© Mandarin Oriental London

 

Das Mandarin Oriental London von heute ist ein anderes als das Mandarin Oriental London, das man zu kennen glaubt. Hinter der altehrwürdigen Fassade des edwardianischen Gebäudes versteckt sich seit Neustem eines der modernsten Hotels der Stadt.

Das MO London weiß zu verzaubern: mit dem unbändigen Charme der alten Tage, einer perfekten Lage in Knightsbridge und einem rundum erneuerten Inneren. Nach einem verheerenden Dachbrand während der Renovierungsarbeiten erscheint das Hotel in neuem Glanz. Und der kann sich sehen lassen, fernab von schwerem Prunk, dicken Kronleuchtern und angestaubten Sofagarnituren. Vorhang auf das Mandarin Oriental Hyde Park in London. Ein Hotel, das sich trotz seiner asiatischen Herkunft vor allem “very british” anfühlt.

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Location

Wenn der Hyde Park die grüne Lunge Londons ist, dann ist das MO London das unerschütterliche Herz von Knightsbridge. Inmitten des wohlhabenden Stadtteils mit seinen prachtvollen viktorianischen Häusern wurde das Gebäude mit der roten Backsteinfassade schon 1889 als Gentleman’s Club eröffnet und 1902 in ein Hotel umgewandelt – eingebettet vom Luxus-Kaufhaus Harvey Nichols auf der einen und dem namensgebenden Hyde Park auf der anderen Seite.

Ein royaler Wind weht durch die Straßen von Knightsbridge. Der Buckingham Palace liegt nur 20 Gehminuten entfernt und wer vormittags ein Klackern auf der Straße hört, der sollte genau hinschauen. Denn während sich die Gärtner der Queen persönlich des Mandarin Oriental Gartens annehmen, galoppiert vormittags die “Household Cavalry” vorbei, die berittene königliche Leibgarde des Britischen Königshauses. Auch das berühmte Naturkundemuseum und das Victoria and Albert Museum sind zu Fuß gut erreichbar, ebenso Mayfair und das West End.

Wer vom Flughafen Heathrow nicht “in Style”, sprich mit dem legendären London Cab anreist, der kann sich freuen. Das Hotel hat mit der Tube-Station Knightsbridge quasi eine eigene U-Bahn-Station vor der Haustür – inklusive Flughafenanbindung durch die Piccadilly Line.

Mandarin Oriental London: Neuartig, nicht altbacken

Mandarin Oriental? Das mag für manche altbacken klingen. Doch hat man genau mit dieser Einschätzung hier in London weit gefehlt. Mit dem Auftrag den Hyde Park ins Hotel zu bringen, übertraf sich die Designerin Joyce Wang – das Mastermind hinter dem Innendesign des Mandarin Oriental Hong Kong – während der millionenschweren Renovierungsphase selbst.

Begrüßt wird man von den Mitarbeitern an der wuchtigen Eingangstreppe stilecht mit Zylinder und rotem Frack. Hat man die Schwelle hinter sich gebracht, erwartet einen zwar die alte Lobby aus schwerem Marmor, jedoch kongenial aufgepeppt mit modernster Beleuchtung und großen Spiegeln, mit prächtigen Hortensien in riesigen Vasen und mit Teppichen, die mit peppigen Wolken- und Blättermustern daher kommen. Und dann ist noch ein ganz besonderes Highlight kaum zu übersehen: der Kronleuchter aus Glas in Form einer geöffneten Blume. Da passen auch die zahlreichen Naturfotos von Mary McCartney perfekt ins Bild.

Auch die lounge-artigen Bereiche dahinter sind allesamt lichtdurchflutet, schick und modern, mit wunderbaren Art-Deco-Schnörkeln. Und auf jeder Etage paaren sich Riesenterrarien voller Sukkulenten mit dem sanften Charme puderrosafarbener Sessel. Aus altbacken wurde einladend – das kann sich sehen lassen und erinnert an das goldene Zeitalter des Reisens im 20. Jahrhundert. Eine schöne Erinnerung.

Zimmer

Vorbei sind die Zeiten, in denen die 181 Zimmer und Suiten des Mandarin Oriental London mit altenglischer Einrichtung daher kamen. Wuchtig, dunkel und durchzogen von der Eleganz längst vergangener Zeiten war das Interieur des Mandarin Oriental London. Wie ungewöhnlich für die sonst so feingeistige Hotelgruppe aus Asien.

Seit der Wiedereröffnung hat sich das geändert. Die Zimmer classy, aber modern. Zeitgenössischer Stil trifft zeitlose britische Eleganz, tiefgrüne Samtsofas auf Art-Deco-Elemente wie Schränke und Nachttische. Selbst kleine Bibliotheken kuriert vom Londoner Buchhändler Heywood Hill findet man in den Suiten. Überzeugen kann auch die geniale Mischung aus Teppich und Holzdielen und eine Farbwahl irgendwo zwischen Messing, Bottle-Green und sanftem Silber. Besonders lobenswert sind die Leuchter, die classy in Messing daherkommen, jedoch Blumen und andere Pflanzenarten darstellen. Ein genialer Bruch zwischen Metall und Natur. Auch das Bad ist wunderbar zeitlos und kommt in weißem Marmor und mit einer wärmenden, japanischen High-Tech-Toilette daher. Was will man mehr?

Das Flair der Zimmer sagt eigentlich nur eines: “Bleib’ hier, geh’ nicht raus. London kennst du doch eh schon.” Und ja, es stimmt, am liebsten würde man seinen kompletten Aufenthalt im Hotelzimmer absitzen. So gemütlich und zugleich so leichtfüßig kommen Hotelzimmer dieser Preisklasse selten daher.

Vor aller Schönheit wurden praktische Details keineswegs vergessen, wie Steckdosen in einer ausziehbaren Schublade am Nachttisch, eine Kaffeemaschine und ein High-Tech-Unterhaltungssystem, das fast vergessen macht, dass da draußen vor der Tür eine der spannendsten Städte der Welt vor sich hin pulsiert.

Tipp: Wer kann, sollte sich unbedingt ein Zimmer mit Blick auf den Hyde Park sichern. Dort weht ein zauberhafter Charme von englischer Landhausidylle durch die Fensterläden.

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Essen & Trinken

Der Wow-Effekt zuerst: Das Mandarin Oriental London Hyde Park hat mit Heston Blumenthals einen echten Sternekoch im Haus, genauer gesagt sein mit gleich zwei Michelin-Sternen ausgezeichnetes Restaurants.

Die Bar Boulud hingegen ist das nach dem New Yorker Küchenchef benannte Bistro im Kellergeschoss. Hier wird in eleganter, aber edgy Art und Weise eine sehenswerte Auswahl an Gerichten serviert: von Loup de mer bis Lammrücken, von Burgern mit Foie Gras bis Quinoa-Wintersalat. Auch einen Stopp an der übercoolen Mandarin Bar kann empfohlen werden. Hier werden Cocktails in Anlehnung an den Hyde Park serviert.

Oder doch lieber ein Afternoon-Tea? Der wird in der ebenfalls neu und extrem stimmig gestalteten Rosebery Lounge serviert, mit Teeauswahl vom Tee-Master und wahlweise begleitet von Champagner.

Ein besonderes Highlight wartet morgens im Dinner by Heston Blumenthal. Denn was gibt es besseres als ein ausgiebiges Frühstück an der Fensterfront mit Blick auf den Vorgarten und die Jogger im Hyde Park? Das Buffet ist vielfältig mit kleinen Höhepunkten wie mehreren Granola-Eigenkreationen und gleich drei Räucherlachs-Varianten. Getoppt wird das nur der riesigen Auswahl an warmen Speisen à la carte: von Vegan Eggs Benedict bis Chinesischem oder Japanischem Frühstück wird jeder noch so spezielle kulinarische Wunsch erfüllt.

Service

Der Service ist ausnahmslos perfekt. Mitarbeiter, denen man sich definitiv nicht persönlich vorgestellt haben, begrüßen einen mit Namen. Die Verjüngungskur scheint auch vor dem Personal nicht Halt gemacht zu haben. Den was sofort auffällt, ist das junge Alter ungewöhnlich vieler Angestellter. Schon hinter der Rezeption, wo man zum Check-In einen Zitronengras-Tee und ein Erfrischungstuch auf dem Silbertablett serviert bekommt, sind die meisten Mitarbeiter kaum älter als 30 Jahre. Ist das wirklich das Mandarin Oriental?

Mandarin Oriental London: Service ist top & erfrischend jung

Unter der Leitung von Amanda Hyndman, zuvor GM bei Mandarin Oriental, Washington DC, und Mandarin Oriental, Bangkok, kommt jeglicher Kontakt der Mitarbeiter offen, ehrlich und mit einem Lächeln daher. Und neben den jungen Mitarbeitern tummeln sie sich dann doch noch: die langgedienten Haudegen des MO London mit jahrzehntelanger Zugehörigkeit.

Die Idee des Mit- und Füreinanders geht sogar soweit, dass die Angestellten während der zweijährigen Schließung des Hotels weiterhin bezahlt wurden, aber nichts zu tun hatten. Also gingen sie in diesem Zeitraum einer Wohltätigkeitsorganisation zur Hand – ein Engagement aus der Feder Hyndmans das noch immer andauert. Und eine kluge PR-wirksame Aktion, die sich richtig anfühlt.

Eine spezielle Erwähnung wert ist der unterirdische, aber überaus einladend duftende Spa samt 17-Meter langem Pool und einem Fitnesscenter mit den besten Sportgeräten auf dem Markt. Unser Tipp: Unbedingt auch einen Blick in den vergoldeten Ballsaal werfen, genau jeder Ort, an dem Königin Elizabeth und Prinzessin Margaret in den 1930er Jahren das Tanzen lernten.

Wie so oft, sind es die Kleinigkeiten, die einem Aufenthalt das i-Tüpfelchen aufsetzen. Das können Pralinen sein, die einen plötzlich in der Suite erwarten, ein Tee der zur Teatime gereicht wird, oder ein kleines Duftspray für den perfekt die Kopfkissen und einen einlullenden Schlaf. Hier bin ich Gast, hier darf ich’s sein.

Der beste Ausflug von London: Brighton.

Für einen Tagesausflug können wir Brighton empfehlen. Finde hier die besten Brighton Sehenswürdigkeiten in unserem ausführlichen Reiseführer.

Mehr Tipps für London?

Gibt’s auf dem Reiseblog Anekdotique:

Bewertung: Wie ist das Mandarin Oriental London?

Wer die Chance hat, eine Nacht im Mandarin Oriental London zu verbringen, der sollte sie ergreifen. Denn man wird sie so schnell nicht vergessen. So classy, so historisch-charmant und zugleich so zeitgenössisch kommen Hotels selten daher. Das MO London ist eine wahre Grande Dame, die sich gerade neu erfunden hat. Chapeau!

Wo buchen?

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Tipps

Wer vormittags die Hufe von Pferden hört, sollte schleunigst zum Fenster, um die Household Cavalry der Queen in ihren roten Wracks zu sehen.

Zimmerpreise

Superior Zimmer ab 1175 GBP, Hyde Park Zimmer ab 1175 GBP.

Adresse

66 Knightsbridge
London SW1X 7LA
England
mandarinoriental.com

Erster Eindruck
9/10
Konzept
8/10
Location
10/10
Ankunft
8/10
Zimmer
9/10
Kulinarik
9/10
Besonderes
9/10
Letzter Eindruck
9/10

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Der Aufenthalt wurde unterstützt vom Mandarin Oriental Hotel in London. Mehr zu unseren Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit gibt es hier.

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  1. Duke University

    Ihre Reise-Website ist sehr schön. Ich folge immer. Wenn ich eines Tages Geld habe, möchte ich reisen.

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