Kaktusgarten von César Manrique
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Der große César Manrique war mehr als ein Künstler. Er war Maler, Bildhauer und Umweltschützer – und vor allen Dingen war er der Inselarchitekt von der Kanarischen Insel Lanzarote in Spanien. Was César Manrique in Lanzarote erschuf, war die liebevolle Umsetzung einer Vision, von der Lanzarote bis heute profitiert.

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Wie prägte César Manrique Lanzarote?

Seit 2019 landet man in Lanzarote nicht auf irgendeinem Flughafen, sondern auf dem „César Manrique-Lanzarote-Flughafen“. Ein Name, der einen den ganzen Urlaub lang begleiten wird.

Wieso? Weil keiner die Kanarische Insel so sehr prägte, wie er. Über ganz Lanzarote verstreut findet man Relikte seines Schaffens. Noch heute tragen etliche Gärten, Bauprojekte und Aussichtspunkte die Handschrift des exzentrischen Künstlers. Viele sind zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lanzarote geworden. Einige spiegeln die 70er Jahre wider, einige reflektieren die 90er, aber die meisten sind schlicht zeitlos schön.

César Manriques Lanzarote ist bis heute erhalten geblieben – und das wird es wohl auch noch für sehr lange Zeit. Schließlich wurden viele Richtlinien der von ihm erdachten Inselarchitektur quasi sind die Inselstatuten geschrieben: Weiße Häuser, grüne Fensterläden, klare Linien und die ewige Verbindung von menschengemachter Architektur und den Wundern der Natur. Manriques Wunsch war es, seine Landschaftsbauten mit der umgebenden Natur in Einklang zu bringen.Cesar Manrique auf Lanzarote

Kunstwerke werden zu Sehenswürdigkeiten

Seine Vision kommt vor allem dann zum Tragen, wenn man mitten drin steht. Zum Beispiel im Mirador del Río, wo man mit dem Höhlenrestaurant im Fels zu versinken scheint, in Jameos del Agua, wo ein Pool so perfekt in ein surreales Naturwunder gebettet ist, das man sich in einer Fata Morgana wähnt, oder aber an einem seiner zahlreichen Windspiele – dort, wo der Wind mit seinen Kunstwerken spielt, tagein, tagaus.

Lanzarote als Lebensaufgabe

Dass man für viele Bauten von César Manrique in Lanzarote heute Eintritt zahlt, war sicher weniger im Sinne des Künstlers. Er selbst schenkte der Inselverwaltung viele seiner Landschaftsgärten und Skulpturen, während er sein Geld lieber mit abstrakten Bildern verdiente. Manrique sah es als Pflicht an, die Schönheit Lanzarotes hervorzuheben und zu verewigen.

Welch Ironie, dass gerade derjenige, der sich Zeit seines Lebens gegen den steigenden Verkehr ausgesprochen hatte, 1992 ausgerechnet bei einem selbstverschuldeten Autounfall starb. Seinen Stempel aber hatte er Lanzarote schon längst aufgedrückt. Und was für einer.

Was sind die schönsten Sehenswürdigkeiten César Manriques in Lanzarote?

In dieser kleinen Übersicht stellen wir die wichtigsten Bauten und Werke Manriques auf Lanzarote vor. Jedes einzelne ist für sich ein Meisterwerk.

Man kann sie allesamt besuchen, besichtigen und vor allem bestaunen. In vielen kann man sich niederlassen, speisen, trinken, gesellig sein und den Ausblick auf das genießen, was bei Manrique immer im Mittelpunkt stand: die Natur seines Heimat.

Übrigens: 1993, erst ein Jahr nach seinem Tod, ernannte die UNESCO Lanzarote zum Biosphärenreservat – als erste Insel der Welt.Jameos del Agua von Cesar ManriqueRestaurant im Jameos del Agua

Jameos del Agua

Essen mit Stil kann man in Jameos del Agua im Nordosten Lanzarotes. Kaum zu glauben, dass die Insulaner den heute so zeitlos stylischen Lavatunnel einst zumüllten. Dann kam César Manrique und verwandelte die karge Lavalandschaft, ein Teil des Lavafeldes des Vulkans Monte Corona, ab 1966 in eine Kunst- und Kulturstätte, die bis heute Touristen aus aller Welt anzieht.

Der Künstler Manrique gestaltete den Hohlraum an verschiedenen Stellen um und verschmolz die Architektur mit der Umgebung. Auch schuf er mit dem Auditorium einen Konzertsaal mit 600 Sitzplätzen und einer besonders guten Akustik und setzte an beide Endes des Lavatunnels ein Terrassen-Restaurant mit einem besonderen Charme zwischen subtropischen Pflanzen, Vulkanstein und hölzernem Mobiliar.

Alles umringt das Zentrum der Anlage: eine Salzwasserlagune. Sie beherbergt eine blinde Albino-Krebs-Art, die sonst nur in Tiefen von 2000 Meter am Ozeangrund lebt. Als sei das nicht genug, bettete er in den Außenbereich einen elegant geschwungenen Pool mit türkis schimmerndem Wasser, über den sich Palmen neigen. Mehr César Manrique geht nicht.

Unser Tipp:

Es gibt gesetzte Dinner im Jameos del Agua und diverse Veranstaltungen, bei denen die Anlage im mystische Abendlicht noch romantischer daherkommt.

Öffnungszeiten: Täglich 10:00 bis 18:30, Dienstag und Samstag auch von 19:00 bis 24:00 Uhr
Besuchsdauer: Etwa 1 Stunde ohne Besuch des Restaurants
Eintritt: 10 € für Erwachsene, 5 Euro für Kinder von 7 bis 12 JahrenMirador del Rio auf Lanzarote

Restaurant im Mirador del Rio, einem Kunstwerk von César Manrique in Lanzarote

Mirador del Río

Der Mirador del Río auf Lanzarote wurde 1974 fertiggestellt und ist mit Abstand der schönste Aussichtspunkt der Insel. Das liegt vor allem an der Lage auf dem Famarakliff und damit direkt über der Meeresenge. Hier wurden Ende des 19. Jahrhunderts, während des Krieges zwischen den USA und Kuba, Geschütze installiert.

Diese sind schon lange abgebaut und stehen seither etwas nördlicher. An Ort und Stelle aber erbaute César Manrique einen Mirador, der es in sich hat – im wahrsten Sinne.

Noch viel spektakulärer aber ist die Aussichtsplattform selbst. Manrique baute sie nicht etwa auf den Felsen, sondern in ihn hinein. Das Gebäude ist so gut in die Landschaft integriert, dass es mit dem Fels zu verschmelzen scheint. Besucher werden von einem breiten Panoramafenster begrüßt, einem Café davor und natürlich den typisch manriquesken Ausbau eines Lavalochs mit tropischen Pflanzen als Dekor.

Der 400 Meter hohe Mirador del Río bietet einen wahrlich atemberaubenden Ausblick auf die Nachbarinsel La Graciosa (“Die Anmutige”) und zu den Inseln Montaña Clara, Alegranza, Roque del Oeste und Roque del Este.

Unser Tipp:

Nicht nur auf die Außenterrasse gehen, sondern unbedingt auch über die Wendeltreppe aufs Dach des Miradors steigen.

Öffnungszeiten: 10:00 bis 17:45 Uhr täglich (15.07. bis 15.09. bis 18:45 Uhr)
Geschätzte Besuchsdauer: 30 Minuten fürs reine Sightseeing
Eintritt: 5 € für Erwachsene; 2,50 € für Kinder von 7 bis 12 Jahren

Jardín de Cactus

Früher ein runder Steinbruch, heute ein riesiger Kakteengarten: Der Jardín de Cactus im Dorf Guatiza dürfte nicht nur Freunde gepflegter Gartenkunst begeistern, sondern einfach jeden, der einen Hang zu schönen Dingen hat. Ja, an manchen Stellen wirkt der Jardín de Cactus wie ein großes Stillleben.

1991 ließ César Manrique in die Flanken des Steinbruchs Terrassen schlagen und verwandelte damit die vorher so karge Landschaft in ein frohlockendes Sammelsurium aus 4.500 Kakteen aus allen Kontinenten. Über 1100 verschiedene Kakteenarten findet man in der Anlage. Sie sind bestens gepflegt, hübsch drapiert und in Perfektion geglidert, genauso wie Manrique es wollte.

Es ist das natürlichste Werk von César Manrique in Lanzarote und jenes, das am meisten die Grundidee darstellt: die Verbindung von Architektur und Natur. Für den Eingangsbereich entwarf Manrique eine acht Meter hohe Kaktusskulptur aus Eisen, die wie ein Mahnmal unübersehbar an der Straße steht.

Unsere 7 Tipps für den Jardín de Cactus in Lanzarote

Unser Tipp:

Über allem thront ein Café mit Aussicht und darüber eine begehbare Windmühle mit der schönsten Aussicht auf den Kakteengarten.

Öffnungszeiten: 10:00 bis 17:45 Uhr täglich; von 15.07. bis 15.09 öffnet der Kaktusgarten schon um 9 Uhr; Restaurant 11-16 Uhr
Eintritt: 6,50 € für Erwachsene; 3,25 € für Kinder zwischen 7 und 12 JahrenEingang zur Cueva de los Verdes

Cueva de los Verdes

La Cueva de los Verdes zählt zu den allerersten Werken von César Manrique in Lanzarote. Die Lavahöhle schuf natürlich nicht er selbst – das wäre etwas zu viel erwartet – sondern die Natur vor etwa 3000 Jahren.

Sie ist Teil eines riesigen Höhlensystems und das Resultat eines gigantischen Vulkanausbruchs des Montana Corona. Dabei wurden große Landstriche im Nordosten von Lanzarote mit Lava bedeckt. Während deren Oberfläche jedoch schneller abkühlte und fest wurde, floss der Lavastrom im Inneren weiter und hinterließ einen spektakulären Hohlraum – eine Art Röhre.

Das 8 Kilometer lange Höhlensystem ist zum Teil noch unerforscht und nur ein Kilometer Besuchern zugänglich. Nur bei geführten Touren ist es möglich, die Cueva de los Verdes zu besichtigen. Sie dauern rund 45 Minuten und sind spektakulär – auch dank César Manrique.

Durch eine Einsturzöffnung geht es erst 50 Meter in die Tiefe, bevor man rund einen Kilometer durch eine bizarre Landschaft spaziert. Diese wurde von César Manrique und dem ebenfalls kanarischen Künstler Jesús Soto anhand von detaillierten Lichtinstallationen ausgeleuchtet.

Erst die geniale Umsetzung des Lichteinflusses macht aus der kargen, unterirdischen Landschaft ein wildes Sammelsurium aus Formen und Farben. Grelles Schwefelgelb trifft auf tiefrotes Eisenoxid, abfallende Wände auf unterirdische Seen und tropfsteinähnliche Gebilde aus erkalteter Magma, die liebevoll Lavatränen genannt werden.

Unser Tipp:

Am besten die Zeiten der Tourbusse vermeiden und besser früh morgens oder am späten Nachmittag kommen. Eine Jacke braucht man nicht, denn in der Höhle kühlt es sich kaum ab.

Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr (15.07. bis 15.09. bis 18 Uhr). Letzte Führung um 17:00 Uhr bzw. 18 Uhr.
Touren: Geführte Touren starten alle 30 Minuten und dauern 45 Minuten.
Eintritts: 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder zwischen 7 und 12 JahrenCasa Museo César Manrique auf LanzaroteCasa Museo César Manrique in Lanzarote

Casa Museo César Manrique

Einen besonders intimen Einblick in das Leben César Manriques erhält man beim Besuch des Museo César Manrique Haus in Haría, im Norden Lanzarotes.

Das letzte Wohnhaus des Künstlers ist malerisch ins Tal der tausend Palmen eingebettet und fungiert heute als Museum der ganz besonderen Art. Hier lebte, wohnte und arbeitete Manrique von 1988 bis zu seinem tragischen Unfalltod im Jahr 1992.

Es ist eine ruhige Atmosphäre, auf die man hier trifft: mit Palmen im weitläufigen Garten und Bauten, die durch besonders klare, ebenso ruhige Formen ein Gefühl der Entspannung hervorrufen. Manriques Rückzugsort reflektiert sowohl die traditionelle Bauweise eines Bauernhauses, als auch seine eigene Architektur.

Neben dem mit Lavasteinen gepflasterten Zitronenhof weiß vor allem sein Wohnhaus selbst mit klaren Linien, großen Fensterfronten, viel Grün und einem natürlichen Lichteinfall von oben zu überzeugen. Der letzte Wohnort César Manriques in Lanzarote ist ein ganz besonderer Ort im ohnehin malerischen Palmendorf Haría.

Unser Tipp:

Ein Ausflug nach Haría lohnt sich am meisten samstags zum Kunsthandwerksmarkt am Plaza León y Castillo.

Öffnungszeiten: 10:30-18:00 Uhr.
Eintritt: Erwachsene 10 €, Kinder bis 12 Jahre 1 €.Das Lagomar Museum von César Manrique in Lanzarote

LagOmar Museum

In einem kleinen Ort mit dem biblischen Namen Nazaret unweit von Teguise wartet eine ganz besondere Sehenswürdigkeit, die César Manrique in Lanzarote zu verdanken ist: das LagOmar.

Dabei handelt es sich um ein in einen vulkanischem Steinbruch eingebettetes Anwesen, das Manrique im Auftrag des englischen Immobilienmaklers Sam Benady und gemeinsam mit Jesús Soto gestaltete. Der Legende nach kaufte es der Hollywood-Schauspieler Omar Sharif (Doktor Schiwago, Lawrence von Arabien) und verlor es am selben Tag wieder im Bridge-Spiel. Daraufhin soll er beleidigt abgereist sein und wurde angeblich nie wieder auf Lanzarote gesehen.

Kein Wunder, dass Sharif sich ärgerte, denn die Villa ist ein wahres Wunderwerk der Architektur und wurde direkt in das Vulkangestein schlagen. Zeitgenössische Kunst trifft auf halboffene Höhlen und Säle.

Seit 1989 gehört das LagOmar dem deutschen Architekten Dominik von Boettinger und seiner aus Urugay stammenden Frau Beatriz van Hoff. Sie machten aus der Gartenanlage samt Pool ein Museum inklusive der heute besonders beliebten Bar „La Cueva“.

Unser Tipp:

Unbedingt für einen Drink bleiben. Im Eintrittspreis ist ein Getränk inbegriffen.

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass um 17:30 Uhr)
Eintritt: 6 Euro für Erwachsene; 2 Euro für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren

El Diablo

Ein weiteres markantes Bauwerk, das César Manrique in Lanzarote geschaffen hat, ist das Restaurant El Diablo im Nationalpark Timanfaya.

Während man ein Teil der Montañas del Fuego (Feuerberge) Lanzarotes auch gut auf eigene Faust mit dem Mietwagen oder Fahrrad erkunden kann, liegt das El Diablo Restaurant in einem nur kostenpflichtig zugänglichen Teil.

Das macht aber nichts, denn der Besuch lohnt sich gleich mehrfach. Von der Zufahrtsstraße an der LZ-67 kommend, zahlt man erst den Eintritt am Kassenhäuschen, bevor man die letzte Strecke zum Parkplatz bewältigt und es mit Reisebussen rund 40 Minuten und samt Erklärungen über Lautsprecher (in Spanisch, Englisch & Deutsch) durch die Vulkanlanschaft geht.

Erst danach besucht man das Restaurant El Diablo, das aus der Feder von César Manrique in Lanzarotes wildester Landschaft gebaut wurde – oder vielmehr darüber. Denn das Gebäude thront wie ein Ufo über der bizarren Landschaft und bietet durch eine durchgängige Glasfront weite Ausblicke bis aufs Meer bei den Felsen von Los Hervideros. Hier kann man im Ambiente Manriques über Lavadampf geröstete Hühnchen verspeisen. Buen provecho!

Unser Tipp:

Die besondere Architektur des Restaurants lohnt einen Besuch, weniger das recht teure Lava-Hühnchen.

Öffnungszeiten: Café von 9:30 bis 16:45 Uhr und Restaurant von 12:00 bis 15:45 Uhr.
Eintritt: Keiner, man muss aber den Eintritt in den Timanfaya Nationalpark zahlen. Erwachsene zahlen 12 €, Kinder von 7 bis 12 Jahren zahlen 6,00 €; ab 15 Uhr 20 % Rabatt auf den Eintrittspreis.

Fundación César Manrique

Im alten Wohnhaus Manriques, Taro de Tahíche, befindet sich heute die Fundación César Manrique. Die Kunststiftung beherbergt neben Werken von Picasso, Miró, Tapiés, Zobel und seinem Weggefährten Jesús Soto auch zahlreiche Werke des kanarischen Künstlers selbst.

Markant ist vor allem wieder einmal der besondere Ort. So wurde das “Vulkanhaus” in fünf Lavablasen gebaut. Der Legende nach kam Manrique die Idee dazu, als er an genau dieser Stelle einen Feigenbaum aus dem erkalteten Lavafluss ragen sah. Die Besitzer, die das Land damals für wertlos erachteten, schenkten ihm kurzerhand den Grund. Sehenswert ist auch die eiserne Skulptur El triunfador im Garten.

Unser Tipp:

Es gibt diverse Manrique-Shops der Stiftung, z.B. in Haría. Hier kann man auch Poster von César Manrique erstehen, ab 10 Euro aufwärts.

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 18 Uhr
Eintritt: 8 Euro für Erwachsene; 1 Euro für Kinder bis 12 JahreCésar Manrique Lanzarote: Das Monumento el Campesino

Monumento a la Fecundidad

Das Monumento a la Fecundidad (Fruchtbarkeitsdenkmal) liegt in einem Kreisverkehr in der Gemeinde San Bartolomé und am geografischen Mittelpunkt Lanzarotes. Wer mit dem Mietwagen auf der Insel unterwegs ist, wird hier mindestens einmal vorbei.

Die kubistische Skulptur stammt wie einige andere Kreisverkehr-Kunstwerke von César Manrique höchstpersönlich. Sein Ziel, der Insel seinen Stempel aufzudrücken, hat auch hier blendend funktioniert. Schon von weitem erkennt man das markante, weiße Bauwerk am Horizont und staunt dann von Nahem doch, wie groß es eigentlich ist.

Daneben befindet sich das Casa-Museo del Campesino (Bauernmuseum), mit dem César Manrique die Anstrengungen der Bauern von Lanzarote würdigt, die sich auf der kargen Insel mit den widrigsten Bedingungen konfrontiert sahen. In ihrem Bemühen entdeckten sie, dass Lavakörner porös sind und den Tau zur Bewässerung der Felder aufsaugen. Neben dem Monumento a la Fecundidad befindet sich ein Restaurant mit traditionellen, lokalen Gerichten.

Unser Tipp:

Genaues Hinsehen lohnt sich. Denn auch das Denkmal gilt den Bauern von Lanzarote. Tatsächlich besteht der Bau aus Wassertanks von alten Fischerbooten.

Öffnungszeiten des Casa-Museo del Campesino:
10:00-18:00 Uhr; Restaurant von 12:00-16:00 Uhr geöffnet.

Windspiele

César Manrique schenkte der Insel Lanzarote nicht nur zahlreiche Skulpturen, sondern auch Windspiele. Dabei machte er sich den oft starken Passatwind und Ausläufer des Levante zu eigen und schaffte teils sehr farbenfrohe Mobiles, die bis heute einwandfrei funktionieren.

Die von Manrique kreierten Windspiele findet man in einigen größeren Orten von Lanzarote, die meist auf den Verkehrsinseln am Ortseingang zu sehen sind. Die geometrischen Formen sind niemals gleich und reagieren daher unterschiedlich auf die wechselnden Windstärken- und richtungen.

Zu den Highlights gehört das bronzefarbene Windspiel mit Spiralen und hütchenförmigen Windblättern in Arrieta, das “Juguete del Viento”, das durch den Passatwind fast immer in Bewegung ist. Sehenswert ist auch das Windspiel an einer Straßenkreuzung zwischen Tias und San Bartolomé mit eher rechteckigen Windblättern.

Was man im Vorbeifahren nicht erfährt: Ein besonders markantes Windspiel wurde erst nach Manriques Tod im Jahr 1992 von der Manrique-Stiftung in Gedenken an ihn aufgestellt. Es steht im Kreisel von Tahiche, wo die Straßen LZ-1 und LZ-10 aufeinander treffen und von dem man zur Fundacion Cesar Manrique weiterfährt.

BMW Art Car

César Manrique gestaltete mehrmals Autokarossen um. Schon 1987 dekorierte er einen Seat Ibiza und 1990 machte er aus einem BMW 730i ein BMW Art Car, das heute im BMW-Museum in München steht.

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Sein Ziel war es dabei, seine eigene Vorstellung von perfekter Bewegung umzusetzen. Er wollte das Auto so gestalten, “dass es den Eindruck vermittelt, ohne jeden Widerstand durch den Raum zu gleiten.“ Leuchtende Farben und großzügig geschwungene Linien, die man sonst von seiner Architektur kennt, assoziieren eine geschmeidige Bewegung.

Andere Werke

Castillo de San José

In der Hauptstadt Arrecife stehen gleich zwei Militärfestungen. In eine davon, das Castillo de San José, baute César Manrique 1975 das Museum der zeitgenössischen Kunst MIAC (Museo Internacional de Arte Contemporáneo).

Es beherbergt bis heute Werke von Miró, Millares, Domínguez, Cárdena und natürlich von Manrique selbst. Hier geht’s zur Website.

Öffnungszeiten: 11:00-18:00 Uhr.
Eintritt: Erwachsene: 4 €. Kinder: 2 € (7-12 Jahre)

Das Logo des Weinguts El Grifo, das mit seiner Bodega und angeschlossenem Weinmuseum zahlreiche Touristen zu Weinproben anzieht, ziert ein markanter Drache. Auch dieser stammt aus der Feder des aus Lanzarote stammenden Künstlers Manrique. Ein Fakt, auf den die Besitzer noch heute voller Stolz hinweisen. Manrique sei ein Freund der Familie gewesen. Die Weintouren kann man auf der Website reservieren.

El Almacén

Das ehemalige Kulturzentrum in Arrecife wurde 1974 gebaut und beherbergt heute die Kulturabteilung der Inselregierung von Lanzarote.

Las Salinas in Costa Teguise

Einiges was César Manrique in Lanzarote entwarf, findet man sogar im touristichen Zentrum. So auch die “Las Salinas in Costa Teguise”. Der Garten und die Schwimmbadanlage des 5-Sterne-Hotels wurde 1977 von ihm entworfen.

Noch mehr Tipps?

Ihr kennt noch andere schöne Kunstwerke von César Manrique in Lanzarote? Schreibt sie in die Kommentare.

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