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Der Timanfaya Nationalpark ist mit mehr als 1 Million Besuchern pro Jahr eine der größten Sehenswürdigkeiten in Lanzarote und damit nach dem Nationalpark El Teide auf Teneriffa der am zweithäufigsten besuchte Nationalpark der Kanarischen Inseln.

Der Besuch des Timanfaya Nationalparks ist ein einzigartiges Erlebnis, das jeder, der auf Lanzarote Urlaub macht, auf keinen Fall verpassen sollte. Auf die Besucher wartet eine einzigartige Landschaft aus vulkanischem Gestein, so bizarr, dass man den Eindruck hat, auf dem Mond zu sein.

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Fakten

Wie entstand der Timanfaya Nationalpark?

Das heutige Landschaftsbild des Parks entstand durch vulkanische Aktivität, von denen die größten Eruptionen zwischen 1730 und 1736 stattfanden.

Wie groß ist der Timanfaya Nationalpark?

Der Timanfaya Nationalpark umfasst mit 51,07 Quadratkilometern einen großen Teil des Südwestens von Lanzarote, genauer gesagt in den Gemeinden Yaiza und Tinajo.

Wie viele Vulkane gibt es im Timanfaya Nationalpark?

Im Gebiet des Nationalparks befinden sich über 25 Vulkane, von denen jedoch nur noch ein einziger aktiv ist: der namensgebende Vulkan Timanfaya, nach welchem der Park benannt wurde.Timanfaya Nationalpark Lanzarote mit dem Mietwagen

Timanfaya mit dem Mietwagen

Da es keinen öffentlichen Bus zum Nationalpark Timanfaya gibt, muss man entweder ein Auto mieten oder ihn im Rahmen einer organisierten Bustour besuchen.

Lanzarote ist eine Selbstfahrerinsel und es ist bei Besuchern sehr bleibt, sich einfach einen Mietwagen auszuleihen und die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Dabei sind Mietwagen auf Lanzarote vergleichsweise günstig, Benzin kostet weniger als in Deutschland und die Straßen auf Lanzarote sind bestens ausgebaut.

Wo bekommt man einen guten & günstigen Mietwagen?

Unser Tipp: Bucht euren Mietwagen am besten rechtzeitig vor der Anreise und vergleicht die Preise auf dem Vergleichsportal von Billiger Mietwagen. Für einen Kleinwagen zahlt man oft nicht mehr als zehn Euro am Tag.

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Fahrt zum Timanfaya Nationalpark:

Je nachdem, wo ihr auf Lanzarote eure Unterkunft habt, braucht ihr mehr oder weniger Zeit für die Anreise zum Timanfaya Nationalpark. Es sollte nicht länger als eine Stunde dauern (vom Norden Lanzarotes, z.B. aus Orzola), bis ihr vor dem Eingangstor steht.

Fahrzeiten zum Timanfaya Nationalpark:

  • Playa Blanca nach Timanfaya: 30 Minuten Fahrt
  • Puerto del Carmen nach Timanfaya: 30 Minuten Fahrt
  • Arrecife nach Timanfaya: 30 Minuten Fahrt
  • Costa Teguise nach Timanfaya: 40 Autominuten
  • Orzola nach Timanfaya: 60 Minuten Fahrt

Die gute Nachricht: Parken ist kostenlos, bzw. im Eintrittspreis schon enthalten.

Wann ist die beste Zeit, um die Feuerberge zu besuchen?

Am besten versucht ihr die Mittagszeit zu vermeiden. Kommt entweder früh am Morgen oder erst wieder am späten Nachmittag. Rund um die Mittagszeit (ca. 11:00 bis 15:00 Uhr) ist das Besucherzentrum und die Rundfahrt-Busse meist voller Touristen der Touren großer Reiseanbieter. Dadurch muss man oft lange Wartezeiten an den Bussen auf sich nehmen.Blick über den Timanfaya Nationalpark

Timanfaya mit einer Tagestour

Ihr habt keinen Mietwagen auf Lanzarote, wollt aber den Timanfaya-Nationalparks trotzdem besuchen? Kein Problem. Bucht euch einfach eine der Tagestouren, die zum Nationalpark und den Montañas del Fuego (Feuerbergen) angeboten werden. Dabei handelt es sich um runde Pakete, bei denen man sich um nichts kümmern muss. Im Gegenteil, man wird sogar im Hotel abgeholt.

Von wo aus gibt es Touren zum Timanfaya-Nationalpark?

Es werden Tagestrips von allen drei touristischen Orten auf Lanzarote angeboten: sowohl von Puerto del Carmen, als auch von Playa Blanca und der Costa Teguise. Egal, wo ihr übernachtet, ihr werden einfach von der Unterkunft abgeholt.

Touren zum Timanfaya-Nationalpark:

Ab Fuerteventura: Tagesausflug nach Lanzarote inkl. Timanfaya Nationalpark
Entdeckt Fuerteventuras Nachbarinsel Lanzarote. Erkundet die malerischsten Gegenden der Insel, den Nationalpark Timanfaya und Jameos del Agua. Genießt eine köstliche Weinprobe im einzigartigen Weingebiet La Geria.

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Lanzarote: Vulkane, Höhlen und Mittagessen
Entdeckt den Charme von Lanzarote bei dieser ganztägigen Tour. Genießt die unglaubliche Aussicht auf diese einzigartige Vulkaninsel. Dieser unvergessliche Tag beginnt mit einer Fahrt durch den südlichen Teil der Insel entlang der Lavaküste mit einem Panoramablick auf Las Salinas de Janubio und Los Hervideros und führt weiter nach El Golfo und in den Nationalpark Timanfaya.

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Lanzarote: Tagestour mit Vulkanen und Höhlen
Entdeckt die Highlights im Süden und Norden Lanzarotes an nur einem Tag. Feuerberge, Kamele, El Golfo, das Tal der 1000 Palmen, Jameos del Agua und vieles mehr warten auf Sie. Genießt darüber hinaus eine Weinprobe.

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Eintrittspreise

Die Kosten sind nicht unbedingt gering. Wir finden aber, dass sie sich in Grenzen halten. Vor allem, wenn man bedenkt wie einzigartig die Vulkanlandschaft Lanzarotes ist.

Die Preise für den Timanfaya Nationalpark sind wie folgt:

Preis für Erwachsene: 12 Euro
Preis für Kinder: 6 Euro (7-12 Jahre)
Beim Besuch nach 15:00 ist der Eintrittspreis um 20 % ermäßigt.

Top-Sehenswürdigkeiten

Der Vulkan-Nationalpark bietet Besuchern gleich mehrere Sehenswürdigkeiten. Die größte ist auch die offensichtlichste: die Vulkanlandschaft selbst. Es gibt diverse Möglichkeiten sie zu erleben und auch auf eigene Faust zu entdecken.

Der überwiegende und schönste Teil des Timanfaya ist aber nur mit einer Bustour zu erreichen, die in verschiedenen Sprachen angeboten wird und mitten durch den bizarrsten und surrealen Teil der Vulkanlandschaft führt.

Außerdem gibt es geführte Wanderungen entlang von ausgewiesenen Wegen, die man am besten im Voraus bucht.

Zu den weiteren Highlights gehört das Besucherzentrum, in dem man vieles über die Entstehung des Nationalparks erfahren kann, sowie das angeschlossene Restaurant El Diablo, das von keinem geringeren als vom Künstler und Inselarchitekten Cesar Manrique entworfen wurde. Wer will, kann sogar auf dem Rücken eines Kamels durch die Landschaften reiten.

Die wichtigsten Timanfaya Nationalpark Sehenswürdigkeiten im Überblick:

  • Timanfaya Visitor Center in Mancha Blanca: Wir empfehlen zuerst die Bustour zu machen
  • Audiogeführte Bustour im Nationalpark Timanfaya: Die Busse starten vom Besucherzentrum
  • Restaurant El Diablo: Hier kann man Hühnchen probieren, die über der Hitze des Vulkans gegart wurden
  • Geführte Wanderungen: Sollte man rechtzeitig buchen
  • Kamelreiten: In der Hochsaison werden Kamelausritte durch die Vulkanlandschaft angeboten

Im Folgenden stellen wir euch die besten Highlights im Timanfaya im Einzelnen vor.

Timanfaya Visitor Center

Timanfaya Visitor Center

Nicht falsch verstehen: Das Timanfaya-Besucherzentrum ist mehr als nur eine Touristeninfo. Ein erster Stopp lohnt sich. Hier erfahren Besucher mehr über den das vulkanische Phänomen von Timanfaya und seine Besonderheiten. Es wird die Geschichte, die Entstehung und die besondere Flora und Fauna der Vulkanlandschaft erklärt.

Nicht verpassen sollte man die Aussichtsplattform, von der man einen tollen Ausblick auf die Feuerberge “Montañas del Fuego” genießen kann.

Das Besucherzentrum ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Bustour

Den schönsten Teil der Montañas del Fuego (Feuerberge) kann man nur mit einer geführten Bustour besuchen, die am Besucherzentrum startet. Die Bustour ist dabei im Eintrittspreis bereits inkludiert.

Vom Besucherzentrum fährt man weiter die Straße LZ-67 entlang, folgt den Schildern und biegt genau dann auf die LZ-602 ab, sobald man das Wahrzeichen von El Diablo sieht. Das massive Schild mit dem Teufel wurde von Cesar Manrique höchstpersönlich entworfen.

Hier zahlt ihr an einem Kartenhäuschen das Eintrittsgeld und folgt der Straße weiter zum Parkplatz, von wo die Tourbusse starten.

Hinweis: Der Zugang zum Nationalpark Timanfaya ist zum Schutz der Natur eingeschränkt. So darf nur auf den ausgewiesenen Straßen gefahren werden. Zu Fuß gehen ist dagegen verboten.

Parkt eurer Auto auf dem Parkplatz vor dem Restaurant El Diablo. Genau hier starten auch die Rundfahrten durch die Feuerberge. Übrigens, auch wer mit einer Tour hier ist, muss in einen der offiziellen Busse umsteigen.

Tipps für die Bustour:

  • Rechts sitzen: Versucht unbedingt, im Bus auf der rechten Seite zu sitzen. Hier genießt man noch bessere Ausblicke.
  • Die richtige Sprache: Die geführte Bustour ist in mehreren Sprachen verfügbar und dauert ca. 40 – 45 Minuten. In der Nebensaison (und zu Corona-Zeiten) werden die Touren nicht in verschiedenen Sprachen angeboten, sondern stattdessen mehrsprachig durchgeführt. Ihr hört also im Bus beispielsweise erst eine spanische Erklärung und dann eine englische.
  • Keine Angst: Die in die Vulkanlandschaft hineingearbeiteten Straßen sind oft sehr eng. Man muss sich trotzdem keine Sorgen machen, denn die Fahrer kennen die Wege durch die Montañas del Fuego wie ihre Westentasche. Gegenverkehr gibt es keinen, da die Busse alle in die gleiche Richtung fahren.
  • Früh kommen: Am besten früh kommen (9 bis 11 Uhr), sonst gibt es schnell Schlangen an den Rundfahrt-Bussen.
  • Fotos: Der Bus stoppt mehrfach, aber man darf nicht aussteigen. Wer also Fotos ohne die Spiegelung in der Scheibe machen will, kann das danach vom Restaurant El Diablo aus machen. Von hier hat man einen weiten Blick auf die Vulkane und sogar bis zu den Los Hervideros und zum Fischerdorf El Golfo an der Küste, das für seine vielen guten Fischrestaurants bekannt ist.

Kleine Tourishow im Timanfaya Nationalpark

Dampfgeysir

Was man nicht verpassen sollte, ist die Wasserdampf-Fontäne direkt vor dem Restaurant El Diablo. Ihr könnt die dortige Vorführung entweder vor der Bustour anschauen, oder danach. Um die hohe Temperatur des Vulkans zu demonstrieren, gießt ein Mitarbeiter des Parks Wasser in ein Loch im Boden. Schon nach wenigen Sekunden schießt der Wasserdampf mit vollem Karacho in die Höhe und formt sich zu einer Fontäne.

Restaurant El Diablo

Schon mal von einem Restaurant gehört, das Hähnchen auf Lava grillt? Genau das macht das Restaurant Diablo. Schon beim Gang hinein, sollte man unbedingt am Grill Halt machen. Dabei hängt ein riesiger Rost über einem großen Lavaschlund. Er nutzt die Hitze des Vulkans, um das Fleisch zu garen. Natürlich kann man das Vulkan-Hähnchen auch direkt im Restaurant probieren. Ob das Hähnchen tatsächlich einen besonderen Geschmack hat, muss jeder für sich herausfinden.

Noch berühmter als das Lava-Huhn ist der Bau des El Diablo Restaurants selbst. Er stammt aus der Feder von Cesar Manrique, der hier wieder einmal seinen Anspruch auf die Probe stellte, einen von Menschenhand geschaffenen Bau in die Natur zu integrieren. So besteht der Großteil selbst aus Lava, die er durch eine großflächige Glasscheibe zum Nationalpark hin ergänzte. Auch wenn man nicht im Restaurant essen will, lohnt sich also ein Blick hinein.Restaurant El DiabloHähnchen gibt es in vielen Lanzarote Restaurants

Kamelreiten

Eins vorweg: Wir sind keine großen Fans davon, auf Kamelen oder sogar Elefanten durch die Gegend zu reiten. Wer es dennoch einmal ausprobieren will, kann es hier im Nationalpark Timanfaya tun.

Das Kamelreiten (bzw. in diesem Fall sind es Dromedare) kostet 6 Euro, dauert rund 20 Minuten und führt mitten durch einen flacheren Teil der Feuerberge. Die Kamel-Touren starten an einem Parkplatz an der LZ-67 (Echadero de los Camellos), auf dem Weg zum kostenpflichtigen Teil des Nationalparks.

Wanderungen

Neben den Bustouren gibt es auch die Möglichkeit, bei geführten Wanderungen mit einem Ranger den Park zu Fuß zu sehen. Diese Touren sind kostenlos, aber wirklich nur für jene geeignet, die sich extrem für die Feuerberge interessieren.

Auch sollte man gut zu Fuß sein und wissen, dass es während der Erkundungen keinen Schatten gibt. Die Touren werden zwei Monate im Voraus angeboten und sind meist schnell ausverkauft. Buchen könnt ihr die Wanderungen hier.Timanfaya Nationalpark Lanzarote mit dem Mietwagen

Auf eigene Faust

Man kann die äußeren Bereiche des Timanfaya-Nationalparks auch auf eigene Faust besuchen. Dabei verpasst man aber den spannendsten Teil der echten Feuerberge.

Wer darauf verzichten mag, kann die Lavalandschaft auch selbst mit dem Mietwagen erkunden. Allein der Weg von Westen oder Osten zur Einfahrt des kostenpflichtigen Teils des Nationalparks ist sehr schön. Man fährt mitten durch die Vulkanlandschaft und kann man Straßenrand jederzeit kurz anhalten, um Fotos zu machen.

Weinstraße La Geria

Wenn ihr sehen wollt, wie auf Lanzarote Wein angebaut wird, solltet ihr entlang der LZ-30 fahren. Hier reiht sich ein Weingut an das nächste. Berühmt ist etwa die Weinkellerei Bodega El Grifo.

El Grifo, Los Hervideros & Lago Verde

Absolut lohnenswert ist auch ein Abstecher an den südwestlichen Zipfel des Timanfaya Nationalparks. Rund um das Fischerdorf El Golfo, das für den besten Fisch der Insel bekannt ist, gibt es noch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten, die vulkanischen Ursprungs und kostenlos sind:

  • Die Felsen von “Los Hervideros”
  • Der schwarze Strand “Playa de Montaña Bermeja”
  • Die grüne Lagune “Lago Verde” oder auch “Charco de los Clicos” genannt
  • Der Playa El Golfo

All diese Highlights könnt ihr auf eigene Faust mit dem Mietwagen erkunden, wenn ihr das Eintrittsgeld für den Timanfaya sparen wollt.

FAQ

Auf Lanzarote gibt es mehr als 100 Vulkane. Dazu kommen 300 Krater. Damit sind drei Viertel der Fläche mit Lava bedeckt.

Das Wahrzeichen Lanzarotes ist der Timanfaya-Teufel, der auch die Tore zum Timanfaya Nationalpark ziert. Er ist ein beliebtes Mitbringsel.

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