Ausflüge in Brandenburg
Inhaltsverzeichnis

Nie stand Urlaub in Deutschland so hoch im Kurs wie jetzt gerade. Und eigentlich ist das doch ganz schön, oder? Plötzlich haben wir wieder Spaß daran, durch den Ostseesand zu rennen, versteckte Seen im eigenen Umland zu entdecken und vor allem Regionen zu erkunden, die bisher weit weg von den eigenen Reiseplänen waren. Für uns gehört zu diesen Regionen auch Brandenburg, denn lange haben wir den schönsten Speckgürtel der Welt komplett links liegen gelassen. Doch was aber sind die schönsten Ausflüge Brandenburg?

Wir haben 15 Reiseblogger nach ihren absoluten Liebslingsorten und Ausflügen in Brandeburg gefragt. Herausgekommen ist ein bunter Mix aus Natur, Restaurants, Wanderungen und einer Menge Geheimtipps, die wir bisher noch lange nicht auf dem Schirm hatten.

Ausflüge Brandenburg können so wunderschön und ruhig sein, dass man meist locker mehrere Tage vor Ort verbringen kann, um mal runterzukommen. Brandenburg steckt voller versteckter Seen, bietet endlos lange Alleen und Örtchen, die so herrlich verschlafen sind, dass man auch gut und gerne mal ohne Empfang und Internet auskommt. Wir lieben Brandenburg!

Navigiert euch auf der linken Seite einfach von Tipp zu Tipp und lasst euch von den vielen Vorschlägen für den nächsten Trip nach Brandenburg inspirieren.

Alle Ausflüge in Brandenburg und Tipps rund um Berlin im Überlick:

Die 23 schönsten Ausflugsziele in Brandenburg
Die 11 schönsten grünen Ausflugsziele in und um Berlin
Die 15 besten Ausflüge für den Uckermark Urlaub

Gerswalde in der Uckermark

Für uns ist und bleibt Gerswalde einer der schönsten Ausflüge Brandenburg. In der kleinen Gemeinde Gerswalde in der Uckermark hat sich in den letzten Jahren ein Mekka für Berliner entwickelt: der „Große Garten“. Auf dem grünen Grundstück hat Filmemacherin Lola Randl sich ein echtes Paradies geschaffen. Hier servieren zwei Japanerinnen leckeren Kuchen und japanisches Curry in einem hübschen Palmenhaus, in einem kleinen Häuschen werden Forellen frisch geräuchert und Instagram-gerecht auf Holzplatten serviert und zwischendrin kann man sich ein Kissen schnappen und sich auf die Grünfläche setzen und einfach nur der Natur lauschen.

Wer an einem Wochenende in den „Großen Garten“ fährt, sollte unbedingt vorher auf Facebook schauen, ob es am Abend eine Veranstaltung gibt. Denn manchmal werden die Edison-Glühbirnen eingestöpselt, Musik angemacht und kühle Drinks in absolut perfekter Atmosphäre serviert.

Von Gerswalde aus kann man noch locker einen weiteren der vielen Ausflüge in Brandenburg machen, nämlich zum Straußenhof Berkenlatten unternehmen oder die drei kleinen Dörfchen Suckow, Flieth und Fergitz erkunden, die ein wenig so scheinen, als wären sie aus einer anderen Zeit. Aber keine Sorge, man kann auch gut und gerne den ganzen Tag im „Großen Garten“ verbringen, denn hier ist es sowieso am allerschönste.

Lust auf noch mehr Tipps zur Uckermark?

Unser Buch „52 Eskapaden im Barnim und in der Uckermark“ ist gerade frisch erschienen und steckt voller Ausflugstipps und konkreter Ausflüge in Brandenburg.

Uckermark Tipps und Highlights im Barnim

Eskapaden im Barnim und in der Uckermark

Heiße Schokolade im Burgcafé in Bad Belzig

Bad Belzig war Ausgangsort für unser Wochenende in der Region Fläming in Brandenburg. Entspannung war angesagt. Beim Wandern im Naturpark Hoher Fläming. Bei einem Besuch im Schlosspark Wiesenburg. Einem Ausflug in die Klosteranlage von Lehnin und einem Abstecher ins Schloss Reckahn. Wir haben viel entdeckt an diesen Tagen. Viel gelernt über die Geschichte dieser Region. Spannendes erlebt. Vor allem haben wir Bad Belzig und seine Umgebung genossen. In Hofcafés, der Schloss Remise in Wiesenburg, in der Stille eines Klostergartens.

Die Burg Eisenhardt ist ein schöner Ausflugstipp für Brandenburg Heiße Schokolade kann man im Burgcafé gut trinken

Am besten in Erinnerung blieb uns der Besuch im Burgcafé von Bad Belzig. Burg Eisenhardt thront auf einem Hügel über der Stadt. Heute befindet sich darin ein Hotel. Besucher können das Museum und die Ringmauer besichtigen. Wir waren durstig und hatten bereits von der Trinkschokolade im Burgcafé gehört. Diese wollten wir uns nicht entgehen lassen. Eine exzellente Entscheidung, wie sich herausstellt. Denn Urs Bastian Kunz, der Betreiber des Hofcafés, hat viele Kurse für Schokoladenverarbeitung besucht. Seine Produkte verkauft er in der Chocolaterie im Burghof. Außerdem serviert er in seinem Café eine Schokolade, die Ihresgleichen sucht. Geschmolzene Schokolade macht sie zum perfekten Genuss. Unser Tipp: probiert noch ein Stück Schokoladentorte dazu. Das ist ein himmlisches Vergnügen.

Über Monika und Petar von TravelWorldOnline
Monika und Petar Fuchs bereisen seit vielen Jahren die Welt auf der Suche nach Genusserlebnissen. Dabei sind sie an regionaler Kulinarik ebenso interessiert wie an schönen Aussichten und allen Erlebnissen, die Wohlgefühl erzeugen: Wellness, Spaziergänge, Weingenuss, Kunst, Kultur, Brauchtum, Architektur und mehr. Diese Entdeckungen stellen sie seit 2005 in ihrem Blog vor.

Tipps für die Niederlausitz: Partwitzer See in Brandenburg

Geheimtipp Niederlausitz

Die Niederlausitz im Süden Brandenburgs ist erstaunlicherweise immer noch ein Geheimtipp für Brandenburg – die Einwohner:innen wissen natürlich längst, in was für einer tollen Gegend sie leben. Das haben sie sich auch ein klein wenig verdient, schließlich mussten sie jahrzehntelang mit dem Tagebau leben, ein äußerst dreckiges Geschäft.

Davon ist heute kaum mehr etwas zu sehen, im Gegenteil: Ehemalige Tagebauten wurden und werden geflutet und hier entsteht nun eine der größten Seenlandschaften Deutschlands.

Da ich mich immer so schlecht entscheiden kann, gibt es gleich drei Geheimtipps von mir zur Niederlausitz, die ich übrigens ausführlicher in einem Artikel über meinen Roadtrip durch die Niederlausitz besprochen habe:

    • Der Gräbendorfer See liegt südlich des Spreewaldes, hat eine tolle Wasserqualität, am Nordufer gibt es viele kleine Buchten und schwimmende Häuser und am Südufer einen der schönsten kleinen Campingplätze, die ich kenne, sowohl für Camper wie Zelte.
    • Das Kraftwerk Plessa ist das älteste Kohlekraftwerk Europas und heute spannender LostPlace, durch den man eine sehr coole Führung machen kann.
    • Der Partwitzer See ist Urlaub pur: Die noch recht karge Landschaft mit viel Sand erinnert an Südeuropa, die Wasserfarbe des Sees (aufgrund nötiger Kalkung) an die Südsee. Richtig toll ist hier das „schwimmende Haus“, in das man sich einmieten kann, aber auch die Campingplätze sind sehr hübsch.

Buchtipp zur Niederlausitz:

Das Buch 52 Eskapaden Fläming, Niederlausitz und Spreewald beschreibt diese und noch weitere spannende Ausflüge in Brandnburg und dabei natürlich hauptsächlich durch die Niederlausitz, inklusive Spreewald und Fläming: Standup-Paddeln im Spreewald, Burgenpicknick oder Fahrradtour durch das Seenland: Brandenburg kann mehr.

Über Inka von Blickgewinkelt
Inka schreibt Reiseführer über Berlin und Brandenburg, auf ihrem Blog Blickgewinkelt berichtet sie regelmäßig von ihren Reisen durch die Welt und Entdeckungen vor der Haustür. Lieblingsplatz ist – neben den polaren Gebieten dieser Erde – in der Hängematte auf einem Hausboot, die Havel runter schippernd.

Schloss Sanssouci in Brandenburg

Ein kleines Märchenschloss – Schloss Sanssouci

Brandenburg hat neben seiner unglaublich vielfältigen Natur auch einige Baudenkmäler zu bieten, die uns wirklich begeisterten. Ganz besonders hat uns das Märchenschloss Sanssouci in seinen Bann gezogen. Schon von außen sieht es einfach zauberhaft aus, wie es mit seiner gelben Fassade, der kleinen Kuppel in der Mitte und den reichen Verzierungen ganz oben auf den Weinberg – Terrassen thront. In den prunkvollen Innenräumen der Sommerresidenz von Friedrich dem Großen mit originalem Interieur aus der Zeit des Königs fühlt man sich dann vollends in das 18. Jahrhundert versetzt. Seit 1931 ist Friedrich der Große sogar neben dem Ostflügel des Schlosses begraben.

Doch nicht nur das Schloss an sich lohnt einen Besuch, auch der Garten ist ein kleines Juwel, das seit 1990 sogar zum Welterbe der UNESCO zählt. Im gesamten riesigen Park kann man an allen Ecken und Enden kunstvolle Architektur, bildschöne Statuen, Wasserspiele und natürlich auch Blumen entdecken. Besonders eindrucksvoll fanden wir die große Fontäne am Ende der Terrassen und die alte Windmühle gleich neben dem Schloss. Wir haben in dem beeindruckenden Park auf unserem Tagesausflug von Berlin aus einen ganzen Nachmittag verbracht!

Nützliche Informationen:

      • Schloss Sanssouci, Maulbeerallee, 14469 Potsdam
      • Dienstag bis Sonntag von 10:00 – 17:30 Uhr
      • Preis für die Besichtigung inklusive Führung: 14 €

Über Tina und Manfred vom Blog Urlaubsreise
Tina und Manfred schreiben auf Urlaubsreise.blog über ihre Reisen quer durch die Welt. Die Erfahrungen, die sie dabei sammeln, geben sie gemeinsam mit vielen Tipps und Informationen an ihre Leser weiter.

Wanderung am Kutschenberg in Brandenburg

Wanderung zum Kutschenberg

Dass Deutschland insgesamt 16 verschiedene Bundesländer hat, sollte hinreichend bekannt sein und Mallorca lassen wir an dieser Stelle mal außen vor. Natürlich hat daher auch jedes dieser Bundesländer einen höchsten Berg, beziehungsweise eine höchste Erhebung. Das Projekt der 16 Summits Deutschlands bedeutet nun, dass man jeden der höchsten Berge unserer deutschen Bundesländer zu Fuß erklimmen muss. Doch nun zum Wandern in Brandenburg.

Mit 201 Metern über dem Meeresspiegel ist der Kutschenberg der höchste Berg Brandenburgs und das auch nur ganz knapp, denn zum einen übertrifft er den zweithöchsten Berg des Bundeslandes um nichtmal einen Meter, sondern liegt auch noch nur gerade so in Brandenburg. Direkt an der Grenze zu Sachsen.

Eine Wanderung auf den Kutschenberg ist im Grunde keine anstrengende Sache. Je nachdem wie man sie ausdehnt, gleicht es einem längeren Spaziergang von etwa drei Kilometern. Aber man darf sich doch von dem ein oder anderen steilen Anstieg überraschen lassen. Beispielsweise bei der verlassenen Skihütte. Richtig, eine Skihütte in Brandenburg.

Als Ziel für einen Ausflug eignet sich der Kutschenberg vor allem aufgrund seiner Besonderheit als höchster Berg Brandenburgs, den wahrscheinlich kaum jemand auf Anhieb nennen könnte. Die Landschaft um ihn herum ist schön anzusehen und es gibt Spannendes zu entdecken, wie beispielsweise die alte Skihütte.

Über Christian und Pauline vom Blog Buntekarte
Die Idee einen eigenen Blog zu erstellen, kam Christian und Pauline auf einer Reise mit Zelt durch das Baltikum. Doch die Namensfindung schien gar nicht so leicht zu sein. Vieles wurde durchdacht und wieder verworfen, aber an einem gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa, blickten sie an die Wand und sahen eine große Weltkarte, auf der jedes bereiste Land bunt eingefärbt wird. Diese Karte soll auf lange Sicht bunt werden, der Name buntekarte war geboren. Auf dem 2019 gegründeten Blog stehen vor allem ausführliche Reiseberichte, Tipps und Erfahrungsberichte rund ums Zelten auf verschiedenen Campingplätzen, sowie Wandern in Deutschland im Vordergrund.

Zu den Ausflügen in Brandenburg gehört auch der Spreewald

Ausflug in den Spreewald

Beim Thema Brandenburg kommt mir als Erstes sofort der Spreewald in den Sinn. Dieser zählt für mich zu den ungewöhnlichsten und spannendsten Regionen in Deutschland. Dies hat gleich mehrere Gründe.

Das einzigartige Kanalsystem: Der Spreewald wird von der namensgebenden Spree durchflossen und teilt sich hier in nahezu unzählige Kanäle, Fließe und kleine Wasserstraßen auf. Besonders im Oberspreewald ist das Flussnetz so verzweigt, dass es einem Straßensystem einer Kleinstadt ähnelt. Insgesamt verfügt der Spreewald bei einer Ausdehnung von rund 80 Kilometern über beeindruckende 970 Kilometer Wasserstraßen.

Hoteltipp Spreewald: Bleiche Resort & Spa

Abwechslungsreiche Aktivitäten: Genau diesem Wasserstraßennetz sind zahlreiche Aktivitäten zu verdanken, allen voran natürlich das Paddeln (bzw. als Abwandlung im Kajak oder Kanu). Vor allem im Oberspreewald gibt es unzählige Bootsverleihe und dank der viel verzweigten Kanäle wird es auch nie langweilig. Mittlerweile war ich sicher schon ein knappes dutzend Mal im Spreewald und kenne bei weitem noch nicht alle Ecken. Wer nicht paddeln möchte, kann auch die sehr gut ausgebauten Fahrradwege im Spreewald nutzen oder sich von einem Kahn über die Kanäle staken lassen.

Weitere Sehenswürdigkeiten: Neben dem sprichwörtlichen Spreewald an sich gibt es noch viele weitere Sehenswürdigkeiten in der Region, die einen Kurzaufenthalt oder Urlaub sehr abwechslungsreich gestalten. Hierzu zählen u.a. das Spreewaldhaus, das Gurkenmuseum, die Slawenburg Raddusch oder die kleinen Städtchen Lübben und Lübbenau.

Lokale Spezialitäten: Eine Tour in den Spreewald ist auch kulinarisch hochinteressant. Hauptgrund hierfür sind die echten Spreewälder Gurken, die an zahlreichen Straßenständen (oder sollte man besser „Wasser-Stand“ sagen) bis ans Paddelboot geliefert werden. Sie sind so knackig und frisch, dass Ihr nachher nie wieder andere Gurken essen wollt. Auch Leinöl und Meerrettich kommen mit unnachahmlichem Geschmack direkt aus dem Spreewald und werden in allen Formen und Farben verkauft.

Seid Ihr auf den Geschmack gekommen? Dann nichts wie hin in den Spreewald, um diese besondere Region zu erkunden.

Über Christian vom Blog My Travelworld
Wer mehr über Christians Reisen wissen möchte, kann auf seinem Reiseblog My Travelworld vorbeischauen. Über 70 Länder hat er bereits bereist und nach wie vor ist seine Reiselust ungebrochen, sodass er zur Zeit als Digitaler Nomade mit einer Home Base in der Dominikanischen Republik durch die Welt tourt, allerdings auch immer mal wieder in seiner Heimat Dresden und den umliegenden Regionen – inkl. dem Spreewald – vorbeischaut.

Mit dem Hausboot über die Havel schippern

Hausboot-Trip auf der Havel

Ich habe fünf gute Gründe für einen Hausboot-Törn auf der Havel in Brandenburg.

1. Mit dem Hausboot auf der Havel und ihren Seen seid Ihr mitten drin in der Natur, weit weg von der Hektik der Stadt. Schwäne, Enten oder Gänsefamilien kreuzen den Weg des Schiffes. Am Ufer steht ein Reiher und hält Ausschau nach frischem Fisch. Am Himmel fliegt ein Storch vorbei, in der Ferne dreht ein Bussard seine Kreise.

2. Und während man sich mit dem Hausboot langsam dem nächsten Ziel nähert gleitet man ruhig durch die abwechslungsreiche Landschaft der Havelauen: Wald, Wiesen, Felder, Seitenarme mit viel Schilf, im Hintergrund ein einsamer Kirchturm. Die Fischreusen der Havelfischer erkennt Ihr an den ausgesteckten Stangen und einer Boje am Ende. Sonst durchbricht gelegentlich ein springender Fisch mit einem leisen Plätschern die Ruhe oder Ihr entdeckt einen Kormoran auf Beutezug.

3. Ihr allein entscheidet, wann, wohin es geht und wann die Fahrt für den Tag ein Ende hat. Das Wasser ist eine natürliche Grenze, man kommt nicht so einfach an Land, die Landbewohner kommen nicht so einfach an Bord. Wenn Ihr Lust auf ein wenig Sightseeing habt legt Ihr an, in Brandenburg oder Rathenow geht das sogar mitten in der Stadt.

4. Ihr seid weit weg vom Takt des Alltags, könnt ohne andere Menschen einfach Ihr selbst sein. Für die Nacht suchen wir uns ein stilles Plätzchen mit einem schönen Blick in die Natur, vielleicht unter einer Trauerweide oder in einem stillen Seitenarm vor dem Schilfgürtel. Und wenn der Tag ausklingt, das Grillfeuer sanft glüht, der Himmel immer mehr Sterne freigibt und die Frösche ihr abendliches Konzert beginnen – dann fühlen wir uns einfach nur glücklich.

5. Die Hausboote sind nicht elegant, eher sind es kleine Holzkisten in fröhlich bunten Farben, die auf dem Wasser nicht schnell oder wendig sind. Aber sie haben es in sich! Es gibt eine durchdachte Innenaufteilung, viele liebevolle Kleinigkeiten und alles, was man in einer Ferienwohnung so braucht.

Über Ulrike vom Blog Zypresse unterwegs
Zypresseunterwegs.de ist mein Reiseblog mit einem Schwerpunkt auf barrierefreie Reisen in Europa, Südafrika und der Welt. Ich gehöre zur Generation Ü60, bin verheiratet und lebe in Düsseldorf, bin Buchhändlerin und Juristin, lese gern, liebe gutes Essen und Kochen. Ich reise gelegentlich allein, meistens allerdings gemeinsam mit meinem Mann. Er benutzt einen Rollstuhl, daraus resultiert ein Schwerpunkt des Blogs bei barrierefreien Reisen.

Die Stadt Luckau in Brandenburg ist noch ein echter Geheimtipp

Die Stadt Luckau entdecken

Anders als Lübbenau, das man aus vielen Listen mit Ausflügen in Brandenburg kennt, zählt Luckau bis heute zu den Geheimtipps im Spreewald. Dabei überzeugt die Stadt durch eine äußerst hübsche Altstadt, ganz viel Geschichte und ein paar kulinarische Highlights. Besonders ins Auge fallen gleich die von italienischen Meistern gestalteten, reich verzierten Giebelhäuser am Marktplatz. In der Platzmitte lohnt der Aufstieg auf den Hausmannsturm, von dessen oberer Ebene die Besucher eine herrliche Rundumsicht über den Spreewald genießen.

Zum großen Teil erhalten ist auch die Stadtmauer von Luckau. Ein etwa zwei Kilometer langer Spaziergang führt einmal rundherum. Sehenswert sind außerdem die wunderschön ausgebaute Nikolaikirche und das Napoleonhaus, in dem der Franzose sich 1813 einquartiert hatte. Einen Ausflug in die Geschichte der etwas anderen Art bietet schließlich das Niederlausitz- und Stadtmuseum, wo die Besucher mehr über die 250jährige Geschichte des Strafvollzugs in der Stadt erfahren.

Wer Süßes mag, sollte in Luckau unbedingt bei der Konditorei Klinkmüller vorbeischauen. Dort kreiert der Chef französisch inspirierte Törtchen, bei denen schon der Anblick für Begeisterung sorgt. Ab Herbst sind auch die hausgebackenen Stollen absolut empfehlenswert. Soll es lieber etwas Deftiges sein, ist der Besuch im Ratskeller ein Muss. Hier gibt es Leckeres auf den Teller und die Gäste kommen zusätzlich in den Genuss, eines der hübschen Kellergewölbe zu erleben, die sich unter Altstadt erstrecken.

Über Martina Schäfer vom Blog Places and Pleasure
Auf Places and Pleasure schreibt Martina unter dem Motto: Aktiv. Erleben. Genießen. Ob Touren in die nähere Umgebung, in Deutschland, Europa oder weit weg in der Ferne – sie liebt es, Regionen intensiv zu erkunden. Und was für sie fast immer dazugehört, sind kulinarische Highlights und ein paar Aktiv-Erlebnisse.

Woltersdorf in Brandenburg

Der Woltersdorfer Aussichtsturm

Den Woltersdorfer Aussichtsturm habe ich eher durch Zufall entdeckt. Eine Freundin heiratete in der Liebesquelle unweit der Woltersdorfer Schleuse. Die Zeit zwischen Mittag und Kaffetrinken nutzten wir für einen kleinen Ausflug in die Woltersdorfer Berge. Der Anstieg ist bei 30 Grad im Schatten nicht easy aber machbar – auch in schicken Schuhen. Den Turm haben wir eher per Zufall entdeckt. Dabei hat er eine bewegte Geschichte. 1886 erstmals als Kronprinz-Friedrich-Wilhelm-Turm erbaut, in den 30er Jahren in Hindenburg-Turm umbenannt, im zweiten Weltkrieg abgebrannt, in den 60er Jahren wieder auf gebaut (und dann bis zur Wende nicht genutzt). In den 90er Jahren wiederentdeckt und durch den Woltersdorfer Verschönerungsverein der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat das Gebäude schon so einiges erlebt.

Für 2 Euro Eintritt könnt ihr den 25 Meter hohen Holz-Turm „besteigen“. Das ist nicht nur wegen der beeindruckenden Aussicht von der oberen Plattform spannend (von hier aus kann man wunderbar nach Berlin und die umliegenden Wälder schauen) – im Turm selbst erfährt man eine Menge über das märkische Hollywood. In und um Woltersdorf wurden in den 20er Jahren zahlreiche Filme gedreht – und vielleicht bietet das eine oder andere Filmkulissenfoto ja Inspiration für einen erneuten Ausflug. Übrigens – auch ein Abstecher zur Schleuse in Woltersdorf lohnt sich, zwischen Kalksee und Flakensee sind viele Schiffe zu beobachten.

Über Janett vom Blog Teilzeitreisender
Auf Teilzeitreisender.de berichtet Janett über Kurzreisen in Deutschland, Europa und aller Welt. Wie der Blogname schon verrät ist sie auch gerne in der „Zeit“ unterwegs und schaut sich Orte aus der Vergangenheit an.

Mohnfelder im Elbe Elster LandKleine Rast im Elbe Elster Land

Überraschendes Elbe Elster Land

Zwischen Spreewald und Fläming befindet sich das Elbe Elster Land. Wer in diese Region reist, der findet Überbleibsel der Industriekultur, eingebettet in viel Natur. Doch große Städte sucht man hier vergebens. Dafür überraschen sicherlich die kleinen Städte, wie z.B. Bad Liebenwerda, die Sängerstadt Finsterwalde oder auch Doberlug Kirchhain, mit ihrer ganz eigenen individuellen Geschichte und unerwarteten Entdeckungen. Ob Genuss, Wellness, aktiv unterwegs oder Kultur, das Elbe-Elster-Land hält ein entspanntes Angebot bereit.

Ideal erlebt ihr die Region per Fahrrad oder E-Bike. Ein sehr gut ausgebautes Fahrradwege-Netz und die zahlreichen Fahrrad- und E-Bike-Leihstationen bieten dafür die perfekte Voraussetzung. Entdeckt industriekulturelle Highlights wie die Brikettfabrik Louise oder die stillgelegte F60 Förderbrücke zum Braunkohleabbau. Wer besonders mutig ist, seilt sich ab von der F60 oder bucht ein privates Candle-Light-Dinner, mit Aussicht. Unerwartet für Brandenburg ist sicherlich auch der Weinberg mit Kopfsteinpflaster-Kellergasse in Schlieben oder das gewöhnungsbedürftige Gesamtkunstwerk Schloss Lilliput von Künstler Steffen Modrach. Mein besonderer Tipp, für alle die mit Kind(ern) unterwegs sind, ist die Aktion „Kulturschatzsucher“. Per Lageplan und Schatzkarte begebt ihr euch auf die spannende Reise an 30 aussergewöhnliche Orte im Elbe-Elster-Land. Ihr entdeckt Kulturstätten, geheimnisvolle Orte und lebendige Geschichte unter dem Motto „Heute gemeinsam das Gestern entdecken“.

Über Tanja vom Blog Spaness
Tanja schreibt auf Spaness über WellBeing-Reisen und Erlebnisse. Sie ist immer entspannt unterwegs, mal mit und mal ohne Familie. Immer auf der Suche nach kleinen und großen Abenteuern, auch gern vor der eigenen Haustür in Deutschland.

Restauranttipp Brandenburg: SeeBadSaarow

Lieblingsort Bad Saarow

Der einst beschauliche Ort Bad Saarow ist inzwischen wohl kein Geheimtipp mehr. Der Ort liegt malerisch am Scharmützelsee und ist schon seit den 1920er Jahren ein beliebtes Sommerfrische-Ziel nicht nur der großstadtgestressten Hautstädter. Seit 2019 gibt es aber dort ein neues kulinarisches Highlight, welches mich bei meinem Besuch dort absolut begeisterte: Das Restaurant SeeBadSaarow ist ganz auf die Nikkei Cuisine spezialisiert, eine peruanisch-japanische Fusionsküche. Das klingt zunächst erst einmal recht abenteuerlich, diese Küche hat aber tatsächlich einen historischen Hintergrund. Im 19. Jahrhundert siedelten sich in Peru viele Japaner an, um dort auf Zuckerrohrfeldern zu arbeiten. So verbanden sich japanische Zubereitungsarten mit den peruanischen Zutaten zur sogenannten Nikkei Cuisine.

Aber genug der Historie – es geht hier ja um einen der vielen Ausflüge in Brandenburg: das Restaurant SeeBadSaarow. Die Einrichtung ist rustikal-modern, das Essen hervorragend und die Preise bewegen sich im gehobenen Bereich. Wir haben ein Omakase-Menü genossen, bei 7 Gängen (keine Angst, die Portionsgrößen sind angemessen) überlässt man dabei dem Koch die Auswahl, was er dem Gast servieren möchte. Ich war – und bin eigentlich immer noch – total begeistert. Eine Auswahl, die wir selbst sicher nie so getroffen hätten, die uns aber fantastisch geschmeckt hat. Einen kleinen Eindruck von unserem Menü und noch mehr kulinarische Tipps für Bad Saarow findest du auf SilerTravellers im Beitrag Restaurants Bad Saarow – eine kulinarische Entdeckertour.

Das Restaurant ist aber nur einer von vielen Argumenten für eine Genießer-Auszeit in Bad Saarow am Scharmützelsee. Natürlich gibt es dort noch diverse andere Highlights – die Therme Bad Saarow beispielsweise, Möglichkeiten zum Wandern und Spazierengehen in der wunderschönen Natur rund um den Scharmützelsee oder auch Mitsegelmöglichkeiten auf einem Segelboot. Ganz toll ist auch eine kleine Kaffeerösterei, in der man frisch gerösteten Kaffee und leckere Waffeln mit den unterschiedlichsten Toppings genießen kann. Diese Kafferösterei hätte auch Potenzial für einen Insidertipp … einfach toll.

Über Cornelia vom Blog SilverTravellers
Cornelia betreibt den Reiseblog SilverTravellers, berichtet dort über Reiseziele und Sehenswürdigkeiten rund um die Welt und gibt viele hilfreiche Reisetipps. Ein zweiter Schwerpunkt auf ihrem Blog ist die Kulinarik mit Restaurant-Tipps und vielen Rezepten.

Mehr Ausflüge in Brandenburg

Radtour in Caputh

Fahrradtour von Berlin nach Caputh

Mit dem Fahrrad von Berlin (Mitte) aus sind es gute 40 km Entfernung bis nach Caputh, dem malerischen Ort in Brandenburg zwischen den Seen. Auf deiner recht bequemen Radtour entfliehst du Stück für Stück der Stadt. Straße um Straße wird es ruhiger. Vorbei am Wannsee fährst du durch den Grunewald, wo du einen waldigen Stopp einlegen kannst. Dann geht es durch Babelsberg, wo Cafés zu einer Pause einladen und beinahe plötzlich bist du schon in Caputh. Dieser kleine Ort ist ideal, um noch eine Nacht zu bleiben. Einstein schien ein Gespür für erholsame Orte zu haben, er hatte seine Sommerresidenz in Caputh. Umgeben bist du von gleich drei Seen. Du hast die Wahl zwischen dem Caputher See, Schwielowsee und Templiner See.

Keine Lust auf die stillen Gewässer? Dann kannst du auch noch an der Havel spazieren gehen.

Und auch sonst gibt es viel zu entdecken: Schlendere im Park um das Schloss Caputh herum, unternimm eine kleine Wanderung hoch in den Wald zum Einstein-Haus oder schlemme ein Eis im Zentrum. Mit einer kleinen Fähre kannst du auch fahren: Seit über 150 Jahren verbindet die Seilfähre mit dem Namen „Tussy“ Caputh und Geltow. Es ist Entschleunigung pur an der Havel Platz zu nehmen und das Schiff von Ufer zu Ufer pendeln zu sehen.

Über Stephanie vom Blog Kellertür
In ihrem Blog Kellertür schreibt Stephanie über ihre persönlichen Tipps zu schönen Plätzen in und um Berlin, jedoch steht auch oft Großstadtflucht auf dem Plan. Sie teilt ihre Reiseerfahrungen und die ein oder andere Radtour von Berlin aus.

Werbellinsee in Brandenburg

Werbellinsee im Barnim

Brandenburg ohne Seen? Kaum vorstellbar. Mit rund 3.000 Seen gilt Brandenburg als das gewässerreichste Bundesland Deutschlands – also ein wahres Paradies, wenn es um Seen geht. Hierbei den schönsten See herauszupicken ist nahezu unmöglich. Allerdings gibt es einen See mit dem ich seit meiner Kindheit verbunden bin – dem Werbellinsee.

Unsere 11 liebsten Seen in Brandenburg

Der Werbellinsee liegt im Landkreis Barnim, etwa 60 Kilometer Nord-östlich von Berlin entfernt im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Geschichtlich gesehen ist der See mit Berlin auch verbunden, denn von dort wurden im 19. Jahrhundert Baumaterialien, wie Holz und Steine in die Hauptstadt transportiert.

Heute ist der 9,5 Kilometer lange See ein beliebtes Erholungsgebiet, entweder am oder auf dem See. Rund um den Werbellinsee gibt es 9 offizielle Badestellen und natürlich noch viel mehr wilde, da fast das gesamte Ufer gut zugänglich ist. Wer mag kann den bis zu 55 Meter tiefen See, um den sich viele alte Geschichten und Sagen ranken, auch vom Wasser aus erkunden. Sei es mit dem Kanu, dem Segelboot und dem ganz einfachen Ruderboot. Oder du nutzt das Ausflugschiff der Reederei Wiedenhöft um den See und die wunderschöne Umgebung dir anzusehen.

Rund um den Werbellinsee gibt es außerdem zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Ausflüge in Brandenburg, wie den Biorama-Projekt oder den Askanierturm, um nur zwei zu nennen. Am letzteren wurde ein Teil der ARD Märchen Verfilmung „Rapunzel“ gedreht. Des wegen wird er unter den Einheimischen mittlerweile auch Rapunzel Turm genannt.

Über Anja und Ann-Kathrin vom Blog GoOnTravel
Seit 2015 schreiben Anja und Anne-Katrin auf GoOnTravel.de zu Reisezielen rund um den Globus. Der Fokus liegt vor allem auf Afrika, Europa und Amerika, aber auch über ihre Heimat Brandenburg sowie ihre Wahlheimat Berlin (Anja) und Sylt (Anne). Neben Reisetipps halten sie hilfreiche Tipps rund um die (Reise)Fotografie bereit.

Oberuckersee im Nordosten der Uckermark

Rund um den Oberuckersee

„Schön is un stolt un stark, uns` leew oll Uckermark“, so beginnt das Uckermärker Lied und diese Worte beschreiben den Landkreis im Nordosten Uckermarks ganz gut. Deutlich besser als das Attribut „Toskana des Nordens“, denn außer der hügeligen Landschaft lassen sich zwar einige, aber nicht allzu viele Parallelen zwischen der Uckermark und der italienischen Kulturlandschaft ziehen.

Die Uckermark rund um den Oberuckersee gehört zu meinen liebsten Naherholungszielen, wenn ich vom Summer in the City genug habe und dem überfüllten Berlin entfliehen muss. Vor ungefähr fünf Jahren hat die Region mein Herz im Sturm erobert, als sich mein Bruder dazu entschlossen hatte, in einer verwunschenen ehemaligen Schlossgärtnerei seine Fischräucherei Glut & Späne zu eröffnen. Nach langen Arbeitsstunden hinter dem heißen Räucherofen stand immer ein Sprung in den kühlen Oberuckersee auf dem Programm, auf dem Weg dahin auf holprigen Straßen kamen wir an Mohnfeldern, Storchennestern und kleinen Ständen mit selbst gemachtem Holundersirup und Quittengelee vorbei. Meine Lieblingsbadestelle ist und bleibt die kleine Wiese vom Camping am Oberuckersee, wo man auch als Tagesgäste für einen kleinen Eintrittspreis abhängen darf. Was man in der Uckermark sonst noch alles so tolles machen kann? Ausgiebig wandern (mit oder ohne Esel), radeln (man braucht aber ein wenig Wadenmuskeln, remember: Toskana des Nordens), japanisches Curry und Kuchen essen im Großen Garten in Gerswalde und abends einen gepflegten Longdrink einnehmen bei Olaf vom Paradieschen. Ein bisschen fühlt sich das alles an wie die nicht enden wollenden Sommerferien von früher, hier oben in der Uckermark.

Über Sandra von Tracks and the City

Sandra schreibt auf Tracks and the City über alles was mit Laufen und Essen zu tun hat – sozusagen die Erkundung einer Stadt oder Region mit den Füßen und dem Gaumen. Sie lebt seit nunmehr 22 Jahren in Berlin, trägt aber das „Seeweh“ stetig in sich und besucht ihre alte Heimat mehrere Male im Jahr.

Fragen und Tipps

Habt ihr noch Fragen rund um das Thema Ausflüge Brandenburg oder haben wir wichtige Tipps vergessen? Dann hinterlasst uns einfach einen Kommentar.

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