsten an der Algarve und wundervolle Städte wie Lissabon, Porto, Faro oder Sintra. Hier sind alle Tipps rund ums Thema Camping in Portugal.So sieht camping in Portugal aus

Camping in Portugal

Was Portugal zum Campen so perfekt macht, ist vor allem die besondere Lage. Denn das Land liegt im äußersten Südwesten der Iberischen Halbinsel. Es grenzt im Norden und Osten an Spanien und im Westen und Süden an den Atlantik. Das sorgt für jede Menge Abwechslung auf einer Rundreise.

Das Land ist vor allem so klein, dass es sich bei einem Portugal Roadtrip in 2 Wochen komplett bereisen lässt. Wer eine Rundreise plant, hat die Qual der Wahl. Viele entscheiden sich bei der Wahl der Reiseroute für den Klassiker von Porto nach Lissabon oder vice versa. Andere wiederum konzentrieren sich vollkommen auf die Algarve im Süden Portugals. Beide Roadtrips haben ihre Vor- und Nachteile und wir wollen gleich genauer darauf eingehen.

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Camping an der Algarve

Die Algarve ist das unangefochtene Highlight beim Camping in Portugal und zieht die meisten Touristen an. Zwischen Tavira, Faro, Albufeira, Lagos und Sagres und Co. warten unglaublich traumhafte Buchten darauf, erkundet zu werden.

Eins ist man an der Algarve aber selten: alleine. Denn das die Algarve ein so besonderes Reiseziel ist, hat sich längst rumgesprochen. Dennoch können wir einen Roadtrip entlang der Algarve von Herzen empfehlen.

Camping in Portugal während Corona (Covid-19)

Kann man während Corona Campen in Portugal? Ja, man kann sogar sehr gut. Wir waren selbst während der Corona-Pandemie mit einem Campingbus in Portugal unterwegs. Es gibt keine anderen Einschränkungen, als in Deutschland. Beim Gang ins Restaurant und Café muss man ebenso eine Mund-und-Nasen-Bedeckung tragen, wie auch beim Einkaufen im Supermarkt.

Abgesehen davon ist Camping in Portugal auch während Corona möglich und keineswegs eingeschränkt.

Beste Reisezeit zum Campen

Hauptsaison in Portugal ist der Sommer. Wir raten dazu, die Sommermonate Juli und August für Camping in Portugal zu umgehen. Wer einen Camping Roadtrip in Portugal plant, der sollte den Frühling und den Herbst ins Auge fassen.

Denn die beste Zeit zum Camping in Portugal ist dann, wenn die Strände nicht überlaufen und die Stellplätze nicht übervoll sind. Vor allem die Algarve ist dann am schönsten, wenn die Menschenmassen schon wieder abgereist sind.

Die beste Reisezeit zum Campen in Portugal sind daher die Monate April und Mai, sowie September und Oktober. Dann herrschen meist sehr angenehme Temperaturen, während es im großen Rest Europas schon unangenehm kühl und nass wird. Ihr könnt mit viel Sonne, wenig Regen und angenehm hohen Temperaturen rechnen. Dabei ist es im Süden von Portugal meist wärmer als im Norden oder entlang der Atlantikküste.

Aber auch der März und der November können die perfekte Reisezeit zum Campen in Portugal sein. Wer seinen Portugal Camping-Trip so planen kann, dass er die Hochsaison umgeht, genießt nicht nur leere Strände, sondern meist noch bestes Wetter und oft auch günstigere Preise.Monte Clerigo in PortugalStrände an der Algarve

Portugal Roadtrip Tipps

Portugal ist einfach das perfekte Land für einen Roadtrip. Egal ob von Porto nach Lissabon oder entlang der Algarve, Portugal ist wie gemacht dafür, sich einfach ins Auto oder in den Campervan zu setzen und loszufahren.

Unsere besten Tipps für einen Roadtrip durch Portugal haben wir in einem anderen Guide zusammengefasst.

Alle Tipps zur Planung eures Portugal Roadtrips:

Roadtrip Portugal: 14 Tage von Porto über Lissabon bis an die Algarve

Roadtrip-Inspiration gefällig?

Roadtrip Filme: Die 33 besten Roadmovies aller Zeiten

Wildcamping in Portugal

Wildes Campen ist in Portugal verboten. Auch wenn einschlägige Foren im Internet etwas anderes behaupten, ist Wildcamping und freistehen im Land schlichtweg verboten und auch strafbar.

Die Antwort lautet also: Nein, man darf sich nicht einfach mit seinem Campervan oder Wohnmobil in die Natur stellen und das ist in unseren Augen auch richtig so.

Wieso? Weil die Vergangenheit gezeigt hat, dass sich leider nicht alle Camper an die Regeln halten. Uns ist es übel aufgestoßen wie verdreckt Wildcamping-Plätze meist sind. Papier wird achtlos liegengelassen, Plastikreste und Kippen hingeworfen und das Geschäft einfach im Busch verrichtet. Sorry, aber das geht einfach nicht.So sieht wildcampen in Portugal aus

Den Morgen mit Kaffee starten.

Darf man nun „freistehen“ und Wildcampen in Portugal oder nicht?

Keine Frage, dass wild campen in Portugal verboten ist, ist schade. Dennoch kann man in gewissem Maße an nicht ausgeschilderten Orten über Nacht stehen. Besonders entlang der Strände der Algarve werden Parkplätze oft so beschildert, dass es tatsächlich verboten ist, hier zu stehen. Andere wiederum werden nicht ausgewiesen. Es wird also nicht explizit darauf hingewiesen, dass ein Parken über Nacht strafbar sei.

Hier kann man beim Campen in Portugal also ruhig mal stehen bleiben, auch wenn man Gefahr läuft, dass die Polizei nachts auf den Parkplätzen nach Wildcampern sucht. Es soll schon zu Platzverweisen und auch Strafgebühren von bis zu mehreren hundert Euro gekommen sein. In den meisten Fällen wird man für Wildcampen an der Algarve und an der Westküste jedoch nur mündlich verwarnt.

Unser Tipp zum Wildcamping:

Übertreibt es einfach nicht. Wenn ein Schild ganz klar davon spricht, dass es verboten ist zu parken, dann parkt hier nicht. Sollte das jedoch nicht der Fall sein, dann bleibt es eure Entscheidung.

Eine Bitte aber:

Tut der Natur und allen anderen den Gefallen und lasst nichts liegen. Es tut jedem Camper im Herzen weh, zu sehen, wie sehr einige Stellplätze in Portugal vermüllt werden. Verlasst den Stellplatz also so, wie ihr ihn vorgefunden habt. Macht kein offenes Feuer! Packt euer Klopapier wieder ein, lasst keine Plastiktüten und Kronkorken liegen! Und, ja, vielleicht nehmt ihr auch einfach mal den Müll anderer mit. Großes Camper-Ehrenwort!

Campingplätze in Portugal

Es gibt an der Algarve wie in ganz Portugal eine Vielzahl an guten Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen. Sie lohnen sich aus zwei Gründen: Für Duschen und sanitäre Anlagen, aber auch für Wasser und Strom. Denn nur hier hat man die Möglichkeit, seinen Campervan oder das Wohnmobil an den Strom anzuschließen und alle Batterien wieder aufzuladen.

Wie findet man gute Stellplätze und Campingplätze in Portugal?

Gute Wohnmobilstellplätze, also professionelle Campingplätze findet man im Internet auf camping.info und auf Orbitur. Unser Tipp: Unbedingt darauf achten, welche Annehmlichkeiten der Campingplatz bietet. Man zahlt oft zwischen 10 und 30 Euro pro Nacht und Wohnmobil, nicht pro Person. Achtung: Die günstigen Campingplätze nehmen meist für jeden Toilettengang und jede Dusche eine Extragebühr.

Wo sind gute Stellplätze für Camper in Portugal?

Wer beim Portugal-Camping einfach nur einen Stellplatz für die Nacht außerhalb von Campingplätzen sucht, kann sie mit der Camper App “Park4night” oder der Camping App „iOverlander“ finden. Hier werden Wildcamping-Plätze und Parkplätze von Usern bewertet. Achtung: Wie gesagt ist dies nicht unbedingt die legale Art zum Übernachten mit dem Camper. Jeder muss das für sich entscheiden. Wichtig ist auch, dass einfach nicht alle an einen Platz fahren, denn so ist die Gefahr viel höher, dass auch die jetzigen Parkplätze für Übernachtungscamper geschlossen werden. Verteilt euch einfach ein bisschen.

park4night im Apple Store
park4night im Google Play Store

iOverlander im Apple Store
iOverlander im Google Play StoreSuper Aussicht an der Küste von Monte ClerigoFelsen in der Nähe von Lagos

Camping-Stellplätze in Portugal

Die schönsten Campingplätze muss man nicht lange suchen. Es gibt unzählige Stellplätze in Portugal, die perfekt sind für Camper und Wohnwagen. Wir können euch nach zahlreichen Rundreisen im Land folgende Highlights unter den Stellplätzen, Campingplätzen und Strandparkplätzen empfehlen.

Eins ist sicher: Manche Campingplätze direkt am Meer werdet ihr so schnell nicht vergessen!

Am besten ist, sich etwa um 15 Uhr am Nachmittag zu überlegen, wo man die Nacht verbringen will. Während man kostenpflichtige Campingplätze in Portugal nur in der Hochsaison vorab reservieren sollte, sind schlichte Parkplätze natürlich kostenlos. Sucht euch also rechtzeitig einen Platz zum Freistehen für die Nacht und bedenkt bitte dringend oben genannte Verbote und Verhaltensweisen zum Wildcamping.

In der Karte findet ihr unsere Campingplätze. Zwei davon (Faro Campervan Park und Salema Eco Camp) sind „richtige“ Campingplätze, die wir gegen eine Gebühr gebucht haben, der Rest sind Park- bzw. Stellplätze, die wir kostenlos genutzt haben.

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Unsere Campingplätze in der Algarve:

  • Faro Campervan Park: 11 Euro pro Nacht (Achtung: Dusche + Toilette kosten extra), R. Aquilino Ribeiro 7, 8005-177 Faro
  • Parkplatz vom Strand Manta Rota: hier gibt es keine Sanitäranlagen, dafür Meeresrauschen
  • Parkplatz vom Strand Praia Arrifes: liegt oberhalb einer Bucht, in der sich auch das Restaurant A Sardinha befindet (hier kann man abends gut essen, trinken und die Toilette nutzen)
  • Parkplatz oberhalb vom Strand von Odeceixe: keine Sanitäranlagen, aber toller Aussicht
  • Parkbucht in der Nähe vom Praia de Monte Clérigo: links vom Strand geht eine Schotterstraße in Richtung Praia da Fateixe und genau auf dieser Straße befinden sich perfekt gelegene Parkbuchten mit Wahnsinnsausblick
  • Salema Eco Surfcamp: 25 Euro pro Nacht inkl. Dusche, Toilette, Wasserstation, Praia da Salema, 8650-196 Budens

Camper mieten in Portugal

Für Camping in Portugal müsst ihr nicht viel planen. Bucht euch einen Flug nach Lissabon, Porto oder Faro, holt euren Camper ab und los geht’s!

Inzwischen gibt es zig Möglichkeiten, in Portugal einen Campervan, einen VW-Bus oder ein Wohnmobil mit Küche und Bad zu mieten. Hier können wir zum einen den Mietwagenvergleich von billiger-mietwagen empfehlen, zum anderen etwas viel Schöneres.Unseren Camper haben wir über Yescapa gebucht

Unser Tipp: Camper mieten bei Privatpersonen

Wer in Portugal ein Wohnmobil oder einen Campingbus mieten will, ist bei Yescapa genau richtig. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen für die Vermietung von Wohnmobilen und Campingbussen zwischen Privatpersonen. Das bedeutet, das man seinen Campervan oder Bus nicht bei einer Firma auslieht, sondern direkt bei dem Besitzer des Wagens. Tolle Sache, oder?

Die Idee macht es natürlich unheimlich echt und viel authentischer. Wer dem Kommerz entgehen will, fährt damit also genau richtig. Dem Vermieter tut man auch noch etwas Gutes, den er verlieht seinen Campervan natürlich nur dann, wenn er ihn nicht selbst braucht. Win-Win!

Mit dem VW Bus durch Portugal reisen? Auch das geht über Yescapa. Denn einige Portugiesen verleihen hier ihre nostalgischen Volkswagen-Busse. Von T2 bis T3 ist alles dabei.

Was kostet ein Campervan in Portugal?

Wer sich fürs Portugal-Camping einen Camper oder Wohnwagen leihen will, zahlt meist zwischen 60 Euro und 130 Euro am Tag, je nach Art und Größe. In der Nebensaison von Januar bis März zahlt man am wenigsten. Auch im Oktober und November sind Camper meist günstiger, als in der zwischen Mai und September.

Auf was muss man beim Camper mieten achten?

Fragt genau nach, wie der Versicherungsschutz ist und wählt einen Bus nach eurer Vorstellung. Oft kann man Extras dazubuchen wie Kindersitze, Navigationssystem, Wifi-Router und Fahrräder. Aber auch Surfbretter samt Neoprenanzug kann man dazubuchen.

Mit eigenem Camper anreisen

Natürlich kann man auch mit dem eigenen Camper anreisen und mit dem Wohnmobil oder Campingbus von Deutschland nach Portugal fahren. Ganz nach dem Motto: der Weg ist das Ziel.

Die Strecke von Deutschland (oder auch Schweiz oder Österreich) nach Portugal ist lang und man sollte mehrere Tage, wenn nicht Wochen, einrechnen. Besser ist sogar, man macht die Anreise nach Portugal selbst zum Teil der Reise. Die Strecke führt über Frankreich und Spanien, wodurch ihr tolle Stopps in beiden Ländern zu eurer Reiseroute einlegen könnt. Man denke nur an die französische Atlantikküste, an Barcelona, Andorra oder die Provence in Frankreich.

Empfehlung: Welche Route ist von Deutschland nach Portugal die beste?

Es gibt viele Reiserouten nach Portugal. Die schnellste führt über Bordeaux an der Atlantikküste in Frankreich und San Sebastián im Baskenland von Spanien. Von Frankfurt nach Lissabon sind es beispielsweise rund 2.300 Kilometer, wofür man mindestens zwei Tage benötigt – reine Fahrzeit.

Achtung: Mautstraßen

Unbedingt bedenken solltet ihr, dass es auf der Strecke auch Mautstraßen gibt. Achtet auf die richtige KFZ-Haftpflichtversicherung und vergesst eure Personalausweise oder Reisepässe nicht.So sehen die Straßen in Portugal aus

Autofahren in Portugal

Autofahren in Portugal ist nicht anders als in Deutschland. Es ist das Rechtsfahrgebot und fahren darf jeder mit gültigem EU-Führerschein. Einzig an die vielen Kreisverkehre muss man sich vielleicht gewöhnen.

Autobahn oder Nebenstraßen?

Es gibt wenige oft kostenpflichtige, aber sehr gut ausgebaute Autobahnen (A) in Portugal, aber auch National- & Bundesstraßen (IC + N). Wir empfehlen, soweit es geht die Landstraßen (M & CM) zu nehmen. Die führen nicht nur durch urige Dörfer und entlang wunderschöner Landschaften, sondern oft auch direkt an der Küste entlang.

Übersicht der Straßenqualität in Portugal:

  • Autobahn (A): meist wenig befahren, oft aber kostenpflichtig. Die Autobahnmaut hält sich aber in Grenzen.
  • National- & Bundesstraßen (IC + N): Manchmal sehr gut ausgebaut, manchmal aber holprig. Gerade an der Küste und im Alentejo sind die Bundesstraßen oft nicht besonders gut.
  • Landstraßen (M + CM): Oft holprig, aber abenteuerlich. Vorher gut überlegen, ob das eigene Auto/Camper das überlebt.

Mit anderen Worten: Außerhalb der Straßen und Autobahnen können die Straßen auch mal uneben und mit Schlaglöchern sein. Gerade entlang der Westküste an der Algarve fährt man hier häufig auf unebenen Wegen, Sandpisten und Schotterstraßen. Daher sollte eurer Campervan das auch aushalten können. Manche Strandparkplätze würden wir mit dem eigenen Auto wohl nicht anfahren.Straße in Odeceixe an der Algarve

Verkehrsregeln in Portugal:

  1. Vorfahrt: In Portugal gilt die Regel “Rechts vor links”.
  2. Promillegrenze: Sie liegt bei 0,5.
  3. Tempolimits in Portugal:
    Autobahn: 120 km/h (Wohnmobile über 3,5t: 110 km/h)
    Landstraße: 90 km/h (Wohnmobile über 3,5t: 80 km/h)
    Innerorts: 50 km/h

Mautstraßen in Portugal

Für viele Autobahnen zahlt man in Portugal eine Maut. Sie sind also kostenpflichtig. Wer Geld sparen will, muss also auf Haupt- und Nebenstraßen ausweichen.

Das Komplizierte an der Autobahnmaut in Portugal ist, dass es verschiedene Autobahnbetreiber gibt, die verschiedene Mautbeträge verlangen.

In vielen Fällen kann man an der Mautstation mit Karte oder direkt am Schalter bezahlen. An touristischen Regionen wie der Algarve wird aber eine elektronische Maut erhoben. An Stationen mit dem blauen Schild „electronic toll only“ kann man also nicht in bar bezahlen.Roadtrip Portugal

3 Maut-Optionen: Easy Toll, Toll Card & Via-Verde-Visitor-Sender

Maut-Option 1: Easy Toll

Die beste Option ist es, mit „Easy Toll“ zu bezahlen. Wie das geht? Melde einfach vorab deine Kreditkarte an einer Registrierungsstelle an. Dann wird sie mit deinem Nummernschild verbunden und die nötige Mautgebühr automatisch per Lastschrift von der Karte abgebucht. Du musst nichts weiter tun.

Maut-Option 2: Toll Card

Alternativ kann man sein Fahrzeug vorab registrieren und ein Prepaid-Guthaben (“Toll Card”) erstehen. Das geht ganz einfach online oder bei Filialen der portugieischen Post CTT. Hier kann man das Guthaben auch bei Bedarf nachladen.
Online registrieren und aufladen (per Kreditkarte, auf englisch): tollcard.pt

Maut-Option 3: Via Verde Sender

Die letzte Option kommt sicher nicht für jeden infrage. Hier bringst du einen ausgeliehenen Via-Verde-Visitor-Sender an der Frontscheibe des Wagens an. Der Sender kostet 6 Euro pro Woche und wird mit längerer Buchungszeit günstiger. Die Ausleihgebühr liegt derzeit bei 27,50 Euro. Ausleihen kann man den Via-Verde-Sender für eine Gebühr von 27,50 Euro an Autobahnraststetten, in Postfilialen, an speziellen Via-Verde-Filialen und online.
Wer den Sender im Auto angebracht hat, muss durch spezielle Via-Verde-Spuren durch die Mautstationen fahren. Die Option lohnt sich vor allem dann, wenn man längere Zeit in Portugal vor Ort ist.
Bezugsquelle (auf deutsch): tolltickets.comParken geht in Portugal super einfach

Parken in Portugal

Parken in Portugal ist meistens kostenpflichtig. Die Kosten halten sich aus unserer Erfahrung jedoch in Grenzen. Parkscheine bekommt man am Automaten für eine Gebühr zwischen 50 Cent und 1,50 Euro. Dabei zahlt man meist pro Stunde.

Unbedingt sollte man Parkverbote ernst nehmen. Das unrechtmäßige Parken am Straßenrand ist illegal, auch wenn es viele Portugiesen machen. Wer Strafe zahlen muss, zahlt gut und gerne Bußgelder bis zu 200 Euro.

Unser Tipp: Für einen kleinen Rundgang in der Stadt kann man oft eine Stunde bei Supermärkten wie auf dem Parkplatz des Intermarché oder Pingo Doce parken.

Tanken und Benzinpreise

Tankstellen sind in Portugal in der Regel von 07:00 bis 22:00 Uhr geöffnet und nicht selten mittags für einige Stunden geschlossen. Nur an Autobahnen haben Tankstellen oft rund um die Uhr geöffnet. Die günstigsten Tankstellen findet man meist an den Supermärkten Supermärkte Intermarché und Jumbo.

Achja, solltet ihr euch verfahren haben und eine Tankstelle suchen, lautet die Frage “Onde posso comprar a gasolina?“ – „Wo kann ich Benzin kaufen?“.

Unser Tipp zum Tanken in Portugal:

Wer sich in Portugal in der Nähe der Grenze zu Spanien aufhält (z.B. rund um Tavira und Monte Gordo), sollte in Spanien tanken. Dort sind die Benzinpreise viel günstiger als in Portugal. Ein kurzer Ausflug über die Grenze lohnt sich also mit dem Camper.

Einkaufen fürs Campen

Keine Sorge, in Portugal kann man alles kaufen, was es auch in Deutschland gibt. Die großen Supermärkte wie Intermarché, Aldi LIDL, SPAR und Continente sind super ausgestattet und sogar auf Camper ausgerichtet. Hier bekommt man alles von Gaskartuschen bis zu Campingstühlen und Sonennschirmen.

Auch die gängigen Einkäufe von Lebensmitteln zum Grillen auf dem Campingplatz oder dem abendlichen Dinner im VW-Bus lassen sich hier machen.

Einer unserer liebsten Camping-Tipps: Wir können Intermarché nur empfehlen. Nicht nur sind die Filialen am besten ausgestattet, auch findet ihr hier einen intergrierten Waschsalon mit Waschmaschinen und Trocknern (kostet 6 Euro für eine Wäsche).

Zusatztipp: Kauft euch für 1 Euro eine kleine Plastikschüssel und für noch 1 Euro einen riesigen Beutel Eis. Dann könnt ihr Bier, Weißwein und Co. bestens kühlen. Günstiger geht’s nicht!Was braucht man denn zum Campen in Portugal?

Kleine Camping-Packliste

Es gibt ein paar Dinge, die man beim Camping in Portugal dabei haben sollte – ganz abgesehen von Führerschein, Versicherung und Personalausweis. Hier ist unsere kleine Camping-Packliste.

  • Eine hübsche Lichterkette, denn meist sind die Lampen in Campervans nicht wirklich warm.
  • Eine Musikbox, um die Autobatterie zu sparen und trotzdem Musik zu hören.
  • Eine French Press für den perfekten Kaffee am Morgen.
  • Super leichte Handtücher, die schnell trocknen.
  • Unser Lieblingsgadget: Der Powercube damit alles über eine Steckdose geladen werden kann.
  • Eine Trinkflasche, um vor Ort die doofen Plastikflaschen zu sparen.
  • Wäscheklammern und eine Reiseleine, um mal fix ein paar Sachen zu trocknen.
  • Eine Stirnlampe für den Gang aufs Klo.
  • Ein Wifi-Router, um auch an abgelegenen Orte fix ins Internet zu kommen. Für unseren Router haben wir uns außerdem die Prepaid-Karte von Freenet-Funk gekauft. Da kostet 1GB Internet im europäischen Ausland 0,69 Euro pro Tag, innerhalb von Deutschland könnt ihr für 1 Euro surfen bis zum Abwinken.

Camping Portugal: Noch Fragen?

Ihr habt noch Fragen zum Campen in Portugal oder braucht Tipps für gute Campingplätze am Strand oder direkt über dem Meer? Schreibt einen Kommentar!

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