Lanzarote Sehenswürdigkeiten
Inhaltsverzeichnis


Wer die besten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote sucht, wird schnell fündig. Denn Lanzarote ist nicht nur die Insel der Vulkane, sondern auch das Opus Magnum der zeitlosen Kunst von César Manrique. Keiner hat die kanarische Insel so geprägt, wie er. Doch was sind die schönsten Lanzarote Sehenswürdigkeiten und welche Highlights sollte man nicht verpassen? All das findet ihr in diesem kompakten Guide.

Sucht ihr noch mehr Inspiration für die Kanaren? Dann schaut mal hier:
César Manrique in Lanzarote: Das sind seine 15 schönsten Werke
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Was macht Lanzarote besonders?

Fährt man mit dem Auto durch die zauberhafte Landschaft, fühlt es sich an vielen Ecken so an, als würde man durch ein einzig großes Design- und Architektur-Magazin fahren. Ein Dorf ist hübscher als das andere. Weiße Häuser mit grünen Fenstern und Türen reihen sich in eine bizarr karge Landschaft. Saftig grüne Büsche zieren schwarze Erde, wie von einer höheren Kraft flapsig dahin gepinselt. Und all das ist einzig umrahmt vom türkis-blauen Wasser des Atlantiks und den glatten Silhouetten der Vulkankegel.Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Vulkankegel im Timanfaya Nationalpark

César Manrique, der Inselarchitekt

Wenn es um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote geht, kommt man an einem Namen nicht vorbei: César Manrique.

Lanzarote spielte im Leben des großen Künstlers, Malers und Architekten eine entscheidende Rolle. Die kanarische Insel war für viele seiner Bildkunstwerke die Quelle seiner Fantasie und Kreativität. Lanzarote ist aber auch der Ort, wo Manrique den Großteil seiner architektonischen Projekte plante und umsetzte. Sie sind bis heute erhalten geblieben und locken Touristen in Scharen an.

Sein Werk ist aber viel größer, als das. Denn bis heute wirkt sein Baumodell für die Inselbebauung nach. Die von ihm erdachte Inselarchitektur prägt die Landschaft Lanzarotes und bespickt sie an jeder zweiten Ecke mit Sehenswürdigkeiten, wie nicht von dieser Welt.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von César Manrique auf Lanzarote

Karte von Lanzarote

Für eine erste Übersicht aller Orte und Lanzarote Sehenswürdigkeiten – auch während eurer Reise – haben wir alle hier aufgeführten Lanzarote Sehenswürdigkeiten in eine praktische Karte gepackt. Unser Tipp: Speichert euch den Artikel einfach im Handy ab, dann habt ihr die Karte auf der Reise immer parat.

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Sehenswürdigkeiten im Zentrum

Timanfaya Nationalpark

Vulkane und Lavafelder so weit das Auge reicht: Keine Sehenswürdigkeit in Lanzarote ist beeindruckender als der Timanfaya Nationalpark. Das wilde Herz von Lanzarote entstand bei Vulkanausbrüchen vor gar nicht allzu langer Zeit, nämlich zwischen 1730 und 1736 sowie bei einem weiteren Ausbruch in 1824.

Heute bedeckt der Parque Nacional de Timanfaya mit 167 Quadratkilometer fast ein Viertel der Insel und reicht bis an die Küste von El Golfo und Los Hervideros. Auch der allererste Vulkan Lanzarotes, der El Cuervo, gehört dazu.

Eins ist sicher: Die rot-orangenen Feuerberge („Montanas del Fuego“) mit ihren 32 Kratern entzücken schon allein bei der Durchreise auf der LZ-67 mit dem Mietwagen so sehr, dass es schwer ist, sich überhaupt aufs Autofahren zu konzentrieren. Kein Wunder, dass das Gebiet in 1974 zum 8. Nationalpark Spaniens erklärt wurde.

Wer die Vulkane und die anderen Lanzarote Sehenswürdigkeiten im Timanfaya Nationalpark in Ruhe kennenlernen will, sollte einen ganzen Tag einplanen. Das geht zum Teil mit dem Mietwagen oder Fahrrad (LZ-67, LZ-56, LZ-703 und LZ-705 führen durch den Nationalpark), zum Teil aber nur geführt und kostenpflichtig.Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Timanfaya Nationalpark

Restaurant El Diablo

Timanfaya Bustour & El Diablo Restaurant

Das unschlagbare Highlight unter den Lanzarote Sehenswürdigkeiten kostet derzeit 12 Euro – was sich aber mehr als lohnt. Vom über allem thronenden Restaurant El Diablo aus, das 1967 vom berühmten Künstler César Manrique designt wurde, starten Busse auf eine 40-minütige und 14 km lange Rundfahrt durch den Touristen sonst nicht auf eigene Faust zugänglichen Teil. Diese Tour findet zwar sehr touristisch mit Erklärungen vom Band statt, die Aus- und Einblicke in die Vulkanlandschaft Lanzarotes aber sind spektakulär.

Erst zahlt man den Eintritt am Kassenhäuschen von der Zufahrtsstraße an der LZ-67, parkt am El Diablo und steigt dann direkt in einen der Rundfahrt-Busse. Nach der Bustour führt eine Wasserdampf-Fontäne die vulkanische Kraft vor Augen und man kann noch warme Lavasteinchen selbst in der Hand halten.

Mit genau dieser vulkanischen Hitze werden im Restaurant über einem vulkanischen Schlund Hähnchen gegart und zum Speisen im verglasten Pavillon mit Panorama-Blick auf die Feuerberge angeboten.

Öffnungszeiten: Mo. bis So. von 09:00 bis 18:45 Uhr im Sommer (01.07.-30.09.) und von 09:00 bis 17:45 Uhr im Winter (1.10.-30.06.)
Öffnungszeiten Restaurant El Diablo: 12:00 bis 15:30 Uhr.
Vulkanrundfahrt: Letzte Fahrt um 17:00 Uhr.
Empfohlene Besuchszeiten: Von 09:00 bis 10:30 Uhr / 15:00 bis 17:00 Uhr.
Geschätzte Dauer des Besuchs: 1,5 Stunden
Eintrittspreis: 12 € Erwachsene; 6,00 € Kinder von 7 bis 12 Jahren; ab 15 Uhr 20 % Rabatt auf den Eintrittspreis.Blick auf die Weinberge von Lanzarote

Weinstraße La Geria

Kaum eine Kanarische Insel ist so bekannt für ihren Wein wie Lanzarote. Das liegt vor allem am fruchtbaren Vulkanboden. Die meisten Anbaugebiete findet man im Weinanbaugebiet von La Geria, umringt von den malerischen Silouetten der Vulkankrater.

Auf einer Strecke von rund 17 Kilometern reiht sich an der LZ-30 zwischen San Bartolomé und Yaiza/Uga eine Bodega (Kelterei) an die andere. Hier schirmt eine Kette niedriger Vulkane das Hochtal von der Küstenebene ab.

Zu den beliebtesten Weinproduzenten zählt die Bodega La Geria, Bodegas Rubicon, Bodega El Chupadero und die noch berühmteren Weinbauern von El Grifo mit dem von Manrique designten Logo. Während erstere vor allem für ihren oft urigen Weinausschank und den hübschen Sitzplätzen im Freien beliebt sind, bietet letztere eine selbst geführte Weintour, die unter anderem in die für Lanzarote so berühmte Art des Weinanbaus einführt.Ausblick auf die Weinstraße von Lanzarote

Diese ist aber auch bei der Fahrt durch die Panoramastraße von La Geria unschwer zu erkennen. Lavasteine sind zu halbrunden Schutzmauern aufgestapelt, in deren Mitte sich, geschützt vor dem oft starken Wind, die zarten Reben befinden. Genau von diesem Weinanbau stammt im Übrigen auch der Name La Geria, was übersetzt soviel heißt wie “kleine Mulde”.

Wo macht man am besten eine Weinprobe auf Lanzarote?

Für eine reine Weinprobe empfehlen wir die Bodega La Geria. Hier kann man, wie in allen Bodegas, den guten Tropfen in der Weinstube und auf der Terrasse probieren: Weißen und Roten, Süßen und Trockenen und vor allem den berühmten Malvasier, aber such süffigen Moscatel und Sekt gibt es flaschenweise oder glasweise für ein paar Euro.

Infos zur Weintour bei El Grifo:

El Grifo Weingut (Tour, Museum etc.): Website
Montag bis Sonntag von 10:30 bis 18:00 Uhr
Englisch: Dienstag und Donnerstag 11 UhrLanzarote Sehenswürdigkeiten: Lagomar Museum

LagOmar Museum

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote ist das LagOmar Museum in der kleinen Stadt Nazaret, wo sich weiße Villen an einen rot schimmernden Berg schmiegen.

Das ungeschlagene Highlight dieser Häuser ist das LagOmar – ein Kunstwort das auf den Namen der Schauspieler-Legende Omar Sharif zurückführt. Der in Ägypten geborene und durch Filmklassiker wie “Lawrence von Arabien” und “Doktor Schiwago” berühmt gewordene Schauspieler, ließ sich hier in den 1970er Jahren ein weißes Wunderwerk von einer Villa in das Vulkangestein schlagen. Man sagt, er habe es nur kurze Zeit später beim Kartenspiel wieder verzockt und selbst nie darin gelebt.

Sei’s drum. Seit 1989 gehört das LagOmar dem deutschen Architekten Dominik von Boettinger und seiner aus Urugay stammenden Frau Beatriz van Hoff. Die neuen Besitzer machten aus der Gartenanlage mit Pool ein Museum inklusive der heute besonders beliebten Bar „La Cueva“. Zeitgenössische Kunst trifft auf halboffene Höhlen und Säle. Ein Wunderwerk der Architektur und ein kleines Mekka für Fans des großen Omar Sharif.

Bleibt die Frage, wem dieser Wunderbau zu verdanken ist? Die Lösung ist wie so oft in Lanzarote César Manrique, der die Pläne für LagOmar zusammen mit dem ebenfalls kanarischen Künstler Jesús Soto schuf.

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass um 17:30 Uhr)
Eintritt: 6 Euro für Erwachsene; 2 Euro für Kinder zwischen 4 und 12 JahrenLanzarote Sehenswürdigkeiten: Teguise

Teguise

Was Trinidad in Kuba ist, ist Teguise auf Lanzarote. Man braucht nur wenige Schritte durch das beschauliche Städtchen zu machen, schon ist man dem Charme verfallen.

Die ehemalige Hauptstadt Lanzarotes wurde im Jahr 1406 gegründet und überstand zahlreiche Piratenangriffe. Zu den Highlights zählen die Kirche „Nuestra Señora de Guadalupe”, die Plaza de la Constitución und die Aussicht vom Castillo de Santa Bárbara.

Wochenmarkt in Teguise

Richtig viel los ist in Teguise immer sonntags. Dann findet der Wochenmarkt statt und Teguise füllt sich mit Einheimischen und Touristen aus allen Ecken der Insel. Extrem wenig los ist dagegen am Tag darauf. Montags liegt Teguise im Dornröschenschlaf, um sich von der Hektik des Wochenendes zu erholen.

Restaurant-Tipp für Teguise:

Gutes Essen gibt es in der La Bodeguita del Medio – was Kuba-Kenner sofort wieder aufhorchen lassen sollte…Wanderung in den Vulkankrater El Cuervo

Volcan El Cuervo

Zugegeben, in Lanzarote einen Vulkan unter allen besonders hervorzuheben, grenzt an Unverschämtheit. Wenn es aber einen Vulkan gibt, zu dem sich eine Wanderung besonders lohnt, dann ist es der Volkan El Cuervo.

Die Wanderung gleicht eher einem entspannten Spaziergang, was daran liegt, das man nicht zum Krater hinauf klettern muss, wie beispielsweise auf dem Calderon Hondo auf Fuerteventura.

Stattdessen geht es erst ein ganzes Stück geradeaus, bevor man den Vulkan auf einem Rundweg umkreist. An einer Stelle steht dann plötzlich vor einer Öffnung, zu der sich der Vulkan bei seinem Ausbruch am 1. September 1730 (dem ersten Vulkanausbruch auf der Insel Lanzarote) nach außen hin entleert hat. Genau hier kann man in den Vulkan einfach hineinspazieren.

Sollte man nur eine einzige Vulkan-Wanderung auf Lanzarote machen wollen, ist der Volcan El Cuervo geradezu perfekt. Der Rundweg ist 4,2 Kilometer lang und auch für ältere und Kinder geeignet.Stratified City - eine der unbekannten Sehenswürdigkeiten Lanzarote

Stratified City

Eine der Lanzarote Sehenswürdigkeiten, die vielen verborgen bleibt, ist die sogenannte Stratified City. Was klingt wie ein Science-Finction-Film, ist in Wahrheit eine Gesteinsformation wie von einer anderen Welt.

Noch immer als Geheimtipp gehandelt, fahren viele an der Stratified City einfach vorbei. Dabei liegt sie strategisch passend für viele Ausflugsziele an der LZ-404. Ein Stopp lohnt sich nicht nur für den nächsten Insta-Post.

Die teils über mehrere Meter hohen Felsformationen kommen in unterschiedlichen Grautönen daher und verzaubern mit bizarr anmutenden Formen mit Tunneln, Löchern und Höhlen. Die Stratified City wirkt wie eine Mischung aus Monument Valley in den USA und einer von Stanley Kubrick inszenierten Mondlandung.

Übrigens: Durch Erosion verändert sich die Felsen auch heute immer noch weiter.

Öffnungszeiten: Die Felsen sind immer zugänglich.
Eintritt: Diese Lanzarote Sehenswürdigkeit ist (noch) kostenlos.Arrecife auf Lanzarote

Arrecife

Arrecife wird von vielen im Lanzarote-Urlaub gerne übersehen. Das ist schade, denn die Hauptstadt von Lanzarote hat wie auch Puerto del Rosario auf Fuerteventura einige sehenswerte Ecken.

Zu den besten Sehenswürdigkeiten in Arrecife zählen die beiden Festungen Castillo de San Gabriel und das Castillo de San José. Letzteres wurde von César Manrique ins Internationale Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet (Museo Internacional de Arte Contemporáneo) und hält mit dem Restaurant „Qué Muac“ ein weiteres Schmuckstück des Künstlers parat.

Die Altstadt überzeugt mit ein paar ausgewählten Highlights wie der schnuckeligen Kirche Iglesia de San Ginés, dem Kiosco de la música an der Uferpromenade und vor allem der Lagune des alten Fischerhafens Charco San Ginés. Hier reiht sich ein Restaurant neben das andere und Cafés laden zum Sundowner am Ufer, wo sich die kleinen hölzernen Fischerboote im warmen Abendlicht spiegeln.

Auch wer mit dem Kreuzfahrtschiff nach Lanzarote kommt und vielleicht nur ein Tag Zeit hat, dem wird es nicht so schnell langweilig.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Arrecife und unsere besten Tipps

Fundación César Manrique

Der große César Manrique hat mit seinem ehemaligen Wohnhaus im Ort Tahíche eine weitere Sehenswürdigkeit in Lanzarote hinterlassen. Es steht auf einem Grundstück von rund 30.000 Quadratmetern, das sich über einem Lavastrom erstreckt, der wiederum auf die Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 zurückgeht.

Das Besondere des Gebäudes: Es ist in fünf natürlichen Vulkanblasen unter dem Lavagestein errichtet worden. Das Untergeschoss und die Wohnräume wurden dabei in die Höhlen der Vulkanblasen integriert. Selbst die reine Wohnfläche lässt sich mit 1.800 Quadratmeter und 1.200 Quadratmeter an Terrassen plus 3.000 Quadratmeter Gartenanlage mehr als sehen. Natürlich gibt es auch den typisch manriquesken Pool im Garten.

Kaum eine andere Sehenswürdigkeit Lanzarotes spiegelt die Fantasie und das architektonische Können César Manriques so sehr wider, wie dieses Bauwerk, das heute als Stiftung und Museum fungiert.

Wie so oft befindet sich Haus und Natur in perfekter Harmonie. Moderne Gestaltung trifft auf zeitlose Architektur. César Manrique starb am 25.09.1992 übrigens unweit des alten Wohnhauses bei einem Autounfall.

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreis: 8 Euro für Erwachsene; 1 Euro für Kinder bis 12 JahreMonumento el Campesino auf Lanzarote

Monumento al Campesino

Viele Kreisverkehre werden in Lanzarote von fast monumentalen Kunstwerken geziert. So auch das Monumento al Campesino. Die meisten sind – wie soll es anders sein – von César Manrique gestaltet.

Dieser hier ist ein besonders schönes, kubistisches Exemplar. Und wer mit dem Mietwagen in Lanzarote unterwegs ist, kommt nicht drum rum, an diesem Kunstwerk mindestens einmal drum rum zu kommen.

Sehenswürdigkeiten im Norden

Mirador del Río

Der Mirador del Río ist so ziemlich die spektakulärste Aussichtsplattform, die man sich vorstellen kann. Das liegt daran, dass sie der Inselarchitekt César Manrique nicht einfach auf einen Felsvorsprung des Famara-Massivs gebaut hat, sondern in den Felsen selbst.

Besucher betreten den 400 Meter hohen Mirador del Río durch einen unscheinbaren Eingang vom Parkplatz aus und stehen mit einem Mal vor einem eleganten, grottenartigen und weiß gekalkten Café-Restaurant mit einer beeindruckenden Fernsicht durch eine riesige Glasfront auf die Meeresenge El Río.

Besucher haben bei gutem Wetter einen kilometerweiten Blick auf die Insel La Graciosa, die kleinste bewohnte Insel der Kanaren. Dahinter liegen mit Alegranza und Montaña Clara unbewohnte Felseninseln wie dahin gepinselt im sattblauen Meer. Unbedingt sollte man auch den Außenbereich über dem Steinhang erkunden, wo Ferngläser zur Verfügung stehen und Wendeltreppen aufs Dach des Miradors und in einen Shop führen.Ausblick vom Mirador del Rio

Wie so viele Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote wurde auch der Mirador del Río von César Manrique gestaltet. Dieser erfüllte sich 1974 mit dem Umbau der ehemaligen Artillerie-Stellung in einen Aussichtspunkt einen Traum: den der Vereinigung von Architektur und Natur, die ihm auf beeindruckende und zeitlose Weise gelang. Der Mirador del Río bettet sich so unscheinbar in die Landschaft ein, dass man ihn bei der Anfahrt überhaupt nicht sieht.

Wer im Lanzarote-Urlaub Lust auf einen Sundowner mit Ausblick hat, wird dieses Glas Wein mit Sicherheit nie vergessen.

Unser Tipp: Den Mirador del Río solltet ihr unbedingt bei gutem Wetter und klarer Sicht besuchen. Oder gleich zum Sonnenuntergang.

Öffnungszeiten: 10:00 bis 17:45 Uhr täglich (15.07. bis 15.09. bis 18:45 Uhr)
Geschätzte Besuchsdauer: 30 Minuten fürs reine Sightseeing
Eintrittspreis: 5 € für Erwachsene; 2,50 € für Kinder von 7 bis 12 Jahren

Jameos del Agua

Noch ein einzig großes Kunstwerk von César Manrique – und was für eins! Beim Besuch der Lava-Grotte Jameos del Agua ist es nicht verwunderlich, dass man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt.

Wieder einmal ist der Eingang denkbar unscheinbar, führt jedoch in eine einmalige Grotte, in der man am liebsten Stunden verbringen würde.

Was sind Jameos überhaupt?

Es handelt sich dabei um Vulkanhöhlen, deren Decken eingestürzt sind. Da sie dadurch halboffen sind, flutet Tageslicht hinein. Namensgebend für diese Lava-Grotte im Norden der Insel, zwischen Arrieta und Órzola, ist ein natürlicher See in ihrem Inneren, dessen Meeresspiegel sich mit den Gezeiten verändert. Als wäre das nicht schon besonders genug, leben in diesem See auch noch weltweit einzigartige weiße Albinokrebse, die man zu Hunderten auf dem Grund beobachten kann.

Zu guter Letzt die Krönung von allem: César Manrique. Dieser verwandelte die Jameos del Agua in eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Lanzarotes. Herzstück der Anlage ist ein Restaurant, das sich auf beiden Seiten der Grotte terrassenartig an den See schmiegt.Pool im Jameos del Agua

Der schönste Pool Lanzarotes

Auf der anderen Seite der Grotte wartet noch ein anderes Highlight: ein türkis schimmernder und elegant geschwungener Pool über den sich Palmen neigen. Fast wähnt man sich in einer Fata Morgana, wüsste man nicht, dass der Pool von Manrique künstlich angelegt wurde. Beinahe reißt man sich für ein kühlendes Bad direkt die Klamotten vom Leib, würden einen nicht Badeverbotsschilder davon abhalten. Nur angucken, nicht anfassen. Es wäre aber auch zu schön.

Das Auditorium

Wie auch in der unweit gelegenen Cueva de los Verdes (es handelt sich um die gleiche Lavaröhre) gibt es auch im Jameos del Agua einen unterirdischen Konzertsaal. Er liegt direkt hinter dem Bilderbuch-Pool und bietet besondere Akustik für musikalische Darbietungen aller Art. Schon beim Betreten glaubt man zarte Klänge zu vernehmen, seien es große Operetten oder mystisch-melancholische Soundteppiche von Sigur Rós und Björk – sie allen würden hier perfekt ins Wahnsinnsambiente passen.

Unser Tipp: Da der Jameos del Agua eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote ist, kann es ganz schön voll werden. Am besten besucht man diese Sehenswürdigkeit Lanzarotes entweder im zarten Licht am Morgen oder im warmen Licht und bei der besonderen Atmosphäre des späten Nachmittags.

Öffnungszeiten: Täglich 10:00 bis 18:30, Dienstag und Samstag auch von 19:00 bis 24:00 Uhr
Besuchsdauer: Etwa 1 Stunde ohne Besuch des Restaurants
Eintritt: 10 € für Erwachsene, 5 Euro für Kinder von 7 bis 12 JahrenEingang zur Cueva de los Verdes

Cueva de los Verdes

Bei der Cueva de los Verdes handelt es sich um eine der Lanzarote Sehenswürdigkeiten, die man nicht überall auf der Welt findet. Eine sieben Kilometer lange Lavaröhre gewährt erstaunliche Einblicke in der Lava-Unterwelt.

Wie auch die Jameos del Agua gehören die Höhlen von Cueva de los Verdes zu einem 8 Kilometer langen Tunnelsystem, die beim Ausbruch des Monte Corona vor 3000 Jahren entstand.

Das Geheimnis dieses Naturwunders: Entstanden ist die Lavahöhle durch einen Lavafluss, dessen oberste Schicht schon erkaltete, während es das Magma im Inneren weiterfloss. Zurück blieb eine Art Röhre, die heute wie eine Höhle anmutet und zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote zählt.

Führung durch die Lavaröhre:

Auf eigene Faust darf man die Cueva de los Verdes nicht betreten. Für alle, die sich für Höhlen und speziell Vulkanologie interessiert, ist ein geführter Besuch (ca. 45 Minuten) aber ein absolutes Muss und ein wahrer Augenschmaus.

Dabei geht es durch eine Einsturzöffnung erst 50 Meter in die Tiefe, bevor man rund einen Kilometer durch eine bizarre Landschaft spaziert. Von César Manrique und Jesús Soto kongenial durch Lichtinstallationen ausgeleuchtet, erscheinen die kargen Wände in den wildesten Farben: von grellem Schwefelgelb bis zu tiefrotem Eisenoxid.

Karge Felsformationen spiegeln sich in unterirdischer Seen. Selbst tropfsteinähnliche Gebilde aus erkalteter Magma gibt es, die wie Lavatränen von der Decke hängen. Und in manchen Felsen meint man sogar Grimassen zu erkennen… Eine völlig surreale Umgebung und ein Naturerlebnis, das es nicht an vielen Orten dieser Welt gibt. Lediglich Hawaii bietet mit der Kazumare Cave auf Big Island einen mit 68 Kilometern noch längeren Lavatunnel.

Konzerte in der Cueva de los Verdes:

Bis zu 300 Zuschauer finden im Konzertbereich des Lavatunnels Platz, der vor allem für Orchester und Klassik-Konzerte besonders gute Akustik bietet. Infos zu Events bietet die Website CACT.

Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr (15.07. bis 15.09. bis 18 Uhr). Letzte Führung um 17:00 Uhr bzw. 18 Uhr.
Touren: Geführte Touren starten alle 30 Minuten und dauern 45 Minuten.
Eintrittspreis: 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder zwischen 7 und 12 JahrenBlick auf Haria auf Lanzarote

Haría

Das Bilderbuchdorf Haría ist das versteckte Herz Lanzarotes. Versteckt deshalb, weil man erstmal durchs Gebirge muss, bevor man über Serpentinen ins Tal der tausend Palmen hinab fährt.

Allein dieser Anblick lohnt den Ausflug schon. Umringt von den Vulkankegeln der Nordspitze Lanzarotes bettet sich das verschlafene Haría ins Tal und wird von malerischen Palmen gesäumt, die hoch in den Himmel aufragen.

Casa Museo César Manrique:

Selbst César Manrique hat das Bergdorf 1987 zu seinem Wohnsitz erkoren und mit seinem Haus am südlichen Ortsrand, der Casa Museo César Manrique, gleich eine weitere Sehenswürdigkeit in Lanzarote beigesteuert.

Kunsthandwerksmarkt in Haría:

Am meisten los ist jedoch samstags. Dann lockt der Kunsthandwerksmarkt am schönsten Platz des Ortes, der Plaza León y Castillo. Genau hier lockt auch unter der Woche ein Cortado-Stopp in der bei Einheimischen beliebten Bar Cafetería El Rincón de Quino. Uriger wird’s nicht!Jardin de Cactus auf Lanzarote

Jardín de Cactus

Wer Kakteen mag, wird das letzte Werk von César Manrique vor seinem Tod lieben. Der Jardín de Cactus ist seit 1991 nicht einfach ein Garten voller Kakteen unterschiedlicher Gattungen, sondern vielmehr ein Gesamtkunstwerk.

In die Flanken eines alten, runden Steinbruchs ließ der Künstler Terrassen schlagen und verwandelte die einst so karge Landschaft in ein frohlockendes Sammelsurium aus 4.500 Kakteen aus allen Kontinenten.

Schon an Eingang wähnt man sich eher in einem einzig großen Stillleben, als in einem Steinbruch. Bis heute sind die Kakteen nicht einfach lieblos dahin gepflanzt, sondern liebevoll drapiert und verschmelzen dabei in Perfektion mit ihrem Umfeld.

Über allem thront eine Windmühle, wie sie sonst nur im Bilderbuch zu finden ist und in die man sogar hinein darf. Mit jedem Schritt im Jardín de Cactus ändert sich der Blickwinkel, mit jedem Kaktus der Charme des Gartens. So sitzt man im zeitlos stylischen Café mittig und über dem Geschehen. Da schmeckt der Kaffee doch gleich doppelt so gut – mindestens. Eine fast japanische Perfektion, inszeniert und verewigt vom größten Künstler Lanzarotes höchstpersönlich.

Unsere 7 Tipps für den Jardín de Cactus in Lanzarote

Öffnungszeiten: 10:00 bis 17:45 Uhr täglich; von 15.07. bis 15.09 öffnet der Kaktusgarten schon um 9 Uhr; Restaurant 11-16 Uhr
Eintrittspreis: 6,50 € für Erwachsene; 3,25 € für Kinder zwischen 7 und 12 JahrenCaleta de Farmara auf Lanzarote

Caleta de Famara

Eine der schönsten Lanzarote Sehenswürdigkeiten für Naturliebhaber ist gleichzeitig der wohl schönste Strand: Caleta de Famara. Das gleichnamige verschlafene Dorf hat nur 1000 Einwohner, ist alles andere als touristisch und genau deshalb bei Surfern und Kitesurfern beliebt.

Caleta de Famara mit seinen wild verstreuten Häusern liegt an der Nordküste von Lanzarote. Nur der schier endlose und vor allem naturbelassene Strand der Natur-Sandbucht trennt den Ort vom 670 Meter hohen Famara-Massiv, das dahinter wie eine Wand aufragt und von den halbrunden Häusern der 70er-Jahre Bungalow-Siedlung “Casas de Famara” am Berghang geziert wird.

Im abgelegenen Hinterland unweit von La Santa und zur Zufahrtsstraße nach Teguise wird die Süßkartoffel “Badata” angebaut. Viele Straßen sind in Caleta de Famara noch naturbelassen und nicht selten vom verwehten Sand halb verdeckt. Abends trifft man sich zu guten Tapas, fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten auf den mit simplen Plastikstühlen provisorischen Terrassen der Tapas-Restaurants im Ortskern.Blick nach Farmara

Ausblick von Ermita de las Nieves:

Ein kleiner Geheimtipp ist der Ausblick von oben auf Caleta de Famara. Wer von Teguise in Richtung Los Valles und Haria ins Famara-Gebirge fährt, kann von der Straße zur Kirche Ermita de las Nieves nach links abbiegen und erreicht die Klippen, die nach unten zum Strand abfallen. Vorsicht beim Parken: Hier liegen einige Autowracks schon in der Schlucht!

Baden in Famara:

Wenngleich der 1,5 km lange Strand perfekt für einen Spaziergang ist, sollte man in Famara besser nicht baden. Die Brandungsrückströme (“Riptides”) sind hier meist sehr stark. Unbedingt auf die Flaggen achten: Eine rote Flagge heißt Badeverbot, eine gelbe erlaubt Baden nur mit Vorsicht und bei Grün ist Baden unbedenklich.

Ihr sucht eine Surfschule in Lanzarote?

Dann seid ihr in Caleta de Famara richtig. Viele Surfschulen haben sich hier niedergelassen, da die Bedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene gut sind. Starker Wind, meist von Nordwesten, sorgt für hohe, ständig anrollende Wellen. Während die Bedingungen vor allem von September bis Januar gut sind, gehen die allermeisten Surfer nur mit Neoprenanzug ins Wasser des Atlantiks – genauso wie in Fuerteventura.

Preise für Surfschulen: Kurse beginnen bei ca. 35 Euro, während Softboards für Anfänger für rund 15 Euro mit Neo und Leash zu haben sind.Nord-Lanzarote

Órzola

Nur wenige Touristen schaffen es in die nordöstlichste Ecke Lanzarotes. Das ist schade, denn ihnen bleibt eine der letzten authentischen Gegenden der Insel verwehrt. Neben dem kleinen Fischerdorf Órzola am Fuße des Famara-Gebirges locken auch einige der schönsten Strände Lanzarotes.

Orzola ist vor allem für seinen Fischereihafen bekannt. Hier befinden sich einige Fischrestaurants, die wegen ihrer hervorragenden, frischen Fischgerichte beliebt sind. Auch fahren von hier die Fähren nach La Graciosa, die kleinste bewohnte Insel der Kanarischen Inseln.

Unser Tipp: Früh morgens von Órzola mit der Fähre nach La Graciosa starten, mittags zurückkommen und in einem Fischrestaurant am Hafen zu Mittag essen, bevor man es sich an den Stränden entlang der Küste gemütlich macht.

Playa Caletón Blanco & Caleta del Mojón Blanco

Diese beiden Strände unweit von Órzola gehören zu den schönsten in ganz Lanzarote. Hier badet man inmitten der Natur und völlig abseits des Massentourismus von Puerto del Carmen, Playa Honda und Co.El Golfo auf Lanzarote

Sehenswürdigkeiten im Süden

El Golfo

Das urige Dorf El Golfo liegt dort, wo die Lava-Landschaft des Timanfaya Nationalparks im Meer endet: ganz im Südosten der Insel. Genau diese Lage macht El Golfo auch zum beliebtesten Ort für den Sonnenuntergang. Denn hier versinkt die Sonne tiefrot im Meer.

Die fleißigen Einwohner des Fischerorts haben sich das wiederum zum Vorteil gemacht und entlang der schroffen Küste ein Fischrestaurant nach dem anderen aufgemacht.

Doch bevor man den Ausflug nach El Golfo in einem der teils sehr guten Fischrestaurants beendet, lohnt sich ein Besuch der grünen Meereslagune Lago Verde und ein Abstecher zu den bizarren Felsformationen von Los Hervideros (Infos weiter unten).

Welches Fischrestaurant ist in El Golfo das Beste?

Obwohl hier jeder Stammgast was anderes sagt, gelten zwei als besonders gut: das “Costa Azul“ und das “Bogavante“. Wir persönlich möchten noch das “Mar Azul“ ergänzen und empfehlen den Fisch des Tages. Tipp: Wer ihn gleich für zwei bestellt, bekommt nicht zwei Fische, sondern einen großen zum Teilen auf dem Silbertablett.Lago Verde auf Lanzarote

Lago Verde

Wer den Abstecher nach El Golfo im Südwesten der Insel macht, sollte unbedingt etwas südlich des Fischerdorfs am Lago Verde vorbeischauen, was auf Deutsch “grüner See” bedeutet. Dabei handelt es sich um eines der faszinierendsten Ausflugsziele von Lanzarote.

Vom kostenlosen Parkplatz am Ortseingang aus gelangt man auf einem kleinen Lavapfad oberhalb des hübschen Dorfstrandes in wenigen Minuten zu der Aussichtsplattform Mirador Vista del Lago Verde. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die sichelförmige Lagune, die auch Charco de los Clicos genannt wird. Sie liegt im Bogen eines teilweise im Meer versunkenen Vulkankraters und damit nur rund 30 Meter vom Meer entfernt. Getrennt wird die Lagune vom Meer nur durch den sehenswerten Strand “Playa El Golfo”, der ebenfalls Besucher anzieht.

Woher kommt die leuchtend grüne Farbe?

Grund für die außergewöhnliche Farbe des Lago Verde ist die Alge Ruppia Maritima. Da das Wasser der Lagune extrem salzhaltig ist, bietet es der Alge optimale Lebensbedingungen. Und da die Wasseransammlung unterirdisch mit dem Meer verbunden ist, gelangt immer wieder neues Frischwasser hinein. Trotzdem verdunstet der Lago Verde immer mehr, was Einwohnern und Wissenschaftlern ein Rätsel aufgibt. Man sollte diese Lanzarote Sehenswürdigkeit also lieber noch anschauen, bevor sie vielleicht für immer verschwindet.

Besuch des Playa El Golfo:

Der Strand ist von der Aussichtsplattform offiziell abgesperrt. Viele umgehen diese Absperrung aber. Einfacher und legaler kommt man von der anderen Seite der Bucht an den Strand.

Los Hervideros

Viele Sehenswürdigkeiten in Lanzarote sind naturbelassen, so auch die Felsklippen von Los Hervideros. Der Küstenabschnitt, der sich nördlich an die Salinas de Janubio anschließt, ist die wilde und raue Seite der Insel.

Dort, wo sich die Lava vor hunderten Jahren ins Meer ergoss, entstanden spitze Felsformationen, die sich der Brandung mit voller Kraft entgegenstemmen.

Wer kann, sollte unbedingt bei Wind hierherkommen. Denn dann klatschen die Brecher nur so an den kahlen, dunklen Lavastein und steigen zu riesigen Fontänen hinauf. Ein wahres Naturschauspiel. Die von Höhlen zersiebten Klippen kann man auf eigene Faust erkunden und teilweise in kleine Buchten und Tunnel hinunterklettern.

Vorsicht: Im Takt des Wellengangs stößt Wasser in die aufgebrochenen Schlünde. Wenig verwunderlich ist daher der Name der Klippen: Los Hervideros heißt übersetzt soviel wie “kochende Kessel”.Salinas auf Lanzarote

Salinas de Janubio

Noch eine der Lanzarote Sehenswürdigkeiten im Südwesten sind die Salinen von Janubio (“Salinas de Janubio”). Man sieht sie schon von der Hauptstraße aus Playa Blanca kommend. Es lohnt sich, hier einmal abzubiegen. Denn die beste Aussicht hat man von der Straße oberhalb der Salinen Richtung Playa Blanca oder am Mirador Salinas de Janubio, wo sich auch ein Restaurant befindet.

Entstanden sind die Salinen übrigens ebenfalls bei den Vulkanausbrüchen im 18. Jahrhundert. Dabei wurde Lanzarotes größte Bucht durch einen Lavadamm vom Meer getrennt. Ein Fakt, den man sich bis heute zunutze macht, um in der erschaffenen Lagune (subventioniert von der EU) Salz zu gewinnen. Dabei strömt Meereswasser in vorgelagerte Becken, wo es durch die Sonne verdunstet. Übrig bleibt das Salz der Salinas de Janubio – ein beliebtes Mitbringsel aus Lanzarote.Papagayo Strände sind tolle Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

Papagayo Strände

Nur fünf Kilometer von Playa Blanca entfernt, wo auch die Fähren aus/nach Corralejo auf Fuerteventura ab- und anlegen, liegen die Papagayo-Strände.

Die sechs Playas de Papagayo gelten als die schönsten Strände der Insel und wer sie einmal besucht hat, wird das sofort unterschreiben. Nach einer erledigen Fahrt über Stock und Stein (Achtung: Steinschlaggefahr!) wird man schon von den Parkplätzen kommend mit einem wunderschönen Ausblick auf perfekte Badebuchten belohnt.

Der Name stammt übrigens von einem Piratenschiff, das vor rund 400 Jahren an den Klippen zerschellte. Heute steht das Gebiet unter Naturschutz, der Schotterweg bis hin wird derzeit ausgebaut und man verlangt schon jetzt eine Mautgebühr in bar von 3 Euro je Auto.

Einfacher und beliebt ist die Anfahrt per Boot von Playa Blanca. Die Katamarane, Windjammer und Motorboote bringen Besucher morgens hin und holen einen nachmittags wieder ab. Kosten: hin und zurück für ca. 12 Euro.

Welche Strände lohnen sich?

Besonders schön ist die von Lavafelsen eingerahmte Playa Mujeres. Keine Sorge, der “Strand der Frauen” ist auch für Männer zugänglich. Daneben findet man zwei versteckte FKK-Buchten: die Playa del Caletón und die Playa de los Ahogaderos. Letzterer zeigt auch, dass man sich über die Namensgebung der Strände nicht allzu viel Gedanken machen sollte. So heißt der Strand übersetzt so viel wie “Strand der Ertrunkenen”. Na denn.

Auch die Playa del Pozo und die Playa de la Cera lohnen einen Besuch. Und natürlich ist auch die namensgebende Playa de Papagayo einen Strandtag wert.

Weitere Lanzarote Sehenswürdigkeiten

Balcón de Femés: Das gleichnamige Restaurant neben der Haltebucht an den Serpentinen bietet eine Aussicht auf den Süden der Insel bis nach Playa Blanca.

La Graciosa: Die Fähre auf die kleine Nachbarinsel fährt im Hafen von Órzola im Nordosten Lanzarotes ab.

Reiseführer

Sucht ihr noch mehr Input für die vielen Lanzarote Sehenswürdigkeiten oder möchtet ihr mehr über die Insel und ihre Feuerberge lernen? Dann findet ihr hier unsere persönlichen liebsten Reiseführer für Lanzarote:

Reise Know-How InselTrip Lanzarote: Reiseführer mit Insel-Faltplan und kostenloser Web-App
  • Schulze, Dieter (Autor)
  • 144 Seiten - 13.01.2020 (Veröffentlichungsdatum) - Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH (Herausgeber)
111 Orte auf Lanzarote, die man gesehen haben muss: Reiseführer
  • Lang, Carl (Autor)
  • 240 Seiten - 20.02.2020 (Veröffentlichungsdatum) - Emons Verlag (Herausgeber)
MARCO POLO Reiseführer Lanzarote: Reisen mit Insider-Tipps. Inkl. kostenloser Touren-App
  • Gawin, Izabella (Autor)
  • 132 Seiten - 23.06.2020 (Veröffentlichungsdatum) - MAIRDUMONT (Herausgeber)

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